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Einfach prächtig: Rügens neuer Salon

Altenkirchen Einfach prächtig: Rügens neuer Salon

Multitalent Heike Herrmann eröffnet heute einen Treffpunkt für Kunstliebhaber in Altenkirchen

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Die Künstlerin Heike Herrmann mit ihren „Windsbräuten“, die im Jahr 2012 entstanden sind.

Quelle: Fotos: Anne Ziebarth

Altenkirchen. Auf Rügen wird heute Abend in Altenkirchen der wohl einzige Kunstsalon der Insel eröffnet. „Ein Ort, der mehr zu bieten hat als eine Galerie“, sagt Inhaberin Heike Herrmann. „Ein Salon vereint alle Künste. Von Artistik bis Malerei, von Musik bis Kochkunst. Im Salon kommt man zusammen und verbringt Zeit, genießt, diskutiert.“

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Multitalent Heike Herrmann eröffnet heute einen Treffpunkt für Kunstliebhaber in Altenkirchen

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Kunstsalon „Ellihus“

Heike Herrmann ist studierte und ausgebildete Designerin, Malerin, Restauratorin, Schmuckgestalterin und Bildhauerin. Werke der Künstlerin sind in Europa, Amerika und Asien zu sehen.

Eröffnung Kunstsalon im Ellihus:

heute ab 16 Uhr bis open end mit Sektempfang, Klaviermusik und Buffet. Altenkirchen, Karl-Marx-Platz gegenüber der Kirche. Ostersonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Ausgestellt werden Bilder, Skulpturen, Keramik und Schmuck von Heike Herrmann, die in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Die 52-jährige Künstlerin ist mit dem „Kunstsalon im Ellihus“ — benannt nach der früheren Bewohnerin des Hauses — in ihren Heimatort zurückgekehrt. Bis 2014 hatte sie ihr Atelier in Glowe, musste aber umziehen, weil das Gebäude anderwertig genutzt werden sollte. „Eigentlich war ich an einem Punkt, an dem ich mal wieder die Koffer gepackt hatte und ins Ausland wollte“, sagt die Frau, die schon auf Sardinien, in Rom und Berlin gelebt und gearbeitet hat. „Dann stand dieses Haus zum Verkauf. Nur wenige Meter neben meinem Elternhaus. Da konnten meine Mutter und ich nicht nein sagen.“ Im vergangenen Jahr baute Herrmann das Haus um, verlegte neuen Fußboden und begann, den Salon nach ihren Vorstellungen zu gestalten. In einer Art Rundgang können Besucher jetzt durch die Eingangshalle, die kleine Küche und den Arbeitsbereich der Künstlerin schlendern. Zu sehen gibt es dabei mehr als genug, die überbordende Kreativität der 52-Jährigen sucht sich viele Ventile.

Großformatige Acryl- und Ölbilder mit modernen Interpretationen von Caspar David Friedrichs „Kreidefelsen von Rügen“ sind genauso zu sehen wie goldfarbene Nixenskulpturen aus Styropor. „Das sind eigentlich nur die Modelle für die spätere Ausführung in Stahl“, sagt Herrmann. „Ich stelle mir vor, dass die dann 10 Meter hohen Figuren einmal vor der Küste Glowes stehen könnten. Dort liegt ein Findling unter Wasser, der als Fundament dienen könnte.“

Für verrückte Ideen ist die Rüganerin auf der Insel bekannt. In ihrer Zeit in Glowe gab es auch schon mal vergoldete Currywurst zu essen. Obwohl das Gold hier durchaus gesellschaftskritische Bedeutung hatte, hat die Küstlerin mit der charakteristischen Blume im Haar ein Faible für Gold und intensive Farben. „Ich mag es prächtig“, sagt sie. „Ich habe ja lange Zeit in Italien gelebt, da hat sich Liebe für kräftige Farben und das warme Licht eingeprägt.“ Mit den Grautönen des Rügener Herbstes hätte sie in der malerischen Umsetzung zunächst ihre Probleme gehabt.

Daher sind vor allem ihre sommerlichen Bilder von der Insel Rügen von einer großen Strahlkraft. In „Lichtspiele“nimmt sie das Motiv einer Meereslandschaft auf und versieht sie mit einem Regen von gelb-goldenen Lichtreflexen. In einer anderen Serie hat sie mit Neonfarben experimentiert. Ihr Sonnenuntergang in diesen intensiven Farben wirkt auf den ersten Blick extrem, kommt aber dem intensiven Gefühl beim Betrachten des Farbenspektakels manch eines Sonnenunterganges auf Rügen sehr nahe.

Trotzdem muss nicht alles „große Kunst“ sein, was in dem Atelier der energiereichen Frau entsteht. „Ich bemale auch Steine mit Katzenmotiven, oder verziere Taschenuhren mit Küstenbildern. Das ist vielleicht nur ein kleines Mitbringsel, aber die Menschen freuen sich darüber. Das ist doch das Wichtigste.“ Neben den Bildern die sie für ihre Ausstellung fertigt, nimmt Herrmann auch Aufträge entgegen. „Da wünschen sich Kunden schon mal den Blick aus dem eigenen Fenster“, berichtet Herrmann. „Manchmal koche ich dann auch noch ein Menü für die Auftraggeber. Dann sitzen wir am Tisch und genießen Gespräche über Kunst und das Leben.“ Ganz im Sinne eines echten Kunstsalons eben.

Von Anne Ziebarth

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