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Kann der Traum vom Schloss gelingen?

Putbus Kann der Traum vom Schloss gelingen?

Ein Kölner Professor startet in Putbus den Versuch, die Diskussion um den Wiederaufbau voranzubringen

Putbus. In die Diskussion um einen möglichen Wiederaufbau des Putbusser Stadtschlosses kommt wieder Bewegung. Der Kölner Professor Thomas Münster hatte am Freitagabend zu einem Diskussionsabend nach Putbus geladen, bei dem die Möglichkeiten eines Wiederaufbaus ausgelotet werden sollten.

 

OZ-Bild

Das Schloss Putbus um 1925.

Quelle: Archiv Christian Bruhn

„Wir wollen einen Luftballon steigen lassen“, beschreibt Münster seine Veranstaltung. „Wie kann ein Schlossaufbau gelingen? Wollen wir den Aufbau überhaupt?“, waren die ersten Fragen, die während des Treffens gestellt wurden. Der langjährige Stadtarchivar Christian Bruhn hielt ein flammendes Plädoyer für den Schlossbau. „Die Stadt Putbus besteht aus einem Dreiklang. Stadtanlage, Park und Schloss“, beschreibt er. „Derzeit fehlt das zentrale Element. Putbus hat seine Mitte verloren.“ Auch die Resonanz auf die im Jahr 2007 in der Schmiede am Marstall gezeigte Ausstellung „Das verschwundene Schloss“ mache deutlich, wie viel Menschen sich für einen Wiederaufbau aussprechen. Die erste Frage von Gästen sei stets: „Wo ist denn das Schloss?“

Nach den Ideen von Bruhn und Münster solle das Schloss äußerlich genau so hergestellt werden, wie es in den letzten Jahren vor seinem Abriss 1952-1962 gestanden hat. Innen wäre eine moderne Gestaltung je nach Nutzungszweck denkbar.

„Die Nutzungkonzeption ist das wichtigste überhaupt“, wandte Professor Ralf Schmidt (FH Stralsund) aus Putbus ein. „Wenn da keine außergewöhnliche und zugkräftige Idee entsteht, brauchen sie gar nicht anzufangen.“ Keine Förderinstitution oder Bank würde Geld bereitstellen, wenn kein tragfähiges Nutzungskonzept vorliegt. „Wenn die Idee gut ist, dann ist es eigentlich egal, wie das Gebäude dazu aussieht“, so Schmidt. „Dann kann auch das Schloss aufgebaut werden.“ Der Bau an sich sei technisch heutzutage kein Problem mehr, bestätigt der Restaurator Carlo Wloch. „Dass so ein Vorhaben baulich möglich ist, sieht man ja am Berliner Schloss. Es gibt für Putbus auch genügend Vorlagen mit denen man arbeiten könnte.“

Bislang sind die Ideen für eine Nutzung noch vage. „Die Nutzung muss vielfältig sein. Kultur, Museum, Kongresse sind denkbar, aber einem Nutzungsdiktat wollen wir uns nicht unterwerfen“, so Bruhn. „Das Schloss muss auch ein Schloss für die Einwohner sein.“ Auch die Möglichkeiten einer Nutzung als Außenstandort einer Universität sei denkbar, regte Münster an. „Wir werden die Diskussionsrunde auf jeden Fall weiterführen“ so Münster. „Beim nächsten Treffen sollen Nutzungsideen vorgestellt werden. Fernziel soll auch die Gründung eines Schloss-Vereins sein.

Anne Ziebarth

OZ

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