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Rügen Im Kreis nur noch Wettkämpfe der kleinen Feuerwehrleute
Vorpommern Rügen Im Kreis nur noch Wettkämpfe der kleinen Feuerwehrleute
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03:53 26.08.2013

Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Trent ist eine schlagkräftige Truppe. Die konnte sich am Sonnabend auf dem Göhrener Sportplatz den Ostseepokal in der Disziplin „Löschangriff nass“ sichern und setzte sich damit gegen sechs weitere Mannschaften von Jugendfeuerwehren der Insel Rügen durch. „130 Mädchen und Jungen haben gezeigt, wie sie das Einmaleins eines angehenden Feuerwehrmannes schon draufhaben“, sagt André Hoch, Chef der Göhrener Feuerwehr, die die 10. Auflage dieses Wettbewerbs ausgerichtet hatte. Doch die relativ hohe Anzahl der Mannschaften sowie der Teilnehmer sollte allerdings nicht über eines hinwegtäuschen, wie es David Masuch am Rande deutlich machte: „Von den Mädchen und Jungen, die jetzt noch in den Jugendwehren sind, kommen nur wenige in den aktiven Abteilungen der Feuerwehren an.“ Die Gründe liegen für den stellvertretenden Wehrführer des Amtes Mönchgut-Granitz auf der Hand: „Da kommt so einiges dazwischen: Die Pubertät, die Schule, die Ausbildung.“ Für ihn gilt in diesem Zusammenhang eine Faustregel, die sich bislang auch meistens bewahrheitet hat: „Wenn wir es schaffen, dass ein Mitglied der Jugendfeuerwehr auch noch mit 14 oder 15 Jahren dabei ist, dann wechselt es meistens auch in die aktive Abteilung der jeweiligen Wehr. Aber das gelingt nicht oft.“ Dem Feuerwehrnachwuchs hat man sich im Amtsbereich Mönchgut-Granitz in besonderer Art und Weise verschrieben. Vor mittlerweile sechs Jahren ist die Jugendfeuerwehr Mönchgut gegründet worden. Der Nachwuchs aus Zirkow, Lancken- Granitz, Sellin, Baabe, Göhren und Middelhagen trainiert zusammen. So werden die Kinder und Jugendlichen auch auf ein gleich hohes Ausbildungsniveau gebracht. Das sei zuvor nicht der Fall gewesen.

Laut Masuch gehören der gemeinsamen Jugendfeuerwehr Mönchgut zurzeit 46 Mädchen und Jungen an.

Zudem sind in dem Amtsbereich wie andernorts auch so genannte Vorbereitungsgruppen gebildet worden. In denen können Kinder sich an das Feuerwehr-Einmaleins herantasten — auch wenn sie noch nicht 10 Jahre alt sind. Das ist das Mindestalter zum Eintritt in eine Jugendfeuerwehr. „Aber zumeist haben sich die Kinder dann schon für etwas anderes wie einen Sportverein entschieden und sind für uns verloren“, sagt Masuch.

Der war am Sonnabend übrigens begeistert vom Können der kleinen Feuerwehrleute. Und wie sieht‘s bei den großen aus? „Da sieht es mau aus. Seitdem wir den Großkreis haben, ist bei den Erwachsenen in Sachen Wettkampf so ziemlich alles eingeschlafen. Aber das war zu erwarten, weil alles zu groß ist und die Wege zu weit sind“, sagt David Masuch. Aber die Feuerwehrleute Rügens wollen sich damit abfinden. „Wir versuchen noch, etwas für die Insel hinzubekommen“, sagt Masuch.

Chris-Marco Herold

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