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Immer mehr Rad-Diebstähle auf Rügen

Immer mehr Rad-Diebstähle auf Rügen

Deutlich mehr Fahrräder als im Vorjahr verschwanden im Revierbereich Bergen / Viele sind nicht gesichert

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Bergen/Ribnitz-Damgarten. In den Urlaubsorten des Landkreises Vorpommern-Rügen sind in diesem Jahr deutlich mehr Fahrräder gestohlen worden als 2015. Besonders betroffen sind die Insel Rügen, Ribnitz-Damgarten und der Fischland-Darß. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Polizeiinspektion Stralsund auf OZ-Anfrage herausgegeben hat. In Bergen gab es demnach bis Ende August mit 33 Diebstahlanzeigen mehr als doppelt so viele wie 2015 (15 Fälle). Sassnitz verzeichnet vier Anzeigen mehr (42) als noch 2015 (38).

OZ-Bild

Deutlich mehr Fahrräder als im Vorjahr verschwanden im Revierbereich Bergen / Viele sind nicht gesichert

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Die Anzahl der tatsächlich gestohlenen Fahrräder liegt allerdings noch höher, weil in vielen Fällen gleich mehrere Räder entwendet werden – es aber bei der Polizei oft nur eine Anzeige gibt.

Gleich mehrfach schlugen Diebe Anfang August in Sassnitz zu. So raubten die Langfinger ein Rad in der Straße der Jugend. Nur wenige hundert Meter entfernt in der Klaipedaer Straße waren laut Polizei außerdem ein oder mehrere Einbrecher in einen Keller eingedrungen und ließen dort Ersatzteile für ein Fahrrad mitgehen.

Diebe werden bei ihren Touren offenbar zudem immer dreister. So holten sie im Ostseebad Ahrenshoop gleich drei Fahrräder vom Dachgepäckträger einer Urlauberfamilie. Die Feriengebiete seien im Sommer besonders betroffen, viele Diebstähle passierten an Unterkünften oder auch an Parkplätzen und Strandzugängen. Wichtig sei vor allem eines: das Fahrrad richtig anzuschließen. Denn jedes sechste verschwundene Rad war in diesem Jahr in der Region „ungesichert abgestellt“.

Ilka Pflüger, Sprecherin der Polizeiinspektion Stralsund, appelliert deshalb an die Besitzer: „Haben Sie Ihr Fahrrad nach Möglichkeit immer im Blick. Schließen Sie den Rahmen und die beiden Räder stets an fest verankerten Gegenständen an.“ Häufig würden Räder zwar mit Schlössern abgeschlossen, aber nirgendwo fest angeschlossen. Das heißt, sie können nach dem Motto „Gelegenheit macht Diebe“

weggetragen werden.

Bis Ende August sind im Polizei- revierbereich Ribnitz-Damgarten 67 Räder gestohlen worden. 50 Anzeigen liegen vor. „Viel zu viele“, sagt Revierleiter Stoll. Im vergangenen Jahr seien es um diese Zeit 37 gewesen. Das teuerste Rad, das 2016 entwendet wurde, war geschätzt etwa 2700 Euro wert.

Aber es gibt auch positive Entwicklungen im Landkreis. Im Gegensatz zu den steigenden Diebstählen in den genannten Urlaubsorten, verzeichnen die Hansestadt Stralsund und Grimmen sowie Barth rückläufige Zahlen. Vor allem in Stralsund sanken die Anzeigen innerhalb eines Jahres – von 256 auf 206. Grimmen hatte 2016 bisher 36 angezeigte Fälle. Zuvor waren es noch 51 gewesen.

Um die Suche nach gestohlenen Fahrrädern zu erleichtern, rät die Polizei Besitzern dazu, ihre Räder codieren zu lassen. Günstige Fahrräder werden häufiger „zum unsachgemäßen Gebrauch“ entwendet und dann irgendwo liegen gelassen. Ein Foto und die Rahmennummer helfen auch dabei, das Rad zurück zu bekommen.

Die Chancen ein hochwertiges Fahrrad wiederzufinden, stehen normalerweise nicht gut. Denn laut Polizei kommen die Täter oft aus dem Milieu der Bandenkriminalität. Zwei teure Fahrräder haben Beamte der Bundespolizei Ende August beispielsweise bei einer Pkw- Kontrolle an der A 20 auf dem Parkplatz Trebeltal wieder gefunden. In einem Auto befanden sich zwei neuwertige Fahrräder im Wert von 2400 Euro. Es stellte sich heraus, dass sie zuvor in Marlow gestohlen worden sind.

Halbe Million Schaden jährlich

Der entstandene Schaden durch

Fahrraddiebstahl im Kreis Vorpommern-Rügen bewegte sich in den vergangenen drei Jahren zwischen 500000 und 550000 Euro jährlich. Bis Ende August 2016 kam ein geschätzter Schaden von 220 000 Euro zustande.

79 Diebstahlanzeigen zu gestohlenen Fahrrädern gab im Jahr 2013 ingesamt. Seitdem gingen die Zahlen jährlich zurück. 2015 waren es noch 65. In Bergen gab es mit 52 Anzeigen 2014 den höchsten Wert der vergangenen Jahre. 2015 waren es nur 20 Anzeigen in dem Bereich.

Häufig werden aber auch Fahrräder gefunden, die nicht zugeordnet werden können. Die Polizei empfiehlt daher Fahrräder codieren zu lassen. Die Polizei und die Verkehrswacht codieren bei angekündigten Veranstaltungen Räder kostenlos.

Virginie Wolfram

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