Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Legendär: Drei Stunden Ostrock bei bestem Open-Air-Wetter

Ralswiek Legendär: Drei Stunden Ostrock bei bestem Open-Air-Wetter

Die Bands Puhdys, City und Karat sind am Sonnabend als „Rocklegenden“ auf der Naturbühne Ralswiek aufgetreten / Für die Puhdys ist es die letzte Tournee als Band

Voriger Artikel
Künstlerische Hommage an eine 70-Jährige
Nächster Artikel
Roland Kaiser singt mit Maite Kelly beim Sundkonzert

Die Rocklegenden sind eine große Ostrocker-Familie: Fritz Puppel von City (v. l.), Dieter „Quaster“ Hertrampf (Puhdys) und Bernd Römer und Claudius Dreilich (Karat).

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Ralswiek. Ihr vielleicht schönstes Konzert der Tour haben die selbsternannten Rocklegenden von den Puhdys, City und Karat am Sonnabend auf der Naturbühne gespielt. In der Kulisse der diesjährigen Störtebeker-Geschichte treten die insgesamt 15 Ostrocker bereits um 19 Uhr mit ihrem gemeinsamen Stück „Sternstunden“ auf und reißen die 8500 Besucher vom ersten Moment an mit. Immerhin ist es eines von nur zwei Open-Air-Konzerten auf der gesamten Tournee, die für die Puhdys nun wirklich den Abschied von den Bühnen bedeuten soll. „Sie haben sich bereits verabschiedet, aber ohne die Puhdys konnten doch keine Rocklegenden-Konzerte stattfinden“, sagt Karat-Sänger Claudius Dreilich. „Wir haben sie nochmal überredet!“

OZ-Bild

Die Bands Puhdys, City und Karat sind am Sonnabend als „Rocklegenden“ auf der Naturbühne Ralswiek aufgetreten / Für die Puhdys ist es die letzte Tournee als Band

Zur Bildergalerie

Das ist auch den Fans bewusst. „Diese letzten Konzerte muss man einfach miterleben“, sagt der Ostfriese Joachim Jürgens, der extra mit seiner Frau nach Rügen gekommen ist. Er sei schon immer Karat- und später auch Puhdys-Fan gewesen, erzählt er. Besonders möge er den charakteristischen Puhdys-Sound: „Diese Mischung aus hart und einfühlsam.“

Den Auftakt macht Karat mit „Der blaue Planet“, wobei Puhdy Klaus Scharfschwerdt am Schlagzeug sitzen bleibt und mit seinem Karat-Kollegen Michael Schwandt gemeinsam trommelt. So wird es den ganzen Abend bleiben – einzelne Bandmitglieder kommen immer wieder zu Besuch, um gemeinsam die Klassiker zu spielen. So singt City-Stimme Toni Krahl gemeinsam mit Karat „Jede Stunde“, City-Geiger Georgi Gogow gibt seinen Anteil zum „Schwanenkönig“ und Dieter „Maschine“ Birr singt gemeinsam mit Dreilich „An den Ufern der Nacht“. Das ist ein Puhdys-Lied, gehört aber bei dieser Tournee zum Karat-Set.

„Ich glaube, meinem Vater hätte das gefallen“, sagt Claudius Dreilich, der seit elf Jahren in die Fußstapfen des gestorbenen Herbert Dreilich tritt. Fehlen noch die „Sieben Brücken“. „Wir sind unglaublich stolz auf dieses Lied und das wird sich auch nie ändern“, sagt Dreilich. Ein paar Takte genügen, und schon singen die 8500 Gäste im Chor „Über sieben Brücken musst du gehen“. Ein Gänsehautmoment, bei dem die meisten sich von ihren Sitzplätzen erheben.

City beginnen ihren Teil mit „Flieg ich durch die Welt“, „Amerika“ und „Sind so kleine Hände“. Hier singen Christian Liebig (Karat), Maschine und Claudius Dreilich mit. „Mit diesen Besuchen drücken wir unsere gegenseitige Wertschätzung aus“, sagt Toni Krahl.

„Der Name Rocklegenden ist wirklich gut gewählt“, meint Ulrich Poklekowski (59) aus Eisenhüttenstadt, der sich besonders auf City gefreut hat. „Immerhin machen die alle schon seit mehr als 40 Jahren Musik und am Publikum sieht man ja, das die auch generationsübergreifend ankommt.“ Für Poklekowski gibt es keinen besseren Veranstaltungsort als die Naturbühne. „Dieser Abend ist der i-Punkt auf 40 Jahren Ostrock!“

Eingefleischter City-Fan ist auch Joachim Lange (60) aus Werben bei Stendal. „Ich habe meine Frau und meine Kinder aus Hamburg und München eingeladen“, erzählt er. Für das Erlebnis mit allen drei Bands unter freiem Himmel lohne sich die Anreise auf jeden Fall.

Den Schluss bilden die Puhdys, die ihre Hits „Geh zu ihr“, „Melanie“, „Kühle Lady“, „Lebenszeit“ und natürlich „Alt wie ein Baum“ spielen, und sich bei Karat revanchieren und deren „Magisches Licht“

zum Besten geben.

Bei „Hey, wir woll’n die Eisbären sehen“ ist das Publikum am Höhepunkt. „Die Stimmung ist bei den Puhdys immer gut“, hat auch die 24-jährige Pinnebergerin Mareike Brandt in den vergangenen drei Jahren festgestellt. Ihr Freund habe sie zu mehr als 20 Konzerten mitgenommen. „Jetzt bin ich auch Fan“, erzählt sie, „und froh, dass ich sie am Ende ihrer Bühnekarriere noch erlebt habe.“

Ove Arscholl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.