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Rügen Kossert besteht Staffelpremiere in Neubrandenburg
Vorpommern Rügen Kossert besteht Staffelpremiere in Neubrandenburg
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00:00 02.02.2018
Sellin

Es ist jedesmal eine Herausforderung für Georg Kossert, wenn er bei einem Wettkampf an den Start geht. Der 62-Jährige vom Schul- und Sportverein Binz hat sich bewusst die technisch anspruchsvollen Disziplinen der Leichtathletik ausgesucht und versucht diese auch noch im gehobenen Alter zu meistern. Dazu gehören Hürdenlauf, Dreisprung und Hammerwerfen.

Aber auch in den anderen Wettbewerben, wie Kugelstoßen oder Fünfkampf, hat Kossert schon Meisterschaften gewonnen. So wurde der Selliner 2015 Norddeutscher Meister im Weitsprung in der Altersklasse 60 bis 65 Jahre. Als neue Aufgabe hat er jetzt auch noch den Staffellauf in sein Programm aufgenommen. Um auch hier konkurrenzfähig zu sein, hat er sich mit den drei schnellsten Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern zusammengetan und startet mit ihnen ab sofort über die viermal 100, 200 und 400 Meter. „Der Staffellauf über 200 Meter wird nur in der Halle gelaufen und hat auf der Bahn keine Bedeutung“, erzählt Kossert.

Der älteste Sprinter in der nun neu aufgestellten Staffel ist der 69-jährige Dr. Wolfgang Mayer aus Greifswald. Neben ihm sind noch die beiden Rostocker Dr. Gottfried Behrens und Michael Walden im Team. Ohne gemeinsame Vorbereitung lief die Staffel bei den Hallenlandesmeisterschaften in Neubrandenburg die neue Landesbestzeit in der Altersklasse 60 bis 70 Jahre.

Als Schlussläufer konnte Kossert dabei auf die Leistungen seiner Vordermänner vertrauen und den Sieg sicher über die Ziellinie bringen. „Um das richtig einzuordnen kann man sagen, dass im vergangenen Jahr nur eine Staffel in dieser Altersklasse schneller gelaufen ist als wir“, sagt Kossert. Dabei hakte es bei dem Team, was zum ersten Mal gemeinsam in der Staffel lief, noch gehörig bei der Übergabe des Staffelstabs.

Unter dem Namen „Startgemeinschaft Ostseeland-Masters“ wollen die vier in dieser Saison weitere Wettkämpfe bestreiten. Nächstes Ziel sind die gemeinsamen Landesmeisterschaften der Verbände aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am 10. Februar in Hamburg.

Nach den Wettbewerben in Neubrandenburg ging Kossert bei den offenen Landesmeisterschaften von Berlin und Brandenburg an den Start. Auch hier waren seine drei Mitstreiter aus der Staffel am Start, jedoch in der Altersklasse 65 bis 70 Jahre und somit nicht in der Altersklasse des Selliners.

Doch auch ohne die Wiederholung eines Staffelerfolgs war es für Kossert eine sehr erfolgreiche Reise in die Bundeshauptstadt. Ohne sich speziell auf den Wettkampf vorzubereiten, gelang es ihm über 60 Meter Hürden, mit einer Zeit von 12,66 Sekunden einen neuen Landesrekord von MV für über 60-Jährige aufzustellen.

Trotz der starken Zeit reichte es gegen die Berliner nur für die Bronzemedaille. Mit Silber im Weitsprung (4,47 Meter) und einer weiteren Bronzemedaille im Kugelstoßen (10,63 Meter) zeigte sich Kossert zufrieden: „Mit den Ergebnissen kann ich sehr gut leben. Vor allem ohne die spezielle Vorbereitung.“ Im 60-Meter-Sprint lief er mit 8,92 Sekunden erneut unter die Neun-Sekundenmarke, was für ihn die dritte Bronzemedaille in Berlin bedeutete.

Damit hat der Seniorensportler in dieser Hallensaison bereits im Dreisprung, Weitsprung, 60-Meter-Lauf und im Hürdenlauf die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften Anfang März in Erfurt in der Tasche.

In der deutschen Rangliste der Altersklasse 60 bis 65 Jahre für die Hallensaison 2017/2018 liegt er im Weitsprung auf dem vierten Platz. Aber auch in den anderen Disziplinen konnte er sich weiter nach vorne schieben und liegt auf guten Positionen.

Der Wettkampf in Berlin endete für Kossert mit gemischten Gefühlen. Mit einer Höhe von 1,25 Meter im Hochsprung holte er sich erneut die Bronzemedaille. Die Ziele waren jedoch anders gesteckt:

„Eigentlich hatte ich mir 1,35 Meter vorgenommen. Die habe ich im Training auch schon gemeistert. Leider ging das nicht.“

Nach seinem erfolgreichen Versuch über die 1,25 Meter hatte er den Wettkampf sicherheitshalber aufgrund einer Zerrung abbrechen müssen.

Niklas Kunkel

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