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Rügen Das „Paradies“ kann restauriert werden
Vorpommern Rügen Das „Paradies“ kann restauriert werden
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00:01 17.10.2017
Die beeindruckenden Wandmalereien in der Bergener Marienkirche können zu Ende restauriert werden. Quelle: Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Bergen

Gute Nachrichten für Rügens größte Stadt: Am morgigen Mittwoch überbringt Beate Eckert, Ortskuratorin Rügen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag über 30000 Euro für die restlichen Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Wandmalereien an der Ostwand der St. Marienkirche sowie die Arbeiten an der Nordwand des nördlichen Querhausarms. Die Förderung wurde möglich dank der Erträge der treuhänderischen Margarethe Bierlein-Stiftung in der DSD.

Der Baubeginn der Marienkirche wird um 1180 vermutet. Sie wurde 1193 zur Kirche des von Jaromar gegründeten Benediktinerinnenklosters bestimmt, das um 1250 die Zisterzienserregeln annahm. Anfang des 14. Jahrhunderts führten die Arbeiten am Kirchenbau zum Umbau in eine Halle, der Westquerbau erhielt seinen Mittelturm und die Hauptapsis einen mehreckigen Abschluss mit dreigeteilten Spitzbogenfenstern.

Im Chor und im Querschiff sind die einzigen Beispiele romanischer Ganzausmalung nach einem einheitlichen Programm in Norddeutschland erhalten. Über einer umlaufenden Ornamentzone im Chor finden sich als Hauptbilder an der Nordwand das „Paradies“, an der Südwand das „Fegefeuer und die Hölle“, darüber Szenen des Weltgerichtes und zwei Streifen mit Figuren aus dem Neuen Testament und Heilige. Die im 19. Jahrhundert freigelegten Malereien sind teilweise stark restauriert und ergänzt worden.

Aufgrund jahrelang bestehender Feuchteprobleme waren die mittelalterlichen Ausmalungen im Bereich des Chores und der Querhäuser in ihrer Substanz gefährdet. Die kräftige Farbigkeit war nur noch geschwächt nachvollziehbar. Des Weiteren musste das Klima stabilisiert werden, um die Malereien dauerhaft zu sichern.

Die Marienkirche gehört seit 1993 zu den über 520 Projekten, die die private DSD allein im Land Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

OZ

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