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Blasorchester will musikalische Krabbelgruppe gründen

Blasorchester will musikalische Krabbelgruppe gründen

Neuer Vorstand des Vereins will Werbung intensivieren, Uniformen erneuern und sich für eine dauerhafte Finanzierung der Probenräume stark machen

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Der neue Vorstand des Jugendblasorchesters Sassnitz (v.l.n.r.): Kassenwart Lysann Moll, Vorsitzende Silke Buettler, Stellvertreter Ralph Zunke und Protokollführer Johannes Buettler.

Quelle: Jugendblasorchester

Sassnitz Das Jugendblasorchester in Sassnitz hat den Vereinsvorstand völlig neu besetzt. Über die Gründe und die Ziele der neuen Führung sprachen wir mit der Vorsitzenden Silke Buettler.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl. War die lange geplant oder eher überraschend?

Silke Buettler: Darauf hin gearbeitet habe ich nicht. Es hat sich einfach aus der Situation ergeben. Bei der Jahreshauptversammlung im November vergangenen Jahres hatte sich keines der bisherigen Vorstandsmitglieder erneut zur Wahl gestellt und es gab auch keine neuen Kandidaten. Beim zweiten Anlauf in Februar haben wir uns dann bereiterklärt.

Warum ist es so schwierig, jemanden für diese Aufgabe zu gewinnen?

Buettler: Weil es natürlich eine sehr zeitaufwändige ist. Das ist uns auch bewusst. Aber was bleibt uns für eine Alternative? Wir wollen, dass das Orchester weiter Bestand hat. Also müssen wir uns auch darum kümmern. Die Musiker investieren schon viel Zeit in Proben und Auftritte. Deshalb ist es meiner Ansicht nach gut, dass jetzt mit Lysann Moll und mir auch zwei Eltern im Vorstand sind.

Der bestand vorher ausschließlich aus aktiven Mitgliedern des Ensembles.

Wird mit dem neuen Vorstand alles anders?

Buettler: Wir sind nicht angetreten, um alles umzukrempeln. Wir werden uns für eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Vereinsmitgliedern, Musikern und dem Orchesterleiter einsetzen und dafür sorgen, dass der traditionsreiche Klangkörper weiter musizieren kann — zu den Hafentagen, dem Weihnachtsmarkt in Sassnitz und auch in Binz und in diesem Jahr auch wieder beim Weihnachtskonzert in der Kirche.

Was sehen Sie als eine der wichtigsten Aufgaben an?

Buettler: Wir müssen bei der Nachwuchsgewinnung aktiver werden. Viele unserer Musiker sind schon im Erwachsenenalter, wohnen gar nicht mehr auf der Insel. Wir wollen schon in den Vorschulen und im Hort das Interesse an Musik wecken und so etwas wie eine musikalische „Krabbelgruppe“ gründen, die sich in den Orchesterräumen trifft. Dazu suchen wir noch einen Musiker oder Erzieher, der die Kinder an die Instrumente heranführt. Außerdem wollen wir mehr für uns werben, beispielsweise ein leeres Schaufenster im Alten Kaufhaus mit unseren Instrumenten gestalten.

Ist Musik machen für junge Leute noch interessant?

Buettler: Nach meiner Erfahrung ja. Die Kinder erlernen nicht nur ein Instrument, sondern auch Teamgeist. Es ist wie beim Fußball, habe ich meinen Söhnen immer erklärt: Man spielt als Mannschaft und die lässt man nicht im Stich, nur weil man mal keine Lust hat.

Wie sieht denn die finanzielle Lage des Orchesters aus?

Buettler: Große Sprünge können wir sicher nicht machen. Wir wollen dennoch versuchen, die Orchesteruniformen Stück für Stück zu erneuern. Die Stiefel der Mädels stammen noch aus DDR-Zeiten und müssen mal durch neue ersetzt werden.

Ein Dauerbrenner ist auch die Miete für die Vereinsräume . . .

Buettler: Die ist durch den Zuschuss der Stadt für dieses Jahr abgesichert. Aber wir können nicht Jahr für Jahr erneut darum bangen. Da muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden.

Von Interview von Maik Trettin

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