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Große Ehre: Tourismuspreis MV geht an die Hicks

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Sie führen auf Rügen das erfolgreichste Open-Air-Theater Deutschlands

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Beeindruckend: Zum Ende einer jeden Vorstellung wird auf der Naturbühne in Ralswiek ein Feuerwerk gezündet. FOTO: JENS KÖHLER/IMAGO

Ralswiek /Rostock. Der zum siebten Mal verliehene Tourismuspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern geht in diesem Jahr an die Störtebeker Festspiele. Damit würdigt der Tourismusverband das Familienunternehmen, das sein privat geführtes Freilufttheater zum erfolgreichsten Open-Air-Theater Deutschlands und zu einer wichtigen touristischen Marke der Insel Rügen und des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern gemacht hat. Im Interview blickt Intendant Peter Hick zurück auf die Anfänge und nach vorn in die Zukunft.

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Sie führen auf Rügen das erfolgreichste Open-Air-Theater Deutschlands

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Wie entstand die Idee, das Freilufttheater über die Legende Klaus Störtebekers nach den „Rügen-Festspielen“ der DDR wieder aufleben zu lassen?

Peter Hick: Im Frühjahr 1991 kamen Investoren auf mich zu, für sie dieses ehemalige Theater in Ralswiek wiederzubeleben. Dies empfand ich als eine spannende Herausforderung und kündigte mein Vertragsverhältnis in Bad Segeberg. Als im Sommer 1992 die ersten größeren Geldbeträge notwendig waren, hatten die Investoren kein Geld. Nach einer Woche in mittlerer Niedergeschlagenheit überzeugte mich meine Frau, doch den Versuch zu machen, die erforderlichen acht Millionen Startkapital selbst zu besorgen. Nissan Motor Deutschland, ein langjähriger Partner in der Filmbranche, war bereit, mit zwei Millionen Mark für Familie Hick zu bürgen. Das war die Initialzündung. Das Kultusministerium gab daraufhin Geld für die Anschubfinanzierung und die Sparkasse Rügen einen Kredit. Wie die Zeit danach, die Wiederbelebung dieses Platzes und der Legende um Klaus Störtebeker belegt, war dies keine Fehlinvestition – aber es war nicht meine Idee.

Was waren die größten Herausforderungen in den Anfangsjahren 1992/93?

An einer Stelle angelangt, wo man lange und kontinuierlich Erfolg nachgewiesen hat, ist es nicht mehr relevant bei denen nachzutreten, die einem in den Anfangsjahren Steine in den Weg gelegt haben. Lassen Sie es mich so formulieren: Wir haben die uns in den Weg gelegten Steine in unseren Bühnenboden eingebaut, es hat uns gefestigt und ist eine Grundlage des Erfolges.

Was waren die schönsten Augenblicke?

Dass über die Unwegsamkeiten des Aufbaus dieses Theaters die Familie weiter Bestand hatte. Die Resonanz des Publikums und der Rüganer, dass dieses Theater eine Bereicherung für die Insel und den Tourismus ist. Und ganz privat: Dass man sich zur letzten Vorstellung in Familie in den Arm nimmt und ein großartiges Abschlussfeuerwerk erleben darf.

Im kommenden Jahr begehen die Störtebeker Festspiele ihr 25-jähriges Jubiläum. Wird dann groß gefeiert?

Ein Credo unserer Familie ist es, sich nicht selbst zu feiern. Wir behalten die Bodenhaftung – nicht Vergangenes ist entscheidend, sondern die Zukunft. Auf die Zukunft stoßen wir in Familie ganz sicher einmal an.

Welche Visionen haben Sie?

Diese Frage ist im Jahr 2016, im 71. Jahr meines Lebens, nicht gut für mich. Das wäre eine gute Frage für die Anfangsjahre 1992/93 gewesen. Bezüglich der Zukunft und Visionen müssen Sie meine Tochter fragen. Aber wenn ich meine Tochter wäre, würde ich vielleicht die Gegenfrage stellen: Ist es nicht genug in unserer heutigen Zeit, dass dieses Theater einfach weiter Bestand hat? Dass es keiner Subventionierung bedarf, sondern im Gegenteil, ganz erheblich Steuern zahlt.

Und wenn wegen dieser Festspiele jährlich mehr als 350000 Besucher auf die Insel Rügen kommen und die Naturbühne in Ralswiek besuchen, ist das in der Kontinuität und Weiterführung nicht Aufgabe und schwer genug, dies alles zu erhalten?

Jubiläumssaison in Sicht

7,3 Millionen Besucher haben die Inszenierungen rund um den legendären Seeräuber Klaus Störtebeker in bislang 1500 Vorstellungen erlebt. Im nächsten Jahr feiern die Störtebeker Festspiele ihr 25-jähriges Bestehen.

Die nächste Festspielsaison auf der Naturbühne in Ralswiek startet am 24. Juni 2017 und endet am 9. September. Das Stück zur 25. Saison – „Im Schatten des Todes“ – ist dann immer von montags bis sonnabends zu sehen. Am Sonntag haben die mehr als 150 Mitwirkenden spielfrei.

OZ

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