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Rügen Justin Bieber immer in Griffweite
Vorpommern Rügen Justin Bieber immer in Griffweite
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03:32 11.09.2013

Wenn „Sachsen-Kiter“ Martin Feldt morgens aufwacht, weiß er sofort, ob Surf-Wetter ist. Er wirft nur einen Blick auf den Startbildschirm seines Handys und schon zeigt ihm ein kleines Fenster, auch Widget genannt, wie stark der Wind in der Nähe von Patzig weht. Die Informationen sucht ein Wetterprogramm unaufgefordert aus dem Internet zusammen und bringt es permanent auf den Startbildschirm des 29-jährigen Bergeners.

Dieser so genannte „Homescreen“ ist etwas sehr persönliches: Jeder Nutzer richtet sich die erste Seite seines Handys entsprechend den eigenen Vorlieben ein — mit Widgets, Schnellzugriffen und Hintergrundbildern. Weil Smartphone und Tablet-PC als universeller Begleiter auf dem besten Weg sind Computer, Schulranzen und Brieftaschen zu ersetzen, hat sich die OSTSEE-ZEITUNG die Startbildschirme von fünf jungen Rüganern angeschaut. Die meisten sind kreativ gestaltet und erzählen kleine Nutzungsgeschichten.

Auf der ersten Seite von Martin Feldt, sticht gleich der Kiteschirm im Hintergrund ins Auge. „Es ist mein eigener“, sagt der Bergener. „Das Foto habe ich in Martinshafen gemacht. Die Kiteleidenschaft des gebürtigen Sachsen spiegelt sich auch durch die Wetter-App wieder. Sonst hat er etliche Sport-Apps drauf. „Die brauche ich für mein Laufen. So kann ich verfolgen, wie viele Kilometer ich gemacht habe. Sonst nutze ich noch eine andere App mit lustigen Videos.“ Beim Kauf achtete er besonders auf die Größe des Displays. „Sind die optischen Tasten zu klein, drücke ich Sachen doppelt.“

Ein Smartphone für kleine Hände braucht hingegen die 11-jährige Emelie Schüler. Ihr erstes bekam sie zum Geburtstag, seitdem hängt sie täglich im Internet ab. Und dies auch in der Schule. „Eine meiner wichtigsten Apps nennt sich Pou“, sagt Emelie Schüler. „Mein Vater nennt das Programm einfach „Klumpen“. Mir macht es aber Spaß das kleine Handy-Alien zu pflegen und zu füttern. Nur manchmal nervt das Programm. Abstellen möchte ich es aber nicht. Dann müsste ich Pou ja löschen.“ Auch die 6. Klässlerin hat einen kreativen Hintergrund: Die Kulisse der Störtebeker Festspiele. „Das Bild ist ein Andenken an Störti. Ich will Schauspielerin werden.“

Ein spannendes Motiv hat auch Jupp Kintzel. Auf der Rugardbühne hat der 12-Jährige ein Foto von Rap-Musiker „Cro“ geknipst. Dieses versteckt sich nun hinter seinen Apps. „Leider ist es schräg“, sagt Kintzel. „Ich habe ihn nicht besser vors Handy bekommen.“ Kintzel kann ohne seinen smarten Begleiter kaum noch leben. „Der Kalender ist am wichtigsten. Er erinnert mich an Termine. Sonst nutze ich noch Facebook, aber nicht im Unterricht.“

Dies macht hingegen Kumpel Fiedje Herold. Der Gymnasiast nutzt sein Handy aber hauptsächlich als Uhr. „Weil in vielen Räumen keine mehr hängt“, sagt Fiedje Herold. Interessant an seinen Handy ist, dass sich die Startseiten gegenseitig kommentieren. Steht auf der ersten Seite „I love Justin Bieber“, so folgt auf der zweiten „I think he is gay!“. „Mit Android als Betriebssystem bin ich zufrieden. Leider werden die Spiele schnell langweilig“, kritisiert er.

Kay Steinke

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