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Kinderkonzert im Hafenbahnhof: „Jedes Wetter hat einen Klang“

Sassnitz Kinderkonzert im Hafenbahnhof: „Jedes Wetter hat einen Klang“

Begeisterte Kinder genossen ihre erste Veranstaltung beim Festspielfrühling. Festivalleiter Fein will die Neuerung beibehalten: „Wir müssen die Jugend für klassische Musik interessieren.“

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Schlagzeuger Tobias Hertlein, als Sound-Experimentator im weißen Arztkittel, übt mit den Kindern verschiedene Windstärken ein. „Sturm auf dem Meer“ ist die größte Herausforderung für die Kleinen.

Quelle: Fotos: Lena Roosen

Sassnitz. Den Konzertbesuchern von morgen war die letzte Veranstaltung des 3. Festspielfrühlings Rügen gewidmet. Zu „Wind und Wetter“, so das Motto des Kinderkonzerts, waren über 50 kleine und größere Musikanten mit ihren Eltern in den Hafenbahnhof nach Sassnitz gekommen und hatten es nach einer Stunde „Probe“ tatsächlich geschafft, eine Mini-Komposition zu kreieren: eine gewaltige Wettererscheinung, ein Mix aus Wind, Platzregen und Donner.

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Wir haben viel gespielt und uns gefreut. Das war ganz toll.“ Kevin, 6 Jahre

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Das Kinderkonzert war eine Neuheit des Festspielfrühlings. Obwohl die gelungene Veranstaltung für Kinder ab fünf Jahren gedacht war, tummelten sich auch Zweijährige zwischen den Sitzkissen vor der zum Klanglabor umgebautenBühne. Die Begeisterung von den Instrumenten zum Anfassen, Pauken, Triangel, Becken, Rasseln und vieles mehr, war so groß, dass niemand gehen wollte. „Nebenbei“ gelang es den jungen Musikern, Johanna Ludwig (Klavier), Tobias Hertlein (Schlagzeug) und Liam Mallett (Flöte), Werke von Vivaldi, Prokofjew und Mozart aufzuführen, die immer wieder in phantasievollen Klangexperimenten mündeten, ergänzt von den von den Kindern erzeugten Geräuschen, die wie von magischer Hand an einem kleinen Mischpult zu Soundimprovisationen verarbeitet wurden.

Ganz einfach war die Rahmengeschichte: Die Windmaschine auf der Bühne brachte immer wieder Luftpost, Wetter-Klangproben aus aller Welt, vom Nieselregen über flirrenden Sonnenschein bis hin zu Gewitterstürmen. Sehr schnell hatte sich der Veranstaltungsraum im Hafenbahnhof in eine brodelnde Wetterküche verwandelt, die Doktoren-Musiker hatten ihre Zauberlehrlinge auf magische Art und Weise im Griff, es dampfte, gluckerte und krachte wie in einer Giftküche. Wer hätte das gewusst? Das Aneinanderreiben der Daumen von 50 Kindern erzeugt tatsächlich das Geräusch von leichtem Regen, ein Wolkenbruch hingegen ist akustisch mit Hilfe ganz vieler geklopfter Kinderschenkel zu erreichen.

Ein Herz für Kinder hat der Festspielfrühling von Anfang an. „Rhapsody in School“ gehört bereits zu den traditionellen Veranstaltungen. In diesem Jahr trafen die Musiker Binzer und Selliner Schüler, stellten ihre Instrumente vor und berichteten über ihre Konzertarbeit. Auch das Abschlusskonzert, traditionell in der Nordperdhalle in Göhren, stellt sich auf junges Publikum ein: Dieses Mal mit folkloristischen Klängen, Klezmer und Jazz. „Die klassische Musik steht im Verdacht, nur ältere Menschen zu interessieren. Wir stehen vor der Herausforderung, auch die jüngere Generation dafür zu interessieren“, erklärt Festivalleiter Markus Fein das Konzept.

Nächster Festspielfrühling schon in Sicht
15 Konzerte und Veranstaltungen waren währen des dritten Festspielfrühlings auf der Insel Rügen zu erleben. Der stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Musik Russlands. Die hat die Konzert-Liebhaber so begeistert, dass ein neuer Besucherrekord erzielt werden konnte. Die Veranstalter konnten insgesamt 4400 Gäste an den den verschiedenen Inselorten begrüßen.
20 Prozent der Gäste kamen von Rügen, 40 Prozent aus dem übrigen MV, 40 Prozent von außerhalb. Der vierte Festspielfrühling findet vom 13. bis 22. März 2015 statt. Dann zelebrieren Festspielpreisträger Matthias Schorn und Harriet Krijgh, Burg-Schauspieler Peter Simonischek, die Wiener Sängerknaben, Tänzer des Wiener Staatsopernballetts und weitere Künstler die „Musikstadt Wien“.

 



Lena Roosen

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