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„Hier fühlen wir uns besonders wohl“

„Hier fühlen wir uns besonders wohl“

Dieter „Maschine“ Birr, ehemaliger Kopf der Puhdys, spricht im OZ-Interview über seine regelmäßigen Besuche auf Rügen, gute Bekannte auf der Insel und seine Pläne als Solo-Musiker

Binz Das exklusive Interview der OSTSEE-ZEITUNG mit Dieter „Maschine“ Birr auf der Dachterrasse des Binzer Arkona-Hotels beginnt mit Möwengeschrei und einem spontan gereimten Gedicht. Gerade als Dieter Birr und seine Frau Sylvia zum Interview in der Abendsonne des größeren rügenschen Ostseebades Platz nehmen wollen, setzt sich eine Möwe keck auf die Brüstung des Balkons.

Dieter Birr ist fasziniert von dem zutraulichen gefiederten Tier und nähert sich der Möwe immer mehr, um es aus der Nähe zu betrachten. Ein Bild für die Götter: Der hochgewachsene, hartgesottene Rocker-Haudegen und einstige Puhdys-Frontmann bei einer fast zärtlichen Annäherung an diesen Ostseevogel. „Das muss für die Ewigkeit fest gehalten werden“, sagt Sylvia Birr, die seit fast vierzig Jahren die Ehefrau an der Seite des 72-jährigen Rockmusikers ist.

Was verbindet Sie mit Deutschlands größter Insel?

Dieter Birr: Wir sind seit Jahrzehnten immer wieder gerne an der Ostsee, und auf Rügen fühlen wir uns besonders wohl, weil wir hier auch einige alte Bekannte haben wie den Störti-Intendanten Peter Hick und Lippi.

Haben Sie es in diesem Sommer geschafft, sich eine Vorstellung in Ralswiek anzuschauen?

Birr: Leider nicht, weil wir in den Vorbereitungen für mein aktuelles Solo-Album ,Neubeginner’, das am 30. September erscheinen wird, gesteckt haben.

Wie? Sie arbeiten auch nach dem endgültigen Bühnenabschied der Puhdys weiter? Was ist mit der wohlverdienten Rocker-Rente, die Sie schon vor fast dreißig Jahren besungen haben?

Birr: Die kann warten! Es ist nicht so, dass ich jetzt einfach die Hände in den Schoß legen kann, um mich von den knapp 4500 Konzerten mit den Puhdys auszuruhen. Ich bin in diesem Sommer wieder auf Lesetour mit meiner Autobiografie ,Maschine’ unterwegs gewesen, unter anderem auch an der Ostsee.

Dann lassen Sie uns über das neue Solo-Projekt sprechen, das in wenigen Tagen bei Universal Music veröffentlicht werden soll. Was haben wir, was haben die Fans zu erwarten?

Birr: Eine ganze Menge frischer Songs, die ich mit einigen Gästen aufgenommen habe.

Nennen Sie doch bitte einfach mal ein paar Namen der musikalischen Wegbegleiter!

Birr: Da wäre unbedingt mein alter Freund ,Mecky’ von Omega aus Budapest zu erwähnen. Leider konnte ich mir bis vor kurzem ,Meckys’ richtigen ungarischen Namen bis heute nicht merken. Es war einfach toll, János Kóbor an meiner Seite zu haben. Uwe Hassbecker von Silly an der Gitarre war eine großartige Unterstützung. Mit Dirk Michaelis beim Song ,Zwei Hände mehr’ zusammenzuarbeiten, ist phantastisch gewesen. Mit Ela Steinmetz von Elaiza habe ich den Pop-Song ,So viel erlebt’ eingespielt

Einer der intellektuellsten deutschen Rockmusiker soll auf dem aktuellen Solo-Album ebenfalls mit vertreten sein?

Birr: Ja, das ist Heinz Rudolf Kunze, der mir sechs grandiose Texte geschrieben und mir zusätzlich sogar einen Cover-Song geliehen hat, den ich sozusagen nachsingen darf.

Wie haben Sie sich denn kennengelernt?

Birr: Wir sind uns bei einem Konzert in München begegnet und kamen ins Gespräch. Das Solo-Projekt ,Räuberzivil’ von Heinz Rudolf ohne seine Band Verstärkung kannte ich vorher schon und mir gefielen die Sachen ausgezeichnet. Es gibt sogar einen Song, auf den ich richtig hemmungslos neidisch bin, weil er mir nicht eingefallen ist. Das ist der bereits erwähnte Cover-Song ,So wie du bist’, den ich mit auf das Album nehmen durfte – ein unglaublich berührendes Liebeslied mit allerhöchstem Anspruch. Ich schätze Heinz sehr, weil er einfach ein wirklich kluger und weiser Mann ist. Er hat allerdings beim Schreiben neuer Songs eine völlig andere Herangehensweise als ich. Denn bei ihm ist immer zuerst der Text da, und dann kommt die Musik dazu. Bei mir ist es genau umgekehrt, ich habe zuerst die Melodie im Kopf. Es war eine sehr spannende Zusammenarbeit.

Wann kann man „Maschine“ mit seinem neuen Album live im Nordosten des Landes erleben?

Birr: Wir sind Anfang des kommenden Jahres einen Tag nach unserem Hamburger Konzert in der Großen Freiheit am 29. Januar im Rostocker Moya – darauf freue ich mich schon jetzt, weil ich total gespannt bin, wie die Leute darauf reagieren werden

Christian Rödel

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