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Junge Künstler im Aufwind und mit Außenstelle in Putbus

Putbus/Stralsund Junge Künstler im Aufwind und mit Außenstelle in Putbus

Die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen ist staatlich anerkannt worden

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Marie (v.l.), Maja, Tessa, Marisa und Rike gehören bei Robert Anderle in der Fälscherwerkstatt zu den ersten Nutzern des Ofens.

Quelle: Foto: Wenke Büssow-Krämer

Putbus/Stralsund. Die Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen hat ihre Fühler nach Rügen ausgestreckt. Mit der Galerie „Circus Eins“ in Putbus hat die in Stralsund ansässige Einrichtung einen weiteren Standort gefunden.

Derweil läuft im Hauptsitz in der Hansestadt der neue Brennofen auf Hochtouren und die Ernennung zur staatlichen anerkannten Kinder- und Jugendkunstschule in Mecklenburg-Vorpommern ist bestätigt.

„Die Bewerbung als staatliche anerkannte Jugendkunstschule wurde bereits im Herbst 2015 in die Wege geleitet, jetzt haben wir es schwarz auf weiß“, berichtet Tanja Pfefferlein. Ausschlaggebend dafür waren sowohl die Qualifikation der Mitarbeiter als auch das Kursangebot. „Für uns ist es ein Qualitätssiegel, das auszeichnend ist“, sagt die Leiterin der Jugendkunstschule. Mit der Ernennung hofft man nun auf vereinfachte Förderungsprozedere.

Denn wie lange es dauert, bis sich Wünsche erfüllen, zeigt die Geschichte des Brennofens. Bereits 2015 wurden Spenden für ein neues Exemplar gesammelt. Immer wieder fiel das alte, in die Jahre gekommene Gerät aus, sodass die Kurskinder lange auf die Vollendung ihrer Kunstwerke warten mussten. Vor einigen Wochen kam das endgültige Aus. „Das neue Gerät kam da gerade rechtzeitig“, sagt der künstlerische Leiter Robert Anderle. Über 6000 Euro mussten dafür aufgebracht werden.

Nur mit Hilfe vieler Unterstützer war diese Anschaffung möglich. Doch stand die Jugendkunstschule mit der höheren Leistungsfähigkeit des Brennofens gleich wieder vor der nächsten Herausforderung, denn die machte eine kostspielige Erweiterung der Elektrik notwendig. Initiiert von Landrat Ralf Drescher sprang hier die Sparkassenstiftung mit 3000 Euro ein. „Kultur, Sport und Jugend sind uns auch in der Sparkassenstiftung wichtig“, erklärte Drescher, der dann auch gleich den Startknopf für den ersten Brennvorgang drückte.

Zur Ruhe kommen dürfte der Ofen so schnell nicht mehr. Die Werkstatt ist voll mit Exponaten, die auf den letzten Schliff warten. „Drei Mal wöchentlich haben wir hier Kinder zum Kurs ’Quatschen und Matschen’, dazu kommt noch die ’Fälscherwerkstatt’ und auch das offene Atelier ist auf das Gerät angewiesen“, erklärt Robert Anderle. „Immerhin müssen die Werke nach dem Brennvorgang im Ofen auf Zimmertemperatur abkühlen, was mehr als zwei Tage dauert. So geht er danach gleich wieder in Betrieb.“ Ein Blick lohnt sich aber auch auf die neuen Angebote im aktuellen Programmheft des Sommersemesters.

„Bunte Töne“ oder „Picasso tanzt“ bieten da beispielsweise Möglichkeiten, Tanz, Malerei und Lithographie zu verbinden, beziehungsweise sich bei dem einen für das andere inspirieren zu lassen. „Wir laden auch zu neuen Workshops ein, mit denen wir austesten, wie die Themen ankommen und ob sich daraus ein Kurs etablieren kann“, sagt Tanja Pfefferlein.

Förderpreis für Garzer Schule

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis Marktplatz Kultur und Schule wurde die Schule „Am Burgwall“ in Garz, die sich unter sieben Bewerbern durchsetzte.

Die Nachhaltigkeit und die Beteiligungsorientierung des Projektes überzeugten die Jury, bestehend aus dem Vize-Landrat Manfred Gerth, Kunsthistorikerin Heike Carstensen, Arne Papenhagen, Fachstelle Kultur und Bildung und Antonia Linea Huhn vom Kreisschülerrat.

StreetArt wollen die Schüler umsetzen und damit eine Verbindung zwischen der Grundschule und der Regionalen Schule schaffen.

Wenke Büssow-Krämer

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