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Rügen Ihre kreative Heimat ist die Küste
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00:57 28.02.2018
Bergen

Mit „Rügener Haie“ ist nach „Rügener Abgründe“ der zweite Krimi von Sylvia Voigt erschienen. Die 56-jährige Autorin aus Freiberg sprach mit der OSTSEE-ZEITUNG über das Schreiben, die Insel und die Liebe zum Sturm.

Von Sylvia Voigt aus Freiberg erschien mit „Rügener Haie“ der zweite Krimi

Warum sucht sich eine Sächsin ausgerechnet Rügen als Schauplatz aus?

Sylvia Voigt: Um ehrlich zu sein, war die Geschichte ursprünglich schon in Freiberg (Sachsen) angesiedelt, ich wäre gar nicht auf eine andere Idee gekommen. Die Agentur, der ich das Manuskript vorgelegt habe, fand es zwar super, Freiberg als Handlungsort aber zu provinziell. Es wurde ein Ort gewünscht, den jeder kennt, auch ich. Da es mich immer nach Rügen zog, lag die Entscheidung nahe.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich hatte Lust darauf, habe es einfach mal probiert und es hat geklappt. Ich dachte, ich muss mal was anderes machen (neben der Arbeit als Sekretärin).

Warum haben Sie sich entschieden Krimis zu schreiben?

Etwas anderes wäre mir nicht eingefallen. Historien- oder Liebesromane liegen mir nicht. Auch früher habe ich eher viele Krimis gelesen. Es ist ja nun auch nicht so, dass das Blut aus den Seiten tropft. Es ist auch viel Humor dabei – trockener, schwarzer Humor.

Wie viel Zeit haben Sie bisher schon auf Rügen verbracht?

In den letzten sechs Jahren war ich sogar jeweils zwei Mal im Jahr an der Ostsee, hauptsächlich auf Rügen. Sassnitz ist dann ein Muss. Die Lokale, in die meine Hauptprotagonistin einkehrt – das Gastmahl des Meeres oder das Café Gumpfer – sind auch meine Lieblingsorte. Auch Kap Arkona, Binz und Sellin gehören dazu. All das kenne ich.

Was macht für Sie persönlich den Reiz der Insel aus?

Der Sturm! Es muss Sturm sein, die Wellen müssen rauschen und die Gischt muss über die Mole kommen. Auch die Buchenwälder, bei denen ich nicht weiß, ob sie mir im Mai oder Herbst besser gefallen, sind teinfach raumhaft. Der Farbkontrast auf der Insel ist einfach einmalig.

Haben Sie sich zum Schreiben auf Rügen zurückgezogen?

Nein, geschrieben habe ich zu Hause. Als Hobbyfotografin habe ich gefühlt 1000 Urlaubsbilder von Rügen. Und ansonsten muss ich nur die Augen zu machen und dann bin ich da.

Sie schreiben ihre Krimis in der Ich-Form, aus der Sicht der Kommissarin Burmeister. Wäre das für Sie ein Traumjob oder wie entwickeln Sie die Figuren Ihrer Manuskripte?

Nein, eigentlich nicht. Aber in der Ich-Form zu schreiben macht es leichter. Man kann sich besser in die Rolle reinfühlen. Den Rest gibt die Fantasie dazu. Es fließt dann einfach aus mir raus.

Inwieweit verflechten Sie die Fälle der Kommissarin Burmeister in den Romanen?

Es sind in sich abgeschlossene Episoden. Es finden sich im zweiten Teil aber auch kleine Querverbindungen und Verweise, die neugierig machen, was im ersten Buch passiert ist. Aber es ist nicht notwendig, vorher den ersten Krimi gelesen zu haben. Die Personen sind zum großen Teil dieselben.

Ziemlich schnell nach dem ersten, folgte Ihr zweiter Krimi. Ist eine weitere Fortsetzung zu erwarten?

Die ist sogar schon fertig. Es ist nur noch ein Feinschliff nötig und wird dann demnächst versandt. Wir (Verlag und Autorin) hoffen darauf, dass die Fortsetzung im Oktober erscheinen wird. So ist zumindest der Plan. Und das Ende des dritten Teils lässt darauf schließen, dass auch ein Teil vier kommen wird.

Interview Wenke Büssow-Krämer

Die Autorin

Sylvia Voigt wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren und ist in Freiberg aufgewachsen. Seit 1990 arbeitet sie als Direktionssekretärin an der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Nach ihrem Debüt mit „Rügener Abgründe“ 2016, folgte letztes Jahr die Fortsetzung „Rügener Haie“.

Auf Platz 24 der ebook-Verkäufe bei Weltbild fand sich ihr aktuelles Werk im November. Ihr erstes Buch erscheint bereits in dritter Auflage.

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