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Rügen In der Schweiz hat er genug Bausünden gesehen
Vorpommern Rügen In der Schweiz hat er genug Bausünden gesehen
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00:01 24.02.2017
Junge Familie im alten Dorf – Kuno, Matthias und Kristine Burwitz mit Baby Anni.
Nardevitz

Kristine und Matthias Burwitz fühlen sich Rügen sehr verbunden. Das Paar lebt seit ein paar Jahren in jenem Haus in Nardevitz, in dem sich Matthias´ Großeltern einst kennengelernt haben, denn früher war es eine Gaststätte. Der gelernte Koch hat sich aber erst den Wind der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen, war während seiner Lehrjahre in Hamburg und der Schweiz, doch zog es ihn wieder dahin zurück, wo er geboren wurde. Daheim ist für ihn die Nordküste Jasmunds, „Daheim“ heißt auch das elterliche Fischlokal in Lohme, in dem Matthias als Küchenchef die Mütze auf hat.

Kristine und Matthias stammen aus Fischerfamilien und haben sich 2007 beim Hafenfest in Lohme erstmals getroffen. Aus einem schönen Wochenende wurde mehr. Als erstes, weil die heute 36-jährige Kristine ihrem Hund nachtrauerte, wurde der heute zehn Jahre alte Labradorrüde Cooper angeschafft, zwei Jahre später heirateten die beiden. 2013 kam Sohn Kuno zur Welt. Seit drei Monaten gehört auch Töchterchen Anni zur Familie. Ländlich wollten sie wohnen, deshalb fiel die Wahl auf Nardevitz. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute anhalten, um das Dorf zu fotografieren“, sagt Matthias, dem viel daran liegt, den Charme der Insel zu erhalten. „Bausünden habe ich genug in den Skiorten der Schweiz gesehen.“

Deshalb engagiert sich der 37-Jährige auch in der Bürgerintitiative „Lohme bewahren“, die gegen ein Großprojekt protestiert, das nach ihrer Ansicht den Zauber der kleinen Gemeinde zerstören würde.

Auf dem Gelände der ehemaligen Seefunkstelle Rügen Radio plant ein Investor den Bau eines Medical Wellness Hotels, mehrerer Golfvillen sowie eines Apartment- und Ferienhausgebietes. „Das wäre der Dolchstoß für Lohme“, meint Burwitz. Er ist sich sicher, dass die Ansiedlung von Denkfabriken und Forschungszentren sowie der Ausbau der Fahrradwege auf Jasmund der Insel deutlich mehr nutzen.sg

OZ

Beim Anblick des kleinen Ortes am Schwierser Bach, unweit der Nordküste Jasmunds und eines uralten Naturstrandes, kann sich wohl kaum jemand nostalgischen Gefühlen entziehen.

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