Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Italienischer Mirácoli-Blues ließ Fans dahinschmelzen

Binz Italienischer Mirácoli-Blues ließ Fans dahinschmelzen

Stefano Ronchi war das Sahnehäubchen des Blue Wave Festivals in Binz

Voriger Artikel
Große Sommerschau mit 30 internationalen Künstlern
Nächster Artikel
„Veränderung und Wandlung“ bei der Kulturstiftung Rügen

Der Binzer Kurplatz bluest: Tausende Fans erlebten am Wochenende Live-Konzerte der Spitzenklasse. FOTOS (6): CHRISTIAN RÖDEL

Binz. Mit Italien verbindet wohl kaum jemand Bluesmusik! Beim Blue Wave Festival vom 15. bis 18. Juni im Ostseebad Binz wurde der Beweis angetreten, dass im stiefelförmigen Land des Azur nicht nur Eros Ramazzotti oder Zuchero in Sachen Rock die Nase vorn haben. Den jungen italienischen Rockblues-Musiker Stefano Ronchi hatten garantiert nur wenige Zuhörer der riesigen Festivalgemeinde auf dem Zettel, denn schon nach den ersten Akkorden gab es ein kollektives Aufhorchen inmitten des Binzer Kurplatzes, auf dem sich Tausende Bluesfans tummelten. Seinem Mirácoli-Blues, dem er seine markante Stimme wie Parmesan oben drauf tat, verfielen die Fans umgehend. Es wurde getanzt wie in Trance vor der Bühnenrampe.

OZ-Bild

Stefano Ronchi war das Sahnehäubchen des Blue Wave Festivals in Binz

Zur Bildergalerie

Das Wetter war kaiserlich und auch die gastronomische Rundumversorgung auf dem Kurplatz ließ ebenso keine Wünsche offen. Stefano Ronchi versprühte mit seinem rauen italienischen Charme beste Laune und gab seinem Auftritt eine mediterrane Lässigkeit, die schwer von den nachfolgenden Bands zu überbieten war. Das war bluesige Pasta vom Feinsten! Doch sein E-Gitarrenspiel setzte dem Ganzen nochmals einen drauf, denn Stefano Ronchi hat sich dem Bottleneck (Flaschenhals) verschrieben, um die Saiten seines Instrumentes auf eine besondere Art zum Klingen zu bringen. Als Slide-Gitarrist „schlidderte“ (slide) er über die Saiten und zelebrierte so wunderbare Klänge, dass ihm die Fans zu Füssen lagen und nach dem Konzert Schlange standen, um sich eine CD vom Meister signieren zu lassen. Es ist dem Berliner Drummer und Blue-Wave-Organisator Micha Maass zu verdanken, dass dieser begnadete Bluesmusiker vom Mittelmeer an die Ostsee gekommen war. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft und die spiegelte sich auch im gemeinsamen Auftritt auf dem Kurplatz wider, wo die beiden hoch verdichtet als Ensemble mit Henry Heggen an der Bluesharp (Mundharmonika) und Brian Barnett an der zweiten Gitarre einen Ohrenschmaus für Kenner ablieferten.

„Dieser Mann ist für mich eine Neuentdeckung, das war grandios“, meinte Daniela Teschendorf aus Stralsund, die seit vielen Jahren mit ihrem Lebenspartner Tilo Klang zu den treuesten Stammgästen des Binzer Blue-Wave-Festivals gehören. Noch vor dem Brotbacken entwickelte Frank Sorge von der Rügener Spezialitätenmanufaktur in Glowe seine Leidenschaft für den Blues. Der Rüganer ist ein Blues-Freak wie er im Buche steht und meinte: „Ich habe dieses Festival von Anfang an mit unterstützt und gefördert, noch bevor ich vor 13 Jahren begonnen habe, mit meinem Holzbackofen einen neuen beruflichen Schritt zu wagen“, meinte der Glower lachend, der in dieser Zeit viele gleichgesinnte Musikfans aus ganz Deutschland kennengelernt hat. Für Frank Sorge ist das alljährliche Treffen beim Blue-Wave-Festival im Ostseebad Binz mit Michael Groß aus Berlin und seinem Kumpel Werner Zimmermann aus Dresden zu einem festen Ritual geworden.

Den krönenden Abschluss des viertägigen Blues-Meetings auf Rügen bildete das Konzert mit den Ostberliner Engerling-Altmeistern um Frontmann Wolfram Bodag. Die 21. Ausgabe des mehrfach mit dem German Blues Award ausgezeichneten Blue Wave Festivals stand in diesem Jahr unter dem Motto „New Boomer & Old Blaster“. Die Festivalbesucher durften sich auf interessante Newcomer und erfolgreiche Profis freuen. Insgesamt 80 Musiker spielten auf verschiedenen Bühnen im gesamten Ostseebad.

Viele Bühnen

80 Musiker – von Newcomerbands bis zu langjährig präsenten Bluesveteranen – waren bei den Konzerten auf dem Kurplatz, am Schmachter See, in der Hauptstraße sowie bei exklusiven Clubkonzerten zu erleben, wie im Club Löwenherz, im Restaurant Rasender Roland, im Restaurant Lennox, im Hotel Am Meer & Spa, in der Villa Salve und im Dolden Mädel Braugasthaus.

Christian Rödel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Quilow

Für das Ensemble in Quilow bei Anklam will das Land 3,7 Millionen Euro bereitstellen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.