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Alt Sassnitz: Feiern im Licht des Vollmonds

Sassnitz Alt Sassnitz: Feiern im Licht des Vollmonds

Musik, Theater und Lesungen im historischen Viertel / Verborgene Gärten öffnen ihre Pforten

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Vollmondlicht über Alt Sassnitz – das wird am Montag in dem historischen Viertel gefeiert. FOTOMONTAGE: HEIKO KLEIN

Sassnitz. Ach, würde doch diese Wetterprognose stimmen – Marlen Melzow und ihre Mitstreiter von der Initiative „Ein Herz für Alt Sassnitz“ würden ihnen sämtliche Patzer der vergangenen Wochen verzeihen. Die Nacht vom Montag zum Dienstag soll klar werden. Die Sassnitzer wollen an diesem Abend feiern. Alles ist organisiert, nur das Erscheinen des Hauptakteurs ist unsicher: Ob der Mond beim Vollmondfest wirklich über dem Meer zu sehen sein wird, hängt schlicht vom Wetter ab.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte es geklappt. Als der Mond zartrosa aufging, spendeten die Besucher, die das Schauspiel von verschiedenen Orten der Altstadt verfolgten, spontan Beifall.

„Die Veranstaltung ist so gut angekommen, obwohl wir zu der Zeit noch viel improvisieren mussten“, erinnern sich Marlen Melzow und Helga Bienecke. Zahlreiche Gäste und vor allem auch viele Einheimische bummelten durch die Gassen und am Ostseeufer entlang. Genau so hatten es sich die Organisatoren vorgestellt: „Wir wollen mit solchen Aktionen das hochattraktive Quartier beleben.“ Dazu gehört eben auch, dass die Hafenstädter den Charme des alten Herzens von Sassnitz für sich entdecken. Auch das hat offenbar funktioniert. „Wir wurden nach der Premiere so oft angesprochen – die Leute haben sich eine Wiederholung gewünscht.“

Die wird es ab Sonntag geben. Dann beginnt das Fest, auch wenn der Vollmond erst am darauffolgenden Abend zu beobachten ist, mit Ausstellungen. Die vier Jasmunder Fotografen Diana Klemm, Xenia Meischner, Christian Thiele und Karsten Bartel werden an verschiedenen Orten der Altstadt unter dem Titel „Traumrauschen“ Bilder vom Mond, dem Wasser, der Nacht und dem Meer zeigen.

Sassnitz-Fotografien aus den 80er Jahren und ein Videoporträt über den legendären Schrankenwärter Franz Schulz präsentiert Bartel beispielsweise in einer der Garagen an der Bachpromenade. Gleich nebenan sind einen Tag später Fotos aus der Historie von Alt Sassnitz zu sehen, die der Leiter des Stadtarchivs Frank Biederstaedt zusammengestellt hat.

So wie am Montag wird man die Altstadt nicht so schnell wieder erleben können. Das liegt zum einen am Mond. Die Astronomen haben eine partielle, also teilweise Mondfinsternis angekündigt, die man – gutes Wetter vorausgesetzt – in der Zeit von 20.18 bis 21.51 Uhr am Himmel über Sassnitz zu sehen bekommt. Viele Hauseigentümer werden auch ihre Tore zu den sonst verborgenen Gärten öffnen, in die die Besucher einen Blick werfen dürfen. Da ist zum Beispiel der Terrassengarten der Familie Kozik an der Bachpromenade, die Sammlung bizarrer Feuersteine bei Familie Hartwig in der Rosenstraße oder der alte Obstgarten bei Familie Geyer am Alten Markt. Besucht werden kann auch der Garten der Villa Martha, in der sich 1890 die Kaiserin Auguste-Victoria aufhielt.

Auf den Straßen und in den Galerien und Lokalen wird jede Menge los sein. Die Moderation hat Holger Teschke übernommen. Es gibt eine Kreativwerkstatt zum Thema Mond auf dem Marktplatz. Dort können unter anderem Lampions gebaut werden, die an diesem Abend viele Gebäude von Alt Sassnitz schmücken. Der schönste wird auch in diesem Jahr prämiert. In den Gärten und auf den Straßen gib es Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen. Auf dem Karlsplatz ist ein Musikprojekt geplant, an dem sich jeder beteiligen kann. Stadtarchivar Frank Biederstaedt bietet zudem um 15 und 17 Uhr Führungen durch das historische Viertel an. Mond-Lieder haben die Sassnitzer Blasmusikanten in den zurückliegenden Wochen einstudiert. Das Erscheinen des kosmischen Erdbegleiters am Himmel über der Hafenstadt werden sie damit musikalisch untermalen.

Besonderes Licht durch partielle Mondfinsternis erwartet

394955 Kilometer wird der Vollmond am Montag Abend von Sassnitz entfernt sein. Der Mondaufgang wird für 20.42 Uhr erwartet. Zwischen 20.18 und 21.51 Uhr soll es eine partielle Mondfinsternis geben, die voraussichtlich für ein besonderes Licht sorgen wird.

Der Mondaufgang wird musikalisch unter anderem von den Sassnitzer Blasmusikanten und dem Marimbafon-Spieler Florian Betz begleitet.

Die Fotoausstellung ist sowohl am Sonntag wie auch am Montag zu sehen; Eröffnung ist am Sonntag um 19 Uhr auf dem Markt. Das von Bürgern und der Stadtverwaltung organisierte Vollmondfest am Montag beginnt um 15 Uhr.

Autos bitte auf den öffentlichen Parkplätzen am Rande der Altstadt parken.

Maik Trettin

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