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Rügen Hafenmuseum in Not: Stiftungsrat soll Ideen zur Rettung suchen
Vorpommern Rügen Hafenmuseum in Not: Stiftungsrat soll Ideen zur Rettung suchen
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00:00 21.04.2016
Zählt jedes Jahr rund 8000 Besucher — das Fischerei- und Hafenmuseum im Sassnitzer Stadthafen. Quelle: Udo Burwitz

Der Stiftungsrat des Fischerei- und Hafenmuseums in Sassnitz soll aktiv werden und Ideen suchen, mit denen der Fortbestand der musealen Einrichtung gesichert werden kann. Dazu haben die Mitglieder des städtischen Kulturausschusses das Gremium aufgefordert.

Der Ausschuss befasste sich am Dienstagabend mit dem angeschlagenen Museum. Das ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Haushalt für den Museumsbetrieb weist für das laufende Jahr ein Defizit von mehr als 80 000 Euro aus. Auch für das kommende Jahr sieht es nicht besser aus. Die Stadt, die Eigentümer der musealen Einrichtung im Stadthafen ist, für deren Bewirtschaften mit der Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft eine hundertprozentige Tochter der Kommune als Dienstleister verantwortlich zeichnet, wird das „Haushaltsloch“ des Museums für dieses Jahr stopfen. Im Doppelhaushalt für 2016/17, den die Stadtvertreter bereits beschlossen haben, sind dafür 80000 Euro eingeplant. Für 2017 wurde ein Zuschuss für das Museum in gleicher Höhe im Etat allerdings nicht gleich berücksichtigt. Weil die Haushaltssituation der Kommune ebenfalls eine angespannte ist, sprachen sich die Stadtvertreter dafür aus, die verbleibenden Monate in diesem Jahr zu nutzen, um nach Lösungen für einen kostengünstigeren Museumsbetrieb zu suchen (die OZ berichtete).

„Im Stiftungsrat des Museums, der das Sagen hat, sitzen dafür die Experten“, delegierte Norbert Benedict, Vorsitzender des Kulturausschusses, die Suche nach Lösungen zur Rettung des Museums. Er schlug vor, dass sich an der Suche nach Ideen auch Vertreter aus den Fraktionen beteiligen und an der Zusammenkunft des Stiftungsrates teilnehmen sollen. „Dabei kann es nur um Lösungen und keinesfalls um ein Abwickeln gehen. Das will keiner“, strich Stadtvertreter Norbert Schult heraus. Er monierte, vom Stiftungsrat lange nichts gehört zu haben. „Vielleicht müssen Personen in dem Gremium ausgetauscht werden, damit wieder frischer Wind reinkommt.“ Vor dem Hintergrund, dass der Stiftungsrat im vergangenen Jahr nur einmal getagt hat, mahnte Stadtvertreter Sandro Witt zur Eile.

„Denn es brennt. Wir brauchen schnellstmöglich Lösungen.“ Der Kulturausschuss forderte den Stiftungsrat auf, „zeitnah“ zur Rettung des Hafenmuseums zu tagen. Udo Burwitz

OZ

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