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Rügen Im Pedalen-Ritt über die Insel
Vorpommern Rügen Im Pedalen-Ritt über die Insel
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09:13 14.03.2018
Der Nabu-Vorsitzende Jens Lippmann (v.l.), der Geschäftsführer des Hotels „Am Rugard“ Finn Nielsen, Radler Siegbert Boeck, Nabu-Vertreterin Marlies Preller, Barbara Boeck, sowie die Aok-Vertreter Viola Grubert und Henry Nahlik freuen sich auf den Aktionsstart. Quelle: Foto: Wenke Büssow-Krämer
Bergen

So viel mehr als Seebäder und Kreidefelsen hat die Insel zu bieten, wenn man bereit ist sich von den Touristenströmen zu lösen. Der Blickwinkel lässt sich ganz einfach ändern, indem Einheimische und Touristen das Fahrrad zur Erkundung der Umgebung nutzen. Schmackhaft machen wollen dies bereits zum 21. Mal der Nabu und die AOK mit ihrer Aktion Radwandern auf Rügen.

Die neuen Hefte in denen 24 Anlaufpunkte – vom Fahrradverleih bis zum Gasthof – zur Entdeckung einladen, werden zurzeit verteilt. Von Grahlefähr bis Lohme, von Thiessow bis Dranske, können sich die Radler dann einen Stempel abholen. Schon ab sechs erreichten Orten kann die Bewegung belohnt werden. „Wer sein Teilnahmeheft mit mindestens sechs Stempeln einsendet, hat die Chance auf eine Segeltour. Das zieht natürlich“, berichtet Marlies Preller vom Nabu Rügen. Auch Einkaufsgutscheine oder Schlemmerschecks werden nach der Auswertung der Aktion zum Jahresende verlost.

„Anfangs haben sich meist Urlauber an dieser Aktion beteiligt, das wandelt sich jetzt jedoch“, hat Marlies Preller beobachtet. „Mindestens die Hälfte der Teilnehmer, die dann ihre Hefte auch einschicken, sind Rügener.“ Seit über sechs Jahren radelt auch das Ehepaar Barbara und Siegbert Boeck aus Bergen mit über die Insel. „Man ist an der Luft, hält die Knochen in Bewegung und hat Spaß

dabei etwas für die Gesundheit zu tun“, sagt der 74-Jährige. Seit die Ehefrau im Ruhestand ist, legen die beiden immer mehr Strecken mit dem Rad zurück. Auch vor längeren Strecken wird dann nicht gescheut. „Wenn man sich auf den Radzfatz-Fahrradbus verlässt, ist man zeitlich gebunden, dann radeln wir lieber die gesamte Strecke“, sagt Siegbert Boeck. Die Senioren gehörten in den letzten Jahren dabei schon öfter zu den Teilnehmern, deren Pedaltritte belohnt wurden. „Ein Buch, ein Rucksack und auch das Spargelessen haben wir schon gewonnen. Das war toll“, so Ehefrau Barbara Boeck.

Finn Nielsen begleitet mit dem Hotel und Restaurant „Am Rugard“ schon länger das Radwandern. „Wir haben stets gute Rückmeldungen von den Radfahrern, die auch immer öfter hier in Bergen landen. Die haben von hier einen guten Ausgangspunkt, fahren zum Beispiel mit dem Rad zum Roland, mit dem sie dann in die Ostseebäder kommen“, kann der Geschäftsführer berichten. Sein Hotel stellt sich immer mehr auf den Besuch von Radfahrern ein. „Die Leute, die nicht nur am Strand liegen wollen, sprechen einen dann schon gezielt an. Da können wir uns als Insel noch besser und nachhaltiger aufstellen“, meint Nielsen, der auf Verbundenheit mit Natur und Region auch in der Führung der Hotels großen Wert legt.

Von Beginn an ist die AOK Mitorganisator. „Als Gesundheitskasse haben wir uns so aufgestellt, dass Radfahren nicht nur für unsere Mitglieder honoriert wird, sondern wir auch diese Aktion natürlich sofort gefördert haben“, erklärt Viola Grubert. Aus gesundheits- und umweltfördernden Gründen das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen, würden Einheimische und Touristen gerne öfter. Allerdings sehen die Radler hier noch reichlich Nachholebedarf an und neben den Straßen der Insel. „Gerade zwischen Karow und Prora wäre ein Radweg angebracht, um auch die Ostseebäder mit dem Rad zu erreichen“, sagt Siegbert Boeck. Hier sind vorherige Informationen vor Tourstart unbedingt notwendig.

Diese Aktion bringt alle Beteiligten aber auf jeden Fall ins Gespräch. „Bei den Einsendungen erhalten wir oft persönliche Zeilen, in denen uns die Urlauber sagen, was ihnen gefallen hat und was nicht so gut läuft und Einheimische finden Ideen für den Wochenendausflug“, sagt Marlies Preller.

Inselerkundung mit dem Rad

24 Anlaufstellen locken die Radler quer über die Insel. Mit dem Lebensgut Frankenthal konnte in diesem Jahr ein weiterer Partner fürs Radwandern gewonnen werden.

6 Stempel genügen, um seinen Flyer ins Rennen um einen der Preise vom Schlemmergutschein bis zum Segeltörn zu schicken.

10000 Teilnahmeheftchen mit Hinweisen auf kulinarische Besonderheiten werden derzeit verteilt und sind dann in Tourismusinformationen, beim Nabu, der AOK und bei allen teilnehmenden Tourismuspartnern erhältlich.

Bis Ende November sollten die Karten eingeschickt werden. Im Dezember entscheidet die Losfee über die Gewinne, die einen Wiederholungsbesuch lohnenswert machen.

Wenke Büssow-Krämer

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