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Rügen Kulturstiftung plant Jastram-Schau
Vorpommern Rügen Kulturstiftung plant Jastram-Schau
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02:24 01.04.2014
Barbara Marquardt (re.), hier in der Orangerie im Gespräch mit Hans Vogt vom Vorstand der Kulturstiftung und der Künstlerin Karla Sachse. Archiv-Foto: Holger Vonberg

Wenn Barbara Marquardt für das künstlerische Geschehen auf Rügen zwei Wünsche offen hätte, wären dies: mehr Werbung für die Kunstschaffenden und eine baldige Sicherheit für die Galerie des Landkreises, die Putbusser Orangerie. „Der Mietvertrag mit der Stadt läuft Ende 2015 aus, auch wenn es so klingt, als wäre dieser Termin weit weg, ist dem nicht so: Wir brauchen Sicherheit, Ausstellungen werden normalerweise zwei Jahre im Voraus geplant“, sagt die Kunstexpertin, die mit vier weiteren Insulanern im Vorstand der Kulturstiftung sitzt. Die gute Nachricht ist allerdings: Auch wenn Marquardt im August nach Berlin umzieht, bleibt sie der Rügener Stiftung zumindest bis Ende 2015 für Auswahl und Organisation der Kunstexpositionen erhalten.

An „Material“ fehlt es der früheren Referentin des berühmten, inzwischen verstorbenen Leipziger Malers Bernhard Heisig nicht. „Sehr viele Künstler bewerben sich, um in der Orangerie ausstellen zu dürfen, manche müssen bis zu zwei Jahre warten.“ Drei Kriterien bestimmen das Ausstellungsgeschehen in den wunderbaren Räumen: Inselkünstler, Kunst aus dem Landkreis und Kunstschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern haben den Vorrang. „Das wird bei uns eingehalten“, betont Marquardt. Allenfalls ein auswärtiger Künstler werde im Jahr ausgestellt. In diesem Jahr ist es der Berliner Maler Jens Hausmann. Vom 7. Juni bis 20. Juli präsentiert er seltsam entrückt wirkende Wohnhäuser, die in ihrer perfekten, aber seelenlos wirkenden Architektur viel über die heutigen sozialen Probleme erzählen: Einsamkeit, Unsicherheit und Kälte.

Vor Hausmann kommt die Künstlergruppe E6 zum Zuge, die sich seit vielen Jahren um den Rügener Künstler Bernard Misgajski gruppiert und sich auf eine gemeinsame, fast ausgestorbene Technik spezialisiert hat: das Emaillieren von Stahlblechflächen. In der Ausstellung vom 19. April bis 31. Mai werden neben Emailarbeiten auch Exponate des weiteren Schaffens der E6-Künstler gezeigt, darunter aus den Bereichen Holz, Metall, Schmuck und Mixedmedia.

Gleich im Anschluss an diese Schau zeigt die Landkreis-Galerie „INGE & JO — das Künstlerpaar JASTRAM“. „Das ist zweifelsohne das Highlight des Jahres, sie sind beide weit über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannt“, schwärmt Marquardt, die nach dem Tod von Jo Jastram vor drei Jahren weiter mit seiner Ehefrau Inge eng befreundet ist. Die umfangreiche Werkschau in der Orangerie vom 26. Juli bis zum 7. September zeigt auch Arbeiten des Rostocker Bildhauers und der Grafikerin, die bislang nur selten zu sehen waren. Als Ausstellung in der Ausstellung erwarten die Besucher eine interessante Fotopräsentation sowie Filme über das intensive Leben und Schaffen von Inge und Jo Jastram. „Bei dieser Ausstellung erhoffen wir auch viel Zuspruch von Touristen“, sagt Marquardt. Die Schau sei außerdem ein Beispiel für eine weitere Aufgabe der Kulturstiftung: Die Präsentation von Lebenswerken.

Auch „Gruppenschauen“ sollen laut Marquardt immer wieder in den Mittelpunkt gerückt werden, im kommenden Jahr beispielsweise eine Ausstellung mit Werken der Kunststudenten der Universität Greifswald.

Dort hat auch der Maler Matthias Wegehaupt studiert, dessen Arbeiten vom 14. September bis 25. Oktober unter dem Titel „Verwandlungen: Wald, Schilf und Menschenufer“ zu sehen sind — Bilder in Öl oder Acryl, die in ihrer Konzentration auf das Wesentliche Ostsee-Landschaften auf wunderbare Weise begreifbar machen. Den Abschluss in diesem Orangerie-Jahr macht der Maler und Grafiker Malte Brekenfeld, der in der Nähe von Güstrow lebt. Seine Arbeiten sind nur auf den ersten Blick Zeichnungen. Keine Linie lebt alleine — Wasserspuren, Schraffuren und Flecken schaffen ein fast plastisches Ganzes und eröffnen so neue Sichtweisen auf gegenständliche Motive.

Stelle gestrichen
1 Million Euro etwa befinden sich als Kapital im Vermögen der Kulturstiftung Rügen. Die Summe darf nicht angetastet werden, nur mit Erträgen und Zinsen kann die Stiftung arbeiten — ein Grund, warum die Aktivitäten der Organisation begrenzt sind. Finanziell unterstützt werden Kulturprojekte und Veranstaltungen auf Rügen, auch die Kataloge der Ausstellungen in der Landkreis-Galerie, der jährlich vergebene Kultur- und Förderpreis sowie Miete in der Orangerie und Versicherung werden von diesem Geld bezahlt. Der eingeschränkte finanzielle Rahmen führte jetzt zum Personalabbau. Die Stelle von Walter G. Goes als künstlerischer Mitarbeiter musste zu Jahresbeginn gestrichen werden.



Lena Roosen

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