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Rügen Kloster im Wartestand
Vorpommern Rügen Kloster im Wartestand
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00:00 01.12.2017

Für Rambin ist das Kloster St. Jürgen am Ortsrand ein historischer Schatz – für die Mieter in den Häusern ein Kampf mit dem Verfall. Die Stadt Stralsund, Eigentümerin der 2,4 Hektar großen Anlage, steckt nicht viel Geld in den Erhalt. Für sie ist es ein zu vermarktendes Objekt.

Seit Jahren versucht die Hansestadt, für das Klosterareal aus dem 14. Jahrhundert mit Kapelle und sechs historischen Wohngebäuden einen Investor zu finden. Haken an der Sache: Alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz, auch die gesamte Parkanlage mit Obstwiesen, Nutzgärten und ihrem alten Baumbestand aus der Gründungszeit des Klosters. 16200 Euro an jährlichem Erbpachtzins verlangt die Hansestadt für eine Laufzeit von 50 Jahren. „Ein schwer zu vermarktendes Projekt,“ weiß André Kobsch, Leiter der Abteilung Liegenschaften. Wer hier etwas bauen oder am Bestand etwas verändern will, muss sich mit dem Denkmalschutz auseinandersetzen.

Zudem verursacht die nahegelegene neue Bundesstraße einen nicht zu überhörenden Geräuschpegel. Eine im Oktober vorgestellte Investition reduziert sich inzwischen auf die Planungsidee eines nicht genannten Projektentwicklers. Der will hier Wohnhäuser für altersgerechtes Wohnen errichten und sucht einen Investor. Neben der Hürde, die der Denkmalschutz auferlegt, will auch Rambin gefragt werden. Gemeindevertreter Wolfgang Meyer verweist auf die Planungshoheit der Gemeinde: „Stralsund muss uns in die Pläne einbeziehen. Bei Projekten, die den historischen Wert der Klosteranlage beschädigen, könnten wir auch Nein sagen.“

Neben den Bestrebungen Stralsunds entwickelt sich gerade eine bürgerschaftliche Initiative, für die sich Anwohner und andere Rügener interessiert zeigen. Anregung für alternative Entwicklung und Finanzierung gibt Matthias-Martin Lübke, der schon ähnliche Projekte begleitet hat.

fl

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