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Rügen Junge Leute treffen ehemalige Zwangsarbeiter auf Rügen
Vorpommern Rügen Junge Leute treffen ehemalige Zwangsarbeiter auf Rügen
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12:44 14.05.2016
Schüler aus Deutschland und Polen befragen Elena Zheshko aus der Ukraine vor dem Rathaus in Sassnitz nach ihren Kindheitserinnerungen. Die heute 78-Jährige wurde in der NS-Zeit mit ihrer Familie zur Zwangsarbeit nach Rügen verschleppt. Quelle: Udo Burwitz
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Sassnitz

Aniela Luszczak (79), Alina Wiese (80) und Bodgan Olszewski (78) aus Polen haben nach mehr als sieben Jahrzehnten zum ersten Mal wieder ihren Fuß auf die Insel Rügen gesetzt. Während der NS-Zeit wurden sie als Kinder mit ihren Familien aus der Heimat zur Zwangsarbeit auf die Insel verschleppt. Mit jungen Leuten von Rügen und aus Stettin begaben sich die drei ehemaligen Zwangsarbeiter innerhalb einer Begegnungswoche auf Spurensuche. „Grenzen überwinden“ titelt das Projekt, das vom Dokumentationszentrum Prora bereits zum 13. Mal auf Rügen veranstaltet wurde.

Mit 24 Schülern der Regionalen Schule Sassnitz, vom Förderzentrum Bergen und dem staatlichen Berufsförderwerk Stettin suchten die drei ehemaligen Zwangsarbeiter aus Polen sowie Elena Zheshko (78) aus der Ukraine, die bereits zum zweiten Mal an diesem Treffen teilnahm, die ehmaligen Gutshöfe auf Rügen auf, auf denen ihre Eltern während des Krieges Zwangsarbeit verrichten mussten. Die Schüler interviewten die ehemaligen Zwangsarbeiter und nahmen deren Kindheitserinnerungen mit erschütternden Berichten über Misshandlungen und Drangsalierungen mit der Kamera auf. Außerdem gestalteten sie eine Ausstellung über die Begegnungswoche, die jetzt an den teilnehmenden Schulen gezeigt werden soll.

Zum Abschluss der Woche empfing der Sassnitzer Bürgermeister Frank Kracht (Linke) die Teilnehmer. Er betonte, dass es wichtig sei, den jungen Menschen auf diese Weise Geschichte näher zu bringen. So werde sie für die Jugend zu einer lebendigen und erlebbaren.

Burwitz, Udo

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