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„Hatten wir mal was miteinander?“

Binz „Hatten wir mal was miteinander?“

Schlagersängerin Ina Maria Federowski trifft beim Show-Talk in Binz nach 40 Jahren alten Schulkameraden

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Illustre Gesellschaft beim Show-Talk (v.l.): Der Binzer Hotel-Direktor Freddy Quirin, die Berliner Schauspielerin Angelika Perdelwitz, MDR-Moderator André Holst, Ex-DDR-Schlagerstar Ina Maria Federowski , der Binzer Kurdirektor Kai Gardeja, der weltbekannte Xylophon-Spieler Bernd Warkus und der Ex-Thomaner und Schlagersänger Hans-Jürgen Beyer. Fotos (5): Christian Rödel

Binz. Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die wie ausgedacht wirken, aber sich wirklich ereignet haben. Beim Show-Talk am vergangenem Mittwochabend im Binzer Arkona-Strand-Hotel haben sich zwei Menschen nach weit über 40 Jahren wiedergesehen und lagen sich am Rande der Show-Nacht mit Freudentränen in den Armen. Die für ihre DDR-Hits wie etwa „Gegensätze zieh’n sich an“ oder „Man lernt nie aus“ gefeierte Schlagersängerin Ina Maria Federowski wurde nämlich nach ihrem Auftritt von einem einstigen Schulkameraden vorsichtig angesprochen, ob sie sich noch an gemeinsame Lehrer von damals an der Freitaler Schule erinnere.

OZ-Bild

Schlagersängerin Ina Maria Federowski trifft beim Show-Talk in Binz nach 40 Jahren alten Schulkameraden

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Der gebürtige Freitaler Winfried Holfert, dessen Wohnsitz seit 1981 Binz ist, musste seine Fragen an den ebenfalls aus Freital stammenden Schlagerstar einfach loswerden. Die Federowski – offenherzig und temperamentvoll – stieg voller Freude auf die Fragen ein. Sie konnten sich sogar beide noch an viele gemeinsame Pauker erinnern, aber einige Namen bekamen die beiden inzwischen über 60 Jahre alten Sachsen dann doch nicht mehr zusammen. „Bei deinen Eltern im Geschäft gab es immer diese leckeren Bonbons aus den großen Glasbehältern“, erinnerte sich Winfried Holpert. Federowski: „Ja, stimmt, meine Eltern hatten, nachdem sie enteignet wurden, ein Kommissionsgeschäft für Lebensmittel. – Das ist irre, wie genau du dich noch an alles erinnern kannst.“ Plötzlich kam Federowski echt ins Grübeln und fragte: „Hatten wir eigentlich mal beide was miteinander?“. Mit einem Lacher antwortete Holfert: „Da hätte ich doch gar keine Chance gehabt, weil du zwei Klassen über mir warst.“

Federowski kam übrigens am 28. September 1952 in Freital zur Welt und lebt heute mit ihrem Mann, einem Psychologen, in Dresden. Nach dem Abitur machte Federowski eine Berufsausbildung als Gärtnerin und studierte nach dem ersten Berufsabschluss an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Sie schloss mit dem Staatsexamen im Fach „Klassischer Gesang“ ihr Studium ab. An der Staatsoperette Dresden erhielt Federowski ihr erstes Engagement, bevor sie wenig später erfolgreich ins Schlagerfach wechselte. Der erwähnte, bekannte „Gegensätze“-Hit stammt aus der Feder von Arndt Bause, dem „Ralf Siegel des Ostens“ (Anmerkung von Talker André Holst). „Gerade dieses Lied fand ich so schrecklich und wundere mich bis heute, warum die Leute das so toll fanden“, gab Federowski freimütig zu.

Der zweite bekannte DDR-Schlagerstar auf der roten Couch von Holst war Hans-Jürgen Beyer, der als Thomaner-Sängerknabe seine musikalische Laufbahn begonnen hatte, bevor er ebenfalls erfolgreicher Schlagersänger wurde. Nach einem gemütlichen Plausch mit Holst musste Beyer noch live singen und entschied sich für den Hit „Tag für Tag“. „Dieser Mann kann ja über zwei Oktaven singen, Dieter Bohlen dürfte nicht einmal eine halbe schaffen“, ätzte Holst.

Etwas weinerlich war dagegen der Auftritt von Angelika Perdelwitz, denn die Berliner Schauspielerin kritisierte die westdeutschen Regisseure, die sich nach ihrer Auffassung zu selbstgefällig aufführten. Das sei bei DDR-Produktionen wie „Der Staatsanwalt hat das Wort“ anders gewesen, weil die Geschichten viel authentischer waren. Die Berliner Mimin trug nach dem Interview mit Holst überzeugend noch zwei Gedichte von Erich Kästner und Christian Morgenstern vor. Perdelwitz hat auf Usedom in Koserow die Reihe „Klassik am Meer“ ins Leben gerufen und tourt mit diesem Programm durch die Lande. Hier kann sich die anspruchsvolle Charakterdarstellerin mit eigenen Projekten verwirklichen, ohne auf die Gunst von großen Produktionsgesellschaften angewiesen zu sein.

Ein weiterer Talk-Gast war der Binzer Kurverwaltungschef Kai Gardeja, der locker seinen beruflichen Werdegang schilderte und über den Rügentourismus sprach.

Christian Rödel

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