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Ein echtes Rügen-Produkt als Spiegel der Insel

Bergen Ein echtes Rügen-Produkt als Spiegel der Insel

Insula Rugia hat sein Rügen-Jahrbuch für 2014 vorgestellt. In diesem Jahr erhielt der Verband für sein Engagement den Preis der Kulturstiftung Rügen.

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Der auf Wittow lebende Bildhauer Mile Prerad wird in der aktuellen Ausgabe des Rugia-Journals für das Jahr 2014 porträtiert.

Quelle: Rico Nestmann

Bergen. In der aktuellen Ausgabe des „Rugia — Rügen-Jahrbuchs“ wird einmal mehr deutlich, weshalb die Redaktion um Christine Petrick im Vorjahr den Kulturpreis der Kulturstiftung Rügen erhielt. Die Ausgabe für das Jahr 2014 ist wiederum ein echtes Rügen-Produkt, in dem das Wohl und Wehe auf Deutschlands größter Insel aus den verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe genommen wird.

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Eine Robbe von Mile Prerad ziert das Titelbild. Repro: Uwe Driest

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Das Heft mit Beiträgen zu Geschichte, Natur, Kultur und Wirtschaft beginnt mit einer Bilderserie. In diesem Jahr über „Votivschiffe in Rügener Kirchen“, deren Bezeichnung auf das lateinische „ex-voto“ (zum Gelübde) zurückgeht. Ursprünglich gelobten Seeleute in Not, Gott ein Schiff zu schenken, wenn er sie heil nach Hause geleite. Dieser Brauch gelangte aus der Mittelmeerregion nach Nordeuropa, wo das aufgehängte Schiff allerdings mehr Schmuck oder Erinnerung bedeutet. Auf Rügen befinden sich 13 solcher Schiffsmodelle in Kirchen. Die beiden ältesten und schönsten, eine Brigg und eine Fregatte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, segeln in Rambin.

Weitere Beiträge befassen sich mit dem streitbaren Hiddenseer Pfarrer Martin Simonis, der sich im 17. Jahrhundert mit Obrigkeit und Nachbarschaft anlegte sowie einer Reise des Theologen August Ebrard, der 1838 Rügen durchquerte. Über die Geschichte Mönchguts schreibt Frieder Jelen, der den Spuren des Ersten Weltkrieges auf der Halbinsel folgt. Der historische Teil endet mit einem Aufsatz über die Fluchtbewegung von 1949 von Sassnitz nach Schweden, während derer der „Trelleborgs Tidning“ zufolge 1700 Flüchtlinge aus Ostdeutschland ihr Heil in dem skandinavischen Land suchten.

Bodo Noack und Fritz Schröder berichten über vom Aussterben bedrohte Edelkrebse in rügenschen Gewässern, welche fremden Arten weichen müssen, die zu Speisezwecken beispielsweise in die Parkteiche von Klein Kubbelkow oder Kartzitz eingesetzt wurden. Auch, dass an der Nordgrenze des Naturschutzgebiets „Roter See“ bei Glowe ein Ferienhausgebiet mit 170 Häusern entstehen soll und dass die Obstwiese in Pansevitz größte Vielfalt aufweist, erfährt die Leserschaft.

Frank Biederstaedt, dessen Beitrag mit historischen Fotos illustriert ist, schreibt über den Putbusser Fotografen Christoph Katter. Eine Würdigung erfährt auch der Maler Erich Kliefert, der im kommenden Jahr 120 Jahre alt geworden wäre und der in den dreißiger Jahren die größte Rügenkarte der Welt in der Halle des Stralsunder Bahnhofs schuf.

Rico Nestmann porträtiert den Bildhauer Mile Prerad, der 2012 für die Ausstellung „MeerSehen“ des Ozeaneums die Skulptur einer Schweinswalmutter mit ihrem Kalb darstellte, die in einem Fischernetz gegen das Ertrinken ankämpfen. Prerads Skulpturen eines Seehunds und einer Kegelrobbe sind heute vor dem Ozeaneum zu sehen.

Kulturpreis 2012

1993 begann der Verband, die Reihe seiner Jahrbücher unter dem Titel „Rügener Heimatkalender“ zu publizieren. Es ist damals die Wiederauferstehung des Heimatkalenders für den Kreis Rügen gewesen, der zum ersten Mal 1908 von Pastor Emil Steurich aus Groß Zicker herausgegeben worden ist.

In diesem Jahr wurde der Verband für sein Engagement mit dem Kulturpreis 2012 der Kulturstiftung Rügen ausgezeichnet. Den Förderpreis erhielt der Pfarrer Christian Ohm.

 

 

Uwe Driest

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