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Damit der große Pott auf Kurs kommt

Stralsund Damit der große Pott auf Kurs kommt

Offene Abende an der neuen Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen starten am 4. Juli

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Leitet die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen: Theaterwissenschaftlerin Tanja Pfefferlein (37).

Quelle: Marlies Walther

Stralsund. Ihre Wurzeln liegen im fränkischen Nürnberg. Gelernt, gelebt und gearbeitet hat sie die letzten 15 Jahre in Berlin. Und seit diesem Monat leitet sie die neue Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen: Tanja Pfefferlein.

INSEL INTIM

Stefanie Büssing

berichtet aus

Rügens Szene.

☎ 03838/2014835

Hier wartet auf sie ein „großer Pott“, wie die Mitglieder der drei Stralsunder Vereine Jugendkunst, Perform(d)ance und STiC-er ihren Zusammenschluss nennen. Der Pott wurde Ende 2015 zu Wasser gelassen. „Ausgestattet mit einem soliden Rumpf und einer erfahrenen Crew“. Nun können die Segel gesetzt werden. Doch wohin soll die Reise gehen, welche Klippen lauern, wer heuert an? All diese Fragen wird Tanja Pfefferlein und ihre Mannschaft in den nächsten Wochen beschäftigen.

Unter dem Motto „Können, wollen, brauchen“ sind die Akteure, Kursleiter, Teilnehmer, Vereinsmitglieder, Eltern aber auch Vertreter aus Bildung und Politik eingeladen, um das Leitbild für die neue Einrichtung zu entwickeln. Geplant sind zunächst drei offene Abende. Diskutiert werden soll jeweils von 18 bis 21 Uhr. Der erste Treff findet am 4. Juli im Speicher am Katharinenberg statt. Ende Juli soll das Leitbild dann stehen.

„Eine Aufgabe dabei wird sein, stärker in den Landkreis hineinzuwirken“, sagt Tanja Pfefferlein und denkt dabei an mobile Projekte. Bereits jetzt kommt fast ein Drittel der Teilnehmer an den Kursen und Projekten aus dem Landkreis. „Wir wollen herausfinden, welchen Bedarf es konkret gibt“, kündigt die Theaterwissenschaftlerin an. Eine ganze Menge mehr steht auf ihrer Aufgabenliste. Da geht es um frische Ideen, um das Anzapfen der richtigen Fördertöpfe und das Finden weiterer Kooperationspartner. „Wir wollen den Landkreis mehr ins Boot holen, auch was das Finanzielle angeht“, so Tanja Pfefferlein.

Das Potenzial, das die drei Vereine bislang in der Hansestadt und im Umland geschaffen haben, sei einfach riesig. „Wir sind sehr breit aufgestellt. Das Angebot reicht von der bildenden und angewandten Kunst über Theater bis zum Tanz. Für mich ist es eine tolle Möglichkeit und Herausforderung, mehr spartenübergreifende neue Formate zu finden.“ Die Örtlichkeiten seien für ein Zusammenwirken bestens geeignet. „Alle drei Vereine werden weiter autonom agieren, aber die Arbeit zugleich unter ein gemeinsames Jahresmotto stellen“, erklärt Tanja Pfefferlein, die sich selbst als zentrale Ansprechpartnerin in dem künftigen Netzwerk versteht.

Die 37-Jährige kann auf Erfahrungen in der Theaterpädagogik beim Berliner Atze Musiktheater setzen. Außerdem wirkte sie im Berliner Wedding am Aufbau eines kulturellen Bildungsverbundes dieses Theaters mit der Jugendkunstschule und dem Bezirksamt Mitte mit. Jetzt wollte sie bewusst der Großstadt den Rücken kehren. Auf der Suche nach einem beruflichen Wechsel kam ihr die Stellenausschreibung im Norden nur recht. Die Frau, die viel Rad fährt und sich gern in der Natur aufhält, merkte auf Anhieb, dass es mit ihr und Stralsund gut funktionieren könnte. Und das Technische Hilfswerk am Sund hat möglicherweise bald eine neue Lkw-Fahrerin. Seit zehn Jahren ist Tanja Pfefferlein bei der Hilfsorganisation in der schweren Bergung tätig. Das sei für sie ein wichtiger Ausgleich. Beruflich freut sie sich darauf, auch vieles selbst zu testen „Nur Konzepte zu entwickeln, ohne es ausprobiert zu haben, bringt nichts“, ist sie überzeugt.

Offener Abend zur Kursbestimmung der Jugendkunstschule Vorpommern- Rügen: 4. Juli, 18 Uhr, Speicher, Katharinenberg 35. Anmeldung bis 1. Juli unter info@jks-vr.de

Fast ein Drittel der Teilnehmer aus dem Landkreis

1208 Teilnehmer wurden im Jahr 2015 gezählt, die an insgesamt 94 Projekten und Workshops der drei Vereine Jugendkunst, Perform(d)ance und STiC-er Theater teilgenommen haben.

Dahinter verbergen sich 19 585 Teilnahmestunden.

Angebote gab es nicht nur in Stralsund, sondern auch in Barth (1326 Stunden), in Richtenberg (693), in Niepars (648), Horst (575), Velgast (480), Prohn (425), Bergen (289), Sellin (264), Putbus (230), Binz (192) und Sagard (90).

64 Prozent der Teilnehmer kommen aus Stralsund, 31 Prozent aus Vorpommern-Rügen. Mit fünf Prozent sind Teilnehmer aus anderen Bundesländern vertreten.

53 Kurse an acht Orten werden in diesem Jahr angeboten.

Dem Sprecherrat der Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen, die Ende 2015 gegründet wurde, gehören an: Stefan Hahn und Dörte Wolter (Perfom(d)ance), Axel Zühlsdorff und Steffen Klimt (STiC-er-Theater), Christian Klette und Robert Anderle (Jugendkunst).

Marlies Walther

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