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Rügen Kugelstoßer starten gern auf Rügen
Vorpommern Rügen Kugelstoßer starten gern auf Rügen
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00:01 12.02.2018

Das Kugelstoßmeeting „Weltklasse in Sassnitz“ besitzt seit Jahren einen hervorragenden Ruf bei den Athleten. Auch in diesem Jahr waren mit Anita Marton und David Storl Welt- und Europameister am Start. Wie schon im Vorjahr gewannen die beiden Favoriten ihren Wettkampf. Während sich die Ungarin Marton mit 18,87 Metern über eine neue Weltjahresbestleistung freute, war Storl mit 20,58 Metern nicht zufrieden: „Ich war 14 Tage am Rücken verletzt, dafür war es in Ordnung. Ich bin noch nicht im Wettkampfmodus.“

Trotz der beiden Stars waren die Organisatoren nicht ganz zufrieden mit der Besetzung. „Wir hatten leider kurzfristig einige Ausfälle, die wir so schnell nicht nachbesetzen konnten. Das Starterfeld kann sich trotzdem sehen lassen“, meinte Meetingchef Rolf Erler vor dem Wettkampf. Absagen musste u.a. Lokalmatadorin Claudine Vita vom SC Neubrandenburg.

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl – bei den Männern starteten nur vier, bei den Frauen fünf Aktive – wurde der Wettkampfablauf geändert. Statt in getrennten Wettbewerben, starteten Männer und Frauen gleichzeitig. Ungewohnt für die Sportler, aber kein Problem für die durchweg gut gelaunten Profis. Besonders der Neubrandenburger Patrick Müller freute sich, mal wieder in der Nähe seiner Heimat einen Wettkampf zu bestreiten: „Seit ich in Erfurt trainiere, komme ich kaum noch hier oben in den Norden. Da macht es Spaß, die Familie zu sehen und bei meiner Mutter was Gutes zu essen.“

Über seine Leistung im Ring war der 21-Jährige dagegen überhaupt nicht glücklich. Am Ende standen für ihn nur 18,98 Meter und der vierte Platz zu Buche. Damit blieb er über einen Meter hinter seiner persönlichen Bestweite (20,14). Für ihn liegt der Fokus jedoch auf der deutschen Hallenmeisterschaft in der kommenden Woche und auf der Heim-EM in Berlin im August.

Auch Storl konzentriert seine Saison auf den Höhepunkt im Sommer. Nach Sassnitz kommt der gebürtige Rochlitzer aber jedes Jahr wieder sehr gern: „Die Anreise ist für mich zwar relativ weit, aber es lohnt sich einfach. Kugelstoßen macht am meisten Spaß, wenn die Fans ganz nah dran sind und man die Stimmung richtig aufsaugen kann. Das macht dieses kleine Meeting immer zu etwas Besonderem.“Eine noch weitere Anreise nahm der zweitplatzierte Andrej Gag auf sich, um in Sassnitz an den Start zu gehen. Der Rumäne war der einzige Gegner, der Storl gefährlich werden konnte. Im fünften Versuch gelangen ihm 19,83 Meter, damit lag er nur 34 Zentimeter hinter seiner persönlichen Bestmarke aus dem Jahr 2014. „Es war ein guter Wettkampf und ich komme gerne hier her. Es macht einfach viel Spaß“, lobte der 26-Jährige die Veranstaltung.

Bei den Frauen war erneut Anita Marton aus Ungarn nicht zu schlagen. Der Starterin vom Begescabai AC gelang mit ihrem letzten Stoß das Highlight des Tages. Sie brachte die vier Kilogramm schwere Kugel auf eine Weite von 18,87 Meter – Weltjahresbestleistung! Das begeisterte neben den Zuschauern auf den gut gefüllten Rängen in der Dwasieden-Sporthalle auch Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss (Neubrandenburg). Ihr Meetingrekord von über 20 Metern war aber nicht in Gefahr. Wie bei den Männern entwickelte sich auch bei den Frauen schon früh ein Zweikampf. Einzige Gegnerin auf Augenhöhe Martons war die Chinesin Gao Yang. Yang startet seit diesem Jahr für den SC Neubrandenburg und bestritt in Sassnitz ihren ersten Wettkampf für den neuen Verein. Mit 17,88 Metern fehlte ihr am Ende aber ein ganzer Meter, auf die Hallenweltmeisterin Marton.

Für die einzige deutsche Starterin im Feld, Katharina Maisch, war das Niveau ihrer Gegnerinnen noch zu hoch. Die 20-Jährige Nachwuchsstoßerin aus Metzingen brachte die Kugel auf 15,62 Meter und landete damit abgeschlagen auf dem fünften Platz.

Niklas Kunkel

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