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Interaktives Vorlesebuch für 35 Kitas der Insel

Bergen Interaktives Vorlesebuch für 35 Kitas der Insel

Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse“ machte im Bergener MIZ Station / Mit dem Projekt wird das Erlernen der Sprache und der Umgang mit Wörtern erleichtert

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Die Kinder in den Rügener Kindergärten entdecken digitale Lesewelten.

Quelle: Fotos: Christiane Herold (2), Uwe Driest

Bergen. Mit dem Wörterwichtel ist nicht zu spaßen. Der frisst die Buchstaben, so dass man nicht mehr lesen kann. Zwar halten die Schlaumäuse tüchtig dagegen, alleine aber kommen sie nicht gegen das Wort-Monster an. Da traf es sich gut, dass ihnen gestern im Medien- und Informationszentrum Bergen (MIZ) auch fünf Steppkes vom Kindergarten Fröbel sowie acht Bergener Stadtknirpse unter die Arme griffen und in verschiedenen Spielen die Wörter wieder vervollständigten.

OZ-Bild

Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse“ machte im Bergener MIZ Station / Mit dem Projekt wird das Erlernen der Sprache und der Umgang mit Wörtern erleichtert

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Die von Microsoft Deutschland gegründete Bildungsinitiative „Schlaumäuse — Kinder entdecken Sprache“ unterstützt mehr als 12000 Kindertagesstätten in ganz Deutschland bei der frühkindlichen Sprachausbildung von fünf- bis siebenjährigen Kindern. Die Schlaumäuse sind gerade „Unterwegs im digitalen Leseuniversum“ und machten auf Rügen Halt. Die 35 Kitas der Insel erhalten nun jeweils ein Förderpaket mit interaktivem Vorlesebuch. Das dazu gehörige Tablet sponserten Geschäftsleute der Insel.

„Mit unserem Schlaumäuse-Programm wollen wir Kindern die Grundlage für den weiteren Bildungsweg verschaffen“, erklärt Carolin Borchert, Medienpädagogin von Helliwood media & education. „Wer sich ausdrücken kann und andere versteht, ist klar im Vorteil.“ Sprache sei die Voraussetzung für eine notwendige Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie den richtigen sozialen Umgang.

700 Wörter sollten Kinder am Ende ihrer Grundschulzeit beherrschen. Diesen Basiswortschatz haben viele Bundesländer als Standard festgelegt. Sprachtests zeigen jedoch, dass sich 15 Prozent der Erstklässler nur schlecht ausdrücken können. Bei Kindern mit Migrationshintergrund liegt dieser Anteil sogar schon bei bis zu 30 Prozent. Damit diese Kinder keine Karriere „vom Abc-Schützen zum Analphabeten“ durchlaufen, möchte das Schlaumäuse-Lernangebot jene Grundfertigkeiten vermitteln, auf die die Spracherziehung ab der ersten Grundschulklasse aufbaut.

Mit der Initiative unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums können Kinder mit Hilfe von computergestützten Lernprogrammen spielerisch die deutsche Sprache erlernen und ihre ersten Wörter und Buchstaben entdecken, Sprache entwickeln und ihren Wortschatz vergrößern. Im „Wörtersee“ beispielsweise spielen die Kinder mit Minimalpaaren, also mit Wörtern, die sich nur in einem Laut unterscheiden. Indem sie einen Buchstaben austauschen, bilden die Kinder den Begriff für ein neues Wort, das ihnen mit einem Bild vorgegeben wurde. So wird „Fisch“ zu „Tisch“ oder „Schal“ zu „Schaf“.

Erzieherinnen und Erzieher würden bestätigten, dass Schlaumäuse-Kinder ein generelles Interesse an Schrift entwickeln (62 Prozent), eigenständig Buchstaben schreiben (74 Prozent), einzelne Laute voneinander zu unterscheiden lernen (61 Prozent) und ihren Wortschatz erweitern (80 Prozent), weiß Stephan Hohmann, Leiter der Schlaumäuse-Initiative von Microsoft Deutschland und beeindruckte damit auch Monika Boeckemeyer, Leiterin des Kindergartens „Stadtknirpse“.

Das Projekt

Die Förderung von Sprachkompetenz mittels digitaler Medien haben sich Microsoft Deutschland und die „Stiftung Lesen“ zur Aufgabe gemacht. Mit der Bildungsinitiative „Schlaumäuse — Kinder entdecken Sprache“ sollen Kinder fit für ein digitales Zeitalter gemacht werden und ihre Neugier und Lesefreude durch interaktive Lernprogramme geweckt werden.

In Deutschland können 7,5 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben.

Von Uwe Driest

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