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Dänische Kunst wird Teil der Galerie der Romantik

Greifswald Dänische Kunst wird Teil der Galerie der Romantik

Pommersches Landesmuseum will Müllers Schenkung thematisch aufarbeiten

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Lisa Ketturkat (26) mit dem „Sommergewitter“ von Carl Frederik Aagaard, das von den Gästen zum „Lieblingsbild“ gekürt wurde. Die Volontärin freut sich auf die Herausforderung, am Galeriekonzept mitzuarbeiten.

Quelle: Foto: Peter Binder

Greifswald. Kunstliebhaber auf dem Romantiktrip: Nach der im Pommerschen Landesmuseum erfolgreich zu Ende gegangenen Sonderausstellung „Kopenhagener Malerschule“

 

OZ-Bild

Die Galerie der Romantik wird mit einer Sonderaus- stellung dänischer Kunst eröffnet.Birte Frenssen, Kunsthistorikerin im Pommerschen Landesmuseum

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steht fest, dass die gezeigten Werke fester Bestandteil der „Galerie der Romantik“ werden. Immerhin gehören die 74 Arbeiten dänischer Künstler, deretwegen in den vergangenen Wochen rund 10000 Gäste ins Museum kamen, nun zum Bestand des Hauses. Kunstsammler und Mäzen Christoph Müller hatte seine gesamte Dänen-Sammlung im vorigen Jahr der Greifswalder Kultureinrichtung vermacht (die OZ berichtete). Dabei handelt es sich um insgesamt 374 Arbeiten.

„Ein Schatz, der natürlich nicht für immer in unserem Depot verschwinden soll“, versichert Kuratorin Birte Frenssen. Nach dem Ende der Ausstellung, so Museumssprecherin Jenni Klingenberg, gebe es zahlreiche Anfragen von Freunden und Förderern zum Verbleib der dänischen Kunst. Das Museum plane deshalb, Teile dieser Sammlung in die geplante Galerie der Romantik zu integrieren. Das Vorhaben geistert schon lange durchs Haus, der Bund bewilligte für die Realisierung dieses Bauprojekts im vorigen Jahr fünf Millionen Euro. Baustart sollte 2017 sein. Indes: Gut Ding will Weile haben. „Die Planungen und Vorbereitungen laufen. Einen konkreten Termin für den ersten Spatenstich gibt es aber noch nicht“, bedauert Birte Frenssen, „zumal auf dem Klostergelände zunächst archäologische Grabungen stattfinden sollen. Deren Dauer abzuschätzen, ist derzeit nicht möglich.“

Derweil arbeitet die stellvertretende Museumsdirektorin gemeinsam mit Museologe Mario Scarabis und Volontärin Lisa Ketturkat am inhaltlichen Konzept der Galerie. „Auch das braucht Zeit“, betont Frenssen. Denn dieser Teil des Museums dürfte absolute Magnetwirkung besitzen. Die jetzige Gemäldegalerie im Quistorpbau mit Werken von Caspar David Friedrich, Max Pechstein, Frans Hals, Philipp Otto Runge und vielen anderen berühmten Malern werde in der neuen Galerie der Romantik aufgehen, so die Kunsthistorikerin.

Eine Kostbarkeit in einem Haus, von dem die Wochenzeitung „Die Zeit“ bereits 2010 schrieb: „Niemand sollte aus Greifswald abreisen, ohne vorher dieses Museum besucht zu haben, in dem Klassizismus, Mittelalter und Moderne schon architektonisch so wunderbar ineinanderfließen und das in seinen Sälen lauter unterschiedlich schöne Dinge zusammenführt. Im Untergeschoss die landesgeschichtliche Ausstellung, 600 Millionen Jahre auf 500 Quadratmetern – und darüber, in lichten, klaren Sälen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, eine überraschend kostbare Gemäldegalerie.“

Gut 1200 Quadratmeter, so Birte Frenssen, werde die Galerie der Romantik künftig umfassen. In einem der Räume, so viel stehe schon fest, würden die dänischen Werke in thematisch wechselnden Ausstellungen gezeigt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir zum Beispiel eine Schau zeigen, die sich nur auf Wolken fokussiert oder nur auf Tiere oder dänisches Interieur“, sagt die Romantikexpertin. Dabei sollen neben den Gemälden auch Grafiken hängen, die der Öffentlichkeit bislang noch gar nicht zugänglich waren. Fest stehe auch, dass die feierliche Eröffnung der Galerie mit einer großen Sonderausstellung der Dänen inklusive Begleitprogramm einhergehen werde.

Einer freut sich darauf jetzt schon ganz besonders: Kunstsammler Christoph Müller, der gespannt ist, wie seine geliebten Dänen demnächst dauerhaft in Greifswald präsentiert werden. Eines der Gemälde wird wahrscheinlich einen sehr exklusiven Platz in der Galerie erhalten: Das „Sommergewitter auf Saltholm“ von Carl Frederik Aagaard wählten die Besucher der von Müller höchstselbst bestrittenen Sonntagsführungen mit großer Mehrheit als ihr Lieblingsbild.

Petra Hase

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