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Rügen Arztserie und Doku: Doppeldreh auf Insel
Vorpommern Rügen Arztserie und Doku: Doppeldreh auf Insel
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00:01 14.10.2017
Ina Kessebohm mit Prof. Dr. Hans Dieter Knapp. An der Kamera Jens Saathoff, den Ton macht Robert Biernat. Sie drehen eine Szene am Königstuhl. Quelle: Foto: Privat
Sassnitz

Von ChStraßenführungen werden geändert, Absperrungen zwischen zwei Kreuzungen aufgestellt und Umleitungen eingerichtet. Große Schweinwerfer beleuchten die Szenerie und über Walkie-Talkies bekommen die Helfer ihre Einsätze mitgeteilt. Dann heißt es: „Achtung, bitte Ruhe!“ Die Seestraße in Sassnitz ist für einen Tag gesperrt, denn hier wird eine Filmszene gedreht. Immer wieder steigt Dr. Richard Freese alias Stephan Kampwirth aus dem schwarzen Kombi und läuft diskutierend in eine bestimmte Richtung.

Die Produktion „Praxis mit Meerblick“ wird fortgesetzt. Arte ist mit einem Filmteam auf Entdeckungstour unterwegs.

Das Produktionsteam der Real Film Berlin GmbH dreht für die Serie „Praxis mit Meerblick – Willkommen auf Rügen“ und ist im Auftrag der ARD Degeto schon zum zweiten Mal in Sassnitz und auf der Insel unterwegs. Dieses Mal seit Mitte September. Dieser Tage laufen die letzten Aufnahmen. „Wir drehen sehr viele Motive auf Rügen, um so authentisch wie möglich die Charakteristik von Rügen zu erzählen“, sagt Heike Streich, Produzentin der Fernsehserie.

Etwa 150 Statisten konnten von der Insel Rügen gewonnen werden. Mit dabei auch Peter Ewert. „Eigentlich suchte die Filmcrew einen Mann mit Vollbart, sie riefen mich dann aber doch an und ich spielte einen Patienten im Warteraum der Praxis. Eine gute Erfahrung war es allemal“, erzählt Ewert. Über fünf Millionen Zuschauer schalteten im April dieses Jahres die 90-minütige Pilotfolge „Praxis mit Meerblick“ ein. Die Produzentin Heike Streich kündigt an: „Wir werden hoffentlich im Frühsommer 2018 wieder auf Rügen aktiv werden.“

Auch Ina Kessebohm drehte zeitgleich in Sassnitz für den TV-Sender Arte und begab sich auf die Spuren des Malers Caspar David Friedrich. „Wir haben vor Drehbeginn ausgelotet, welche Motive für die Insel besonders interessant sind.“ Die Regisseurin arbeitet im Auftrag der Gebrüder Beetz Filmproduktion für das Format „Arte Entdeckung“. „Ich suchte über Caspar David Friedrich und seine Wirkungsstätten den Zugang zur Insel und deren Bewohner“, sagt Kessebohm. In knapp 45 Minuten werden Szenen eingespielt, in denen es um die Schönheit der Insel geht und auch um das Spannungsfeld zwischen Tourismus und Natur. „In einem Interview am Königstuhl stellt Prof. Dr. Hans Dieter Knapp diese Fragen heraus und antwortet darauf“, erzählt Kessebohm. Weitere Stationen ihrer Reise führten die Hamburgerin nach Putbus, Sassnitz, Mönchgut und Prora.

Am letzten der sechs Drehtage auf Rügen profitierte Kessebohm von der Flexibilität der Inselbewohner. „Mein Tonmann musste frühzeitiger abreisen, so dass ich auf Ersatz angewiesen war. Ich erhielt schnelle Hilfe von Robert Biernat, ein Rüganer mit Tontechnikerfahrung“, schwärmt Kessebohm. Biernat selbst hat gern unterstützt. „Ich fand's sehr schön am Drehtag, es war anstrengend und wir hatten Glück mit dem Wetter“, erzählt der Bergener. Neben weiteren Produktionen von Ina Kessebohm in Nordengland und Barcelona wird nun im kommenden Frühjahr Rügen im Fokus der Sendung „Arte Entdeckung“

stehen. Ende Dezember sollen die Arbeiten dazu abgeschlossen sein.

„Praxis mit Meerblick“

Die ehemalige Schiffsärztin Nora Kaminski alias Tanja Wedhorn findet durch Ihren früheren Studienkollegen Dr. Richard Freese alias Stephan Kampwirth eine neue Chance, als Ärztin auf Rügen zu arbeiten. Die Patienten fordern „die Neue“ heraus – auch mit Themen, die nicht unbedingt medizinischer Art sind. Am liebsten würde sie der Insel wieder den Rücken kehren, wird aber durch ihren Partner Richard gehalten. Irgendwann kommt auch ans Tageslicht, warum Nora Ihre frühere Anstellung verloren hat.

Ristine Zillmer

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