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Künstlerische Hommage an eine 70-Jährige

Bergen Künstlerische Hommage an eine 70-Jährige

Im Sana-Krankenhaus widmen junge Leute eine Ausstellung der Bergener Malerin Annelise Hoge

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Annelise Hoge unterhält sich mit Gymnasiasten, die im Projekt „Spiele der Erwachsenen“ Arbeiten schufen, die jetzt im Sana-Krankenhaus ausgestellt sind.

Quelle: Fotos: Corinna Schaak

Bergen. Im Sana-Krankenhaus Bergen wurde gestern eine Ausstellung von Kindern der „Kinderwerkstatt Phantasilie“ und von Jugendlichen des Ernst-Moritz- Arndt-Gymnasiums zu Ehren der Bergener Künstlerin Annelise Hoge eröffnet. „Wir möchten sie in das Bewusstsein der Menschen zurückholen“, sagt Ronald Prinz vom Medien- und Informationszentrum Bergen (MIZ).

 

OZ-Bild

Ein Kind der „Kinderwerkstatt Phantasilie“ hat seine Mutter gemalt.

Quelle:
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Philipp Bohms Labyrinth zum Thema „Spiel der Erwachsenen“.

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Ein Kind der „Kinderwerkstatt Phantasilie“ hat seine Mutter gemalt.

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Philipp Bohms Labyrinth zum Thema „Spiel der Erwachsenen“.

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„Sie schafft wunderschöne Kunst, und darum ist diese Veranstaltung eine Hommage an Frau Hoge.“

Die Kinderwerkstatt stellte Arbeiten aus dem Projekt „Frau mit Kind“ vor, das von Annelise Hoge angeleitet wurde. Die Vier- bis Sechsjährigen hatten bei einem Besuch der Künstlerin eines ihrer Werke zu sehen bekommen, auf dem eine Frau mit einem Kind im Arm dargestellt war. Das Besondere: Die Frau hatte kein Gesicht. Die Kinder waren überrascht und fragten, ob das Gesicht beim Malen vergessen worden sei ... Hoge wollte ihr Bild als Inspiration für die Phantasie der Kinder verstanden wissen, worauf sich die Nachwuchskünstler ans Werk machten, und eigene Interpretationen des Hoge-Gemäldes mit den Gesichtern ihrer eigenen Mütter schufen.

„Bei den Kindern wusste ich, dass sie ihre Unbeschwertheit in die Bilder einbringen werden“, sagt Annelise Hoge. Bei den Jugendlichen sei sie sich über das Ergebnis dagegen nicht sicher gewesen.

„Ich staune aber über die hohe künstlerische Qualität und Sensibilität der Abiturienten und darüber wie sie das Thema umgesetzt haben.“ Die Gymnasiasten hatten sich in einem weiteren Projekt des Themas „Spiele der Erwachsenen“ angenommen – ebenfalls angeschoben von Annelise Hoge und der Lehrerin Sabine Schubbe.

Die 17- und 18-Jährigen haben eindrucksvolle Gemälde ausgestellt. Viele Bilder sind geprägt durch die Gedankenwelt der einzelnen Schüler – umgesetzt in Farbe, Kreativität und Spiel. So malte zum Beispiel Philipp Bohm ein Labyrinth, und Lena Hagen entwickelte ein viergeteiltes Bild mit Gesichtern. Lena möchte ab September Kunst und Deutsch an der Universität in Greifswald oder in Rostock studieren. Maria Wolff malte ein Bild in Blau und nannte es „Die 1 %“. Maria beschäftigt sich sehr mit Malerei und verwendet am liebsten Bleistift.

Von Laura Keck und Friederike Sandhop aus der 12. Klasse des Gymnasiums wurde ein Brettspiel angefertigt. Die Spielfiguren wurden in Handarbeit aus Knöpfen hergestellt. Das Brettspiel zeigt die Lebensabschnitte des Erwachsenen, es wird gespielt wie Monopoly.

Annelise Hoge freut sich sehr über das entstandene und der Öffentlichkeit zugängliche Projekt mit den Kindern und Jugendlichen. Sie selbst bleibe aber lieber im Hintergrund. Hoge wurde gestern nachträglich zu ihrem 70. Geburtstag geehrt. Blasmusik ertönte, spielte ein Geburtstagsständchen, und Kinder überreichten Blumen. Anschließend wurden alle Kunstwerke in Augenschein genommen, und Annelise Hoge nahm sich viel Zeit für die Kinder und Jugendlichen sowie für ihre Betreuer und Gäste. Die Ausstellung im Sana- Krankenhaus ist noch bis zum 14. Juli im zweiten Untergeschoss zu sehen.

Werke von Annelise Hoge kann man derzeit in Zinnowitz auf Usedom im Refugium Kunst am Meer bis zum 4. September besichtigen.

Vita von Annelise Hoge

70 Jahre alt ist Annelise Hoge, geboren 1945 in Schönfeld bei Dresden.Nach dem Abitur absolvierte sie eine Maurerlehre.

Von 1964 bis 1967 besuchte sie die Technische Universität Dresden und studierte Architektur.

Von 1967 bis 1972 besuchte sie die Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Von 1973 bis 1982 war sie freischaffend in Bergen tätig und ist es heute wieder.

Von 1982 bis 1985 war sie Meisterschülerin bei Prof. Werner Stötzer an der Akademie der Künste in Berlin.

Zu DDR-Zeiten nahm sie regelmäßig am wichtigen, von Staatlichem Kunsthandel und Verband Bildender Künstler der DDR veranstalteten Wettbewerb „100 ausgewählte Grafiken“ teil- und war Preisträgerin 1986.

Corinna Schaak

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