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Rügen Jubel für DDR-Stars in Dranske
Vorpommern Rügen Jubel für DDR-Stars in Dranske
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00:00 01.08.2016
Schlagerstar Hans-Jügen Beyer spannte bei seinem Auftritt den musikalischen Bogen von Rock über Folklore bis zur Klassik. Dem Publikum gefiel es. Quelle: Fotos: Anne Ziebarth

Dranske Seit 1993 gibt es die jährliche Boddenparty in Dranske bereits – und auch nach über 20 Jahren hat sie nichts von ihrem Reiz verloren. „Wir waren bereits 2015 hier, der Besuch im kommenden Jahr ist auch schon eingeplant“, sagte Heike Flemming aus Zittau, bevor sie weiter fröhlich zu den Liedern von Hans-Jürgen Beyer schunkelte. Der DDR-Schlagerstar präsentierte am Sonnabend ein großes Repertoire seiner größten Hits, aber auch Klassiker wie „Griechischer Wein“ oder den „Gefangenenchor“

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Bei Thomas Lück, Hans-Jürgen Beyer und der Band Karussell kamen Ostrock- und Schlagerfans auf ihre Kosten

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aus Verdis Oper Nabucco. Kurz nach seinem Auftritt wanderten die Blicke der gut 500 Gäste, die sich rund um das extra aufgestellte Zirkus-Festzelt eingefunden hatten, in luftige Höhen. Auf einem nur 16 Millimeter dicken Stahlseil vollführte Dean Schmidt waghalsige Kunststücke mit seinem Motorrad. Sein Vater Roland Schmidt blieb beim Anblick seines Sohnes, der bei aufkommenden Windböen sogar die weltweit einmaligen Standwaage mit dem Motorrad auf dem Hochseil zeigte, bemerkenswert ruhig. „Unsere Familie hat eine 316 Jahre alte Hochseiltradition. Das liegt uns im Blut“, sagte er. Windböen machten zunächst auch den Wassersportlern Sorgen, die traditionell mit ihrem Surf- und Kite-Testival für die sportlich-entspannte Seite der Boddenparty sorgen.

„Wir hatten aber doch 50 bis 60 Leute hier, die Stand-up-Paddling (SUP) ausprobiert haben. Das ist eine gute Beteiligung!“, meinte Florence Boinay von der Wassersportschule Rügen-Piraten. „Der Vorteil an diesem Sport ist, dass man ihn schnell erlernen kann und er etwas für die ganze Familie ist.“

Auch Claudia Bierwerth aus Putbus ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, hier einige Boards zu testen, schließlich überlegt sie sich, für ihre Familie ein Paddling-Board anzuschaffen. „Das aufblasbare Board hat mit tatsächlich am besten gefallen“, sagte sie. „Ich glaube das leihe ich mir gleich nochmal aus.“ Beim nachmittäglichen Einsatz der „Sea Shepherds“ am Boddenufer wurde ganz selbstverständlich eine Runde Müll gesammelt – eineAktion, bei der auch viele Besucher einfach mit anpackten. Wie wichtig eine intakte Natur für die Region Wittow ist, unterstrich auch Musikproduzent Thomas Stein beim Promitalk. „Ihr habt mit der Natur und den Möglichkeiten zum Sport hier solche Schätze in der Region“, riet er der Gemeinde Dranske. „Ihr müsst aber jetzt die Chance ergreifen, Kräfte bündeln und das besser nach außen transportieren.“ Moderator Lothar Kuhn hatte neben Stein, der in Lanken ein Ferienhaus besitzt, auch Thomas Lück, den bekannten DDR-Film und Schlagerstar zum Dransker Promitalk eingeladen. Kuhn führte mit lokeren aber auch ernsten und persönlichen Fragen durch das Gespräch. Angesichts der Ehrlichkeit der beiden „Thomase“wurde das Publikum auch mal nachdenklich. Stein berichtete zum Beispiel über die schwierige Situation als Promi echte Freunde zu finden, die dann auch in der Not da seien. Der in Dranske geborere Lück ergänzte: „Ja, wenn das Portemonnaie dick ist, kommen sie alle.“ Die beiden Musikprofis aus West und Ost trafen sich in Dranske zwar zum ersten Mal, spielten sich die Bälle auf der Bühne aber so gekonnt zu, dass es eine wahre Freude war. Als Stein zum Bespiel über Schwimm-Erfolge im Kraulen berichtete, grinste Lück nur. „Im Kraulen war ich auch immer ganz gut. Aber nicht im Schwimmen.“

Heiß erwartet bei der Boddenparty wurde auch der Auftritt der Kultrocker Karussell, die sogar mit eigenem Truck und Fanclub anrückten. Nach kurzer Verspätung (man munkelte, Bandmitglied Joe Raschke hätte ein kleines Nickerchen gemacht) eröffnete die Band ihren Auftritt mit den ersten Takten von „Als ich fortging“ und das Publikum brach sofort in Jubel aus.

Als sich schließlich die Dunkelheit über den Bodden legte, gab es für die Party-Gäste romantische Ausblicke. Segelschiffe, Motoryachten und Drachenboote waren festlich beleuchtet in See gestochen und zogen in einem Fackelkorso an der Boddenküste entlang. Vom Bodden aus wurde gegen 23.15 Uhr dann auch das Feuerwerk gezündet, das für viele „aahs“ und „oohs“ im Publikum sorgte. Mit Tanz im Festzelt und dem Auftritt der Ska-Band Bonfi Haifisch klang die Partynacht aus.

Anne Ziebarth

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