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Rügen Junge Helden kämpfen gegen Müll an Rügens Küste
Vorpommern Rügen Junge Helden kämpfen gegen Müll an Rügens Küste
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05:40 19.09.2016
Mitglieder des SEK Küstenputz der Schule Altenkirchen haben den Strand zwischen Varnkevitz und Arkona von Müll befreit. Quelle: privat
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Altenkirchen

Anlässlich des Internationalen Küstenputztages (Coastal Cleanup Day) haben am Sonnabend landesweit zahlreiche Aktionen zum Thema Meeresmüll stattgefunden. Von der Insel Rügen am Start war das Team der Regionale Schule „Windland“ Altenkirchen mit Mitgliedern seiner in der Region berühmten Aktionsgruppe „Sondereinsatzkommando Küstenputz (SEK)“. 21 Schüler der 5. bis 10. Klassen bilden gemeinsam das SEK-Kurs der Schule, treffen sich einmal pro Woche, um im Norden der Insel Strände zu reinigen, seltene Pflanzen zu kartieren und die Ergebnisse der Einsätze auszuwerten.

Vier Schüler des Sondereinsatzkommandos, zwei Eltern, drei Lehrer, der Hausmeister und zwei Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Güstrow haben den Strandbereich zwischen Varnkevitz und Arkona von allem Müll gereinigt. Hierbei wurden insgesamt acht blaue Säcke zusammengetragen.

Den angefallenen Müll erfassten die Schüler gleichzeitig in Müllmonitoringlisten, damit ein Vergleich zu vorangegangenen Jahren möglich ist. Neben großen Müllteilen, wie Kanistern, einem Sonnenschirm, Autoteilen und Grills, mussten vor allem in den Badeabschnitten 163 Zigarettenkippen, 137 Taschentücher, 122 Verpackungsmaterialien, 108 Folienteile und sechs Fäkaltüten mit Inhalt entsorgt werden.

Landesweit wurden am Samstag an den Stränden säckeweise Müll zusammengetragen. „Dabei waren Zigarettenkippen und Kunststoffreste die häufigsten Funde“, sagte die Geschäftsführerin der Umweltschutzorganisation BUND, Corinna Cwielag, am Sonntag.

An der Wohlenberger Wiek (Nordwestmecklenburg) hätten die Sammler trotz aufgestellter Müllkübel große Mengen Kunststoffmüll aus Verpackungen, defekte Campingausrüstungen, Reste von Surfboards und Sportbooten sowie Eisenschrott gefunden.

Vielen Strandgästen sei nicht bewusst, dass Zigarettenreste für Strandorganismen toxisch wirken, sagte Cwielag. Sie stellten aber auch für Kleinkinder ernsthafte Gefahren dar.

Auch große und kleine Kunststofffetzen seien problematisch. Sie werden durch Meer, Wind und Sonneneinwirkung zu Mikroplastik zerrieben. So könnten sie von Organismen aufgenommen und in der Nahrungskette angereichert werden.

„Wir fordern ein Verbot von Plastiktüten, Mikroplastik in Kosmetika, aber auch mehr Achtsamkeit an den Stränden und wirksame Maßnahmen zur Müllvermeidung, wie Mehrweggeschirr an Stränden“, sagte Cwielag.

Anne Friederike Ziebarth und dpa

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