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Kieler Bach: Steg zum Abstieg wird verlegt

Sassnitz Kieler Bach: Steg zum Abstieg wird verlegt

Abgang am Königsstuhl ist in den Folgejahren das nächste größere Sanierungsvorhaben im Nationalpark.

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Umweltminister Till Backhaus und Sassnitz' B�rgermeister Dieter Holtz befestigen mit vereinten Kr�ften die letzte Latte des Gel�nders f�r den Abstieg am Kieler Bach.

Quelle: Chris-Marco Herold

Sassnitz. Am Kieler Bach kommen die Wanderer wieder sicheren Fußes ans Ufer der Kreideküste. Der Abstieg ist erneuert. „Aber das Gesamtvorhaben ist noch nicht beendet“, macht Ingolf Stodian deutlich. „Wir müssen noch den Steg, der über den Kieler Bach hin zum neuen Abstieg führt, erneuern“, kündigt der zuständige Dezernent für den Nationalpark Jasmund im Nationalparkamt Vorpommern weitere Bauarbeiten in der Stubnitz an. Seinen Worten zufolge solle mit den entsprechenden Arbeiten in der nächsten Zeit begonnen werden.

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„Ich hab einen“: Till Backhaus ist auf der Suche nach einem Hühnergott fündig geworden.

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Es sind Arbeiten, die von der Natur aufgezwungen wurden. „Von der einen Seite drückt uns das Hangquellmoor ständig den Bohlensteg zur Seite“, macht Stodian deutlich. Und kennt auch schon die Lösung:

„Wir gehen dem Berg aus dem Weg, also diagonal über das Tal hinweg.“

Der jetzt sanierte Weg an der Kreideküste existiert bereits seit mehr als 100 Jahren. Und im Mündungsbereich des Kieler Baches wurde noch Anfang des 20. Jahrhunderts Kreide abgebaut. Beschwerden der Anwohner wegen der Unpassierbarkeit auf dem Hochuferweg führten zur Einstellung des Abbaus.

In den sechziger Jahren gab es noch die Möglichkeit, über Erdstufen den Strand zu erreichen. Durch Küstenrückgänge wurde dies aber immer komplizierter. Anfang der neunziger Jahre wurde dort schließlich ein Seil angebracht, damit Spaziergänger den untersten Teil überwinden konnten. Zumeist war es nur möglich, ans Ufer hinunter zu gelangen. Eher schwierig gestaltete sich der Aufstieg am Seil. Es folgten Leitern. Und die stetig steigende Höhe bedingte schließlich 1999 den Treppenbau. Rein technisch gesehen, war dieses Bauwerk, das angeseilte Ranger der Nationalparkverwaltung errichtet hatten, eine Leiter mit Stufen — die nunmehr das Zeitliche gesegnet hatte und erneuert werden musste.

Beim Abstieg von der letzten Plattform handelt es sich um eine Stahl-Eichenholzkonstruktion. „Der Einsatz von unbehandeltem Holz war dabei selbstverständlich. Dort, wo der ausschließliche Einsatz von Holz nicht genügend Stabilität und Dauerhaftigkeit gewährleistet, ergänzen nun Stahlkonstruktionen die Bauwerke“, macht Till Backhaus (SPD), Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, deutlich.

Im Zusammenhang mit der Freigabe des Abstieges am Kieler Bach wirft aber auch schon ein weiteres größeres Sanierungsvorhaben seinen Schatten voraus. „In den nächsten Jahren steht der Abstieg am Königsstuhl im Fokus der Sanierungsmaßnahmen. Der Umfang der dort zu leistenden Arbeiten übersteigt schon wegen der zu überbrückenden Höhendifferenz ein Vielfaches des Projektes am Kieler Bach“, weiß

Backhaus.

Den kleinsten Nationalpark Deutschlands sollen sich die Sassnitzer und ihre Gäste künftig von der Waldhalle aus erobern können. Das traditionsreiche Ausflugslokal ist seit Donnerstag der vergangenen Woche im Besitz der Stadt Sassnitz. „An dem Tag ist es uns übergeben worden“, sagt Sassnitz‘ Bürgermeister Dieter Holtz (Linke).

In der Folge solle die „Waldhalle“ zum Eingangstor in das Welterbe werden. Das mit diesem Titel geadelte Gebiet beginnt wenige Meter vom Haus entfernt an der Kreideküste. Im Idealfall wandert der Spaziergänger von der Stadt am Hochuferweg oder auf dem Mittelweg bis zur „Waldhalle“. Dort bekommt er in einer kleinen Ausstellung Informationen über das Weltnaturerbe und die Stubnitz, kann einen kleinen Imbiss aufsuchen oder die Toiletten, die in einem separaten Gebäude auf dem Gelände entstehen sollen.

Fachleute aus der Region verlegten die letzten Stufen bis zum Ufer

103 Stufen liegen zwischen dem Hochufer und dem Strand entlang der Rügener Kreideküste. Die Treppe mit ihren 64 Stufen samt Nebenanlagen haben tatkräftige Ranger des Nationalparkamtes Vorpommern im vergangenen Jahr eigenhändig erneuert. Für die kniffligen 39 Stufen des Abstieges hinunter zum Kieler Ufer war dagegen das Wissen und Können von Holzfachleuten gefragt. Und die kamen — ganz regional — von der Insel Rügen.3Möglichkeiten gibt es, um den Hochuferweg in der Stubnitz zu verlassen und den Strand entlang der rügenschen Kreideküste zu gelangen. Abstiege gibt es neben dem am Kieler Bach auch am Sassnitzer Wedding sowie am Königsstuhl.

Diese Abstiege sind Wind und Wetter ausgesetzt und müssen deshalb von Zeit zu Zeit immer wieder erneuert werden. Die Treppe am Kieler Bach hat den gewaltigen Kräften der Natur 13 Jahre lang getrotzt. Wer die Abstiege nutzt, tut dies auf eigene Gefahr.

Chris-Marco Herold

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