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Rügen „Local Heroes“ werden noch gesucht
Vorpommern Rügen „Local Heroes“ werden noch gesucht
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00:00 10.06.2017
Sie stellten das Projekt in der Orangerie von Putbus vor: Programmchef Bernd Buder, Alexander Ris (Künstlerischer Leiter) und Heiko Miraß, Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Rügen (v. l.). Quelle: Foto: Rügen International Film Festival
Putbus

Ein schöneres Motto hätte sich das erste Rügener Filmfestival nicht geben können: „Eine Insel voller Filme“ heißt es auf dem Flyer, den die Organisatoren zur ersten Vorstellung des Projekts mitbrachten. Inspiriert von der optimistischen Redensart, der Himmel hänge voller Geigen, freuen sich die Initiatoren auf ihr Filmfest, das vom 4. bis zum 8. Oktober in diesem Jahr an mehreren Orten stattfinden soll. Mit einem gelungenen Spagat zwischen Publikumsfilmen und regionalem Filmschaffen wollen sie überwiegend Filme der Ostseeanrainerstaaten zeigen, ergänzt im ersten Jahr von Werken vorpommerscher Filmemacher oder Streifen, die in dieser Region spielen. Medienpartner der Veranstaltung ist die OSTSEE-ZEITUNG.

Zugehen wird es wie bei den richtig großen Festivals wie Cannes, Berlin oder Venedig, nämlich mit der Organisation eines Wettbewerbs mit neun Spielfilmen, über den eine internationale Jury entscheidet. Schon jetzt haben die Veranstalter viele Unterstützer, an erster Stelle das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Vorpommern-Rügen, etliche Kommunen wie Putbus und Sellin, sowie viele auf Rügen ansässige Firmen und Hotels. Landrat Ralf Drescher, der das neue Festival mit 50000 Euro aus dem Kreishaushalt unterstützt: „Das Projekt wird mit Sicherheit von der Idee zum Erfolg werden.“ Die Naturschönheit Rügens alleine reiche nicht aus: „Wir brauchen kulturelle Highlights.“

Nicht nur er, auch die mit im Boot sitzende Kulturstiftung Rügen betonen einen typischen Rügen-Aspekt, der dem Festival helfen soll: „In den letzten Jahren sind auf Deutschlands größter Insel und in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Filme gedreht worden. Das Filmland MeckPomm kommt, auch Oscar-Preisträger verschlägt es immer häufiger in das märchenhafte Bundesland“, freut sich Heiko Miraß, stellvertretender Vorsitzender der Kulturstiftung.

Getreu dem Ziel des Festivals, europäische und regionale Kompetenzen miteinander zu verbinden, wird bei der ersten Veranstaltung das Land Polen im Mittelpunkt stehen, nicht zuletzt mit „Ein kurzer Film über das Töten“ von Krzysztof Kieslowski, mit dem Polens vielleicht berühmtester Regisseur vor über 30 Jahren den ersten Europäischen Filmpreis gewann. Rund 40 Filme aus acht weiteren Ländern in verschiedenen Sektionen ergänzen das Wettbewerbsprogramm. „Local Heroes“ beispielsweise heißt eine Reihe, in der das Publikum die Identität der Pommeraner entdecken kann. Die Bandbreite reicht von Dokumentationen über das Leben an der deutsch-polnischen Küste bis zu Arbeiten, die an der Kunstakademie Stettin entstanden sind. Die Reihe „Inselwelten“ wiederum erkundet die große weite Welt. Hier laufen internationale Filme, die sich dem Leben am und mit dem Wasser widmen – von den Faröer-Inseln bis Malta.

Alexander Ris, der künstlerische Leiter des Festivals: „Wir wollen Filme zeigen, die in ihrem Entstehungsland erfolgreich waren, Publikumsfilme also, und das Besondere ist, dass wir hier auf Rügen phantastische Vorführorte haben, den Marstall, die Orangerie und das Theater in Putbus, den Hafen in Lauterbach, das immer schon mit Kino verbundene Grundtvighaus in Sassnitz, das historische Kino im Selliner Cliff-Hotel und nicht zuletzt die Selliner Seebrücke, wo das Festival eröffnet wird.“ Im Übrigen mit dem Schauspielerstar Katrin Sass und ihrem Film „Trugspur“, dem fünften Usedom-Krimi, in dem sie sich als Mutter und Ex-Staatsanwältin wieder in die Ermittlungen ihrer Tochter einmischt.

Auf die Festivalmacher kommt noch eine Menge Arbeit zu, viele Filme wurden noch nicht ausgewählt und vor allem für die Reihe „Local Heroes“ werden noch Teilnehmer gesucht, Amateure und auch Halbprofis, die sich in ihren Filmen mit der Region Vorpommern beschäftigen. Wenn dann spätestens vier Wochen vor der Filmfest-Premiere das gesamte Programm steht, wird für die Organisatoren von „Eine Insel voller Filme“ der Himmel voller Geigen hängen.

OSTSEE-ZEITUNG stiftet Preis

Etwa 40 Filme werden beim ersten Rügen International Film Festival an zahlreichen Inselorten gezeigt. Der Schwerpunkt liegt auf Publikumsfilmen aus den Ostsee-Staaten.

Neben einem Wettbewerb mit neun Filmen, unter anderem aus Polen, Deutschland, Skandinavien, den baltischen Staaten und Russland, gibt es weitere Reihen, die sich mit dem Leben auf Inseln weltweit, der lokalen Filmszene in der deutsch-polnischen Grenzregion und der europäischen Filmgeschichte der letzten 30 Jahre beschäftigen.

Der mit 7500 Euro dotierte Preis, gestiftet von der OSTSEE-ZEITUNG, wird von einer hochkarätigen Jury am 8. Oktober im Theater Putbus vergeben.

Lena Roosen

De Dod is 200 Meters hoog un hett Flœgels. De geht bi, sik œver uns Eiland to leggen un allens to sticken.

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