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Kollisionen mit Wildtieren auf Rügen nehmen zu

Bergen Kollisionen mit Wildtieren auf Rügen nehmen zu

Allein seit dem vergangenen Wochenende kam es auf der Insel zu 14 gemeldeten Unfällen. Dunkelziffer könnte dreimal so hoch sein.

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Wildunfälle nehmen zu

Quelle: Adac

Bergen. Gleich 14 gemeldete Wildunfälle ereigneten sich seit Freitag auf der Insel Rügen. Elf davon allein in seinem Bereich teilt Mario Ullrich mit. Offenbar seien vor allem Rehe dieser Tage viel unterwegs – vor allem in der Dämmerung und den Nachtstunden. Der Bergener Hauptrevierleiter appelliert daher an Autofahrer, „gerade Waldgebiete besonders achtsam zu durchfahren, die Geschwindigkeit zu senken und in Bremsbereitschaft zu sein“. Die zunehmende Aktivität der Tiere erklärt Kreisjägermeister Holger Nebel mit dem Jahreswechsel. Über den Winter schlössen sich die Familienverbände aus Gründen der Arbeitsteilung zusammen. „Dann wachen immer zwei und das restliche Rudel ruht sich aus, um Energie zu sparen.“Mit dem eintretenden Frühling aber würden die Böcke den Burgfrieden aufkündigen und um die attraktivsten Reviere und damit weiblichen Tiere buhlen. „Die Karten werden neu gemischt und die künftige Sozialstruktur ermittelt.“ Am Ende separieren sich die schwächeren Böcke, denen die unruhigen Reviere entlang der Straßen zufallen.

 

OZ-Bild

Im vergangenen Jahr wurden auf Rügen 740 Wildunfälle bekannt

Aufgrund der Bejagung wurden die Tiere nachtaktiv und zogen sich in den Wald zurück.Vor allem in den Morgenstunden und der Dämmerung aber wechseln die hungrigen Tiere auf Flächen, auf denen jetzt frisches Grün entsteht und Wildschweine wissen den immer energiereicheren Mais sehr zu schätzen, weiß Nebel. Nicht zuletzt würden die Tiere auch die zunehmende Wärme außerhalb des Waldes genießen. Im vergangenen Jahr sind für die Revierbereiche Bergen (460) und Sassnitz (280) etwa 740 Wildunfälle bekannt geworden. Bis Ende April dieses Jahres rummste es bereits 200 mal. Seltener handelt es sich dabei um Rot- oder Damwild, das vor allem in Stubnitz und Granitz zuhause ist. Häufiger um Rehwild das auch im Waldstück zwischen Sehlen und Putbus sowie den Naturerbeflächen von Prora lebt.

Haftplicht kommt für Schäden durch Wildunfälle nicht auf

Chris Ole Ott geht von einer um das Dreifache höheren Dunkelziffer aus. „Kommt es während Alkohol- und Drogenfahrten zu einem Unfall oder handelt es sich um kleinere Tiere wie Fuchs und Marder, die keinen großen Schaden verursachen, fahren die Leute einfach weiter“, weiß der Vorsitzende des Kreisjagdverbands Rügen. „Dann verenden die Tiere qualvoll im Gebüsch.“ Aber auch, wenn die Fahrzeughalter nicht über eine Kaskoversicherung verfügen, würde das Gaspedal oftmals durchgetreten. Die Kfz-Haftpflicht zahlt den Schaden nämlich nicht und der Halter muss ihn selbst tragen. Die Haftplicht kommt grundsätzlich nur für Sach- und Personenschäden auf, die durch das versicherte Auto verursacht wurden. Eine Teilkasko-Versicherung hingegen trägt die Kosten für den Wildunfall. Dabei entstehen dem Versicherungsnehmern weder finanzielle Nachteile für künftige Beitragsrechnungen noch erfolgt eine Herabstufung der Schadenfreiheitsklasse. Um die Häufigkeit von Kollisionen mit Tieren im Straßenverkehr zu mindern, wird auf Rügen neben der Aufklärung von Autofahrern auch auf die Wirkung blauer Reflektoren gesetzt. Die sollen das Licht der Scheinwerfer nahender Autos in den Wald lenken und das Wild verschrecken. „Wir wollen die Wirkung dieser Wildwarnreflektoren auf der Kreisstraße 15, die von Bergen über Tilzow, Ketelshagen und Güstelitz nach Putbus führt, nach drei Jahren auswerten“, sagt Chris Ole Ott. Der Modellversuch hat allerdings gerade mal Halbzeit und die Auswertung kann erst in anderthalb Jahren beginnen.

Uwe Driest

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