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Rügen Inselmarketing: Gemeinden zwischen Skepsis und Euphorie
Vorpommern Rügen Inselmarketing: Gemeinden zwischen Skepsis und Euphorie
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07:54 26.04.2016
Die Tourismuszentrale Rügen präsentierte sich auf der Messe ITB mit dem eTrabi Rügen. Quelle: Holger Vonberg
Binz

Die Tourismuszentrale Rügen (TZR) ist seit Ende vergangenen Jahres ein rein kommunales Unternehmen, die finanzielle Beteiligung Rügener Gemeinden über einen Anteilskauf kommt jedoch nicht richtig in Schwung. Aktuell sind nicht mal die Hälfte der TZR-Anteile veräußert. Während sich Binz, Sellin, Göhren, Putbus und Baabe bereits 2015 ihre Anteile gesichert haben, sind andere Gemeinden wie Sassnitz und Bergen noch skeptisch.

Die finanzielle Beteiligung an der TZR läuft über einen Anteilsverkauf. „Das Stammkapital der TZR beträgt 200 000 Euro. Jede Gemeinde bekommt eine Anzahl Anteile, die sich aus der Einwohnerzahl und der Summe touristisch nutzbarer Betten ergibt“, erklärt Kai Gardeja, TZR-Geschäftsführer. „Pro Prozent kostet der Anteil 2000 Euro.“ Der eigentliche Kostenfaktor für die Gemeinden ist die Marketingumlage, die jährlich fällig wird. Sie beträgt pro gekauftem Prozent 8600 Euro.

Der Ummanzer Bürgermeister Holger Kliewe (CDU) würde mit seiner Gemeinde gerne mitmachen, kann aber nicht. „Weil wir kein zertifizierter Erholungsort sind, können wir auch keine Fremdenverkehrsabgabe erheben“, sagt er. Die wäre aber nötig, um die Kosten für die jährliche Marketingzulage bezahlen zu können. Da könne nur eine Änderung des kommunalen Abgabengesetzes helfen. „Dabei wäre die professionelle Vermarktung gerade für die kleinen Gemeinden ganz wichtig“, sagt Kliewe. „Beim Thema Tourismus muss Rügen als Ganzes betrachtet werden. Der Tourist tut das ja auch.“ Das sieht Gardeja genauso. „Je erfolgreicher die Insel in ihrer Tourismusentwicklung ist, desto erfolgreicher auch die einzelnen Orte.“

Von Ziebarth, Anne Friederike

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