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Kreis bringt „Eisenbahn-Erlebnislandschaft“ auf den Weg

Putbus Kreis bringt „Eisenbahn-Erlebnislandschaft“ auf den Weg

In Putbus könnten die alten Betriebsgebäude auf dem Bahnhof in ein Museum mit Erlebnisbereich umgewandelt werden. Die Werkstätten des „Rasenden Rolands“ sollen ans andere Ende des Bahnhofs verlagert werden.

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Die alten Werkstattgebäude könnten künftig zu einer Eisenbahn-Erlebnislandschaft umgestaltet werden.

Quelle: Anne Ziebarth

Putbus. Putbus (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll eine Eisenbahn-Erlebnislandschaft bekommen. In der vergangenen Woche hatte der Landkreis die notwendigen Mittel für die Erstellung eines Konzepts bereitgestellt.

Die Planungen betreffen die Gebäude am Putbuser Bahnhofskopf in Richtung Lauterbach, in denen derzeit die Lokwerkstatt untergebracht ist. Sie könnten in einen Museums- sowie Eisenbahn-Erlebnisbereich umgestaltet werden. Sowohl der Förderverein als auch der Betreiber Pressnitztalbahn verfügen über ältere Loks und Waggons. Teile hiervon befinden sich im Eigentum des Landkreises und sind nicht betriebsfähig, sie könnten in der Eisenbahn-Erlebnis-Landschaft eine neue Heimat finden.

Die dafür vorgesehen Gebäude werden in den kommenden Jahren leergezogen, da die Rügener Kleinbahn ein moderneres Betriebsgebäude am Bahnhof Putbus erhalten soll. „Die Gebäude stammen teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert und sind den heutigen Erfordernissen eines effizienten und nachhaltigen Eisenbahnbetriebes auf Dauer nicht länger gewachsen“, erklärt Kay-Uwe Hermes, Eigenbetriebsleiter Infrastrukturverwaltungsbetrieb Rügener Kleinbahn. „Wir planen eine neue, zeitgemäße Betriebswerkstatt am anderen Ende des Bahnhofs, am Bahnhofskopf in Richtung Bergen/Göhren.“

Mit der Umnutzung der alten Gebäude hat man gleich zwei Probleme gelöst. „Ein Abriss der alten Anlagen ist aus Gründen eines harmonischen Gesamterscheinungsbildes des Bahnhofs Putbus keinesfalls anstrebenswert“, meint Hermes. Das käme auch allein schon aus denkmalschutzrechtlichen Belangen heraus nicht in Frage. Zum anderen würde sich die touristische Attraktivität des Bahnhofs in Putbus deutlich erhöhen. „Der südöstlichen Streckenabschnitt Göhren – Binz besitzt aufgrund seiner Seebäder Göhren, Sellin, Baabe und Binz sowie mit dem in Streckennähe befindlichen Jagdschloss Granitz eine sehr hohe touristische Attraktivität“, so Hermes. Im Bereich Putbus sei die Bahn selbst der Hauptanziehungspunkt. Da liege es nahe, das Potential für den Ort auch auszuschöpfen.

Die Bürgermeisterin von Putbus unterstützt die Planungen. „Dann wird der Rasende Roland nicht nur beliebtes Fotomotiv sein, sondern könnte auch im Lokschuppen oder in der Wagenwerkstatt genauer unter die Lupe genommen werden“, meint sie. „ Das hier großes Interesse besteht, zeigen ja die jährlichen Besucherzahlen des beliebten Bahnhofsfestes. Die jetzigen historischen Betriebsanlagen in einen Museums- sowie Erlebnisbereich umzugestalten wird unsere Stadt bereichern.“

 



Ziebarth, Anne Friederike

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