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Prerow Alles auf Start: Vom Darß in die Charts

Sebastian Hämer arbeitete mit Moses Pelham zusammen und stand beim Bundesvision Song Contest auf der Bühne / Im Mai erscheint sein viertes Album

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Sebastian Hämer in den Dünen am Fischerstrand von Prerow. Hier findet der 38-Jährige Inspiration für seine Texte.

Quelle: Fotos: Elke Erdmann

Prerow. Seit mehr als zehn Jahren ist Sebastian Hämer im Musik-Geschäft unterwegs. Erstmals bekannt wurde er durch seine Teilnahme am ZDF-Gesangswettbewerb „Die deutsche Stimme 2003“. Seitdem stand er auf zahlreichen Bühnen der Republik, nahm 2010 beim Bundesvision Song Contest von Stefan Raab und 2012 bei „The Voice of Germany“ teil. Doch seine Heimat hat der 38-Jährige, der im Mai sein viertes Album veröffentlicht, nie vergessen.

OZ-Bild

Sebastian Hämer arbeitete mit Moses Pelham zusammen und stand beim Bundesvision Song Contest auf der Bühne / Im Mai erscheint sein viertes Album

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„Wenn ich im Studio nicht klar komme, gehe ich ans Wasser“, sagt der Sänger. „Ich setze mich in die Dünen am Fischerstrand von Prerow und schreibe meine Texte.“ Nur fünf Minuten Fußweg von der Ostsee entfernt steht das rohrgedeckte Elternhaus. Dort wuchs Sebastian auf, besuchte die Schule im Seeheilbad Zingst. Die vom Vater und Großvater Hardt-Waltherr Hämer vererbte Legasthenie hemmte ihn. Im Prerower Hotel Travel Charme Bernstein ließ er sich zum Hotelfachmann ausbilden. Doch das war es nicht, was er wirklich wollte. „In der Karaoke Bar in Rostock habe ich entdeckt, dass ich singen kann.

Da war ich 20. „Forever love“ von Gary Barlow war der erste Song, den ich dort gesungen habe.“ Zu einem Geburtstag wünschte sich Sebastian eine eigene Tonstudioaufnahme. Da spürte er seine Musik im Blut und wusste, dass er Sänger werden wollte. Sebastian Hämer startete mit einer Ich-AG, richtete sich in einer alten Garage ein Studio ein und arbeitete drei Jahre intensiv an seiner Musikkarriere.

„Ich musste alles neu lernen, singen, schreiben, produzieren.“ Seine Texte schöpft er aus tiefster Seele. Er reflektiert sein Leben und erreicht damit die Zuhörer. Die Fans drehen auf, wenn „Alles neu, alles auf Anfang“ im Radio läuft. „Ich komm grad von da, wo der Pfeffer wächst“, beginnt dieses Lied. „Es war eine schwierige Zeit, als es entstand“, sagt Hämer rückblickend. „Ich schrieb mehr als 120 Songs, die nie rausgekommen sind. Aber von den besten habe ich eine Platte gemacht.“ Die gelangte ohne sein Wissen an den deutschen Rapper und Musikproduzenten Moses Pelham, der ihn unter seine Fittiche nahm. Dann kam der erste Song „Sommer unseres Lebens“, die erste Platte „Der fliegende Mann“ folgte. Ein voller Erfolg ist sein Lied „Ich & Du“. „Es hat Goldstatus erreicht, fast Platin“, sagt der 38-Jährige mit der unverkennbaren Bassstimme. Er sang es auf der Bühne am Brandenburger Tor zur Silvesterparty 2016 vor neun Millionen Zuschauern und eine Neuauflage, eine eigene Version von „Ein bisschen Frieden“ mit Freigabe des Musikproduzenten Ralph Siegel. „Es gab leider noch nie eine Zeit ohne Krieg auf der Welt. Der Text bringt auf den Punkt, was sich Millionen Menschen wünschen. Ich bin dankbar dafür, dass ich den Song als erster nach Nicole covern und musikalisch modern gestalten durfte.“

Am Rechner und Synthesizer vertonte er auch das plattdeutsche Gedicht „Fru Einsamkeit“, das die Zingster Heimatdichterin Martha Müller-Grählert schrieb. Es beginnt mit den Verszeilen: „An’n Strand, wo de Dünen in’n Schummern stahn, / Un de Wellen eintönig kamen un gahn, “ Die Dichterin fühlte sich am Schluss ihres Lebens verloren und allein. Sebastian Hämer hat seinen Lebensmittelpunkt in Berlin-Charlottenburg, aber sein Zuhause ist der Darß, wo die Wellen eintönig kommen und gehen, wo er Impulse für seine Texte empfängt. „Alles auf Start“ heißt nun sein viertes Album.

Elke Erdmann

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