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Mit Rügens Rosa ins Land des Lächelns

Binz Mit Rügens Rosa ins Land des Lächelns

Die Malerin Sylvia Vandermeer stellt ihre ganz neuen Arbeiten im nächsten Jahr in Shanghai aus

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„Das Wunder von nebenan“ heißt dieses Bild, das noch bis zum 31. Dezember im Binzer Haus des Gastes im Rahmen einer Ausstellung zu sehen. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Künstlerin Motive des christlichen Lebens in die heutige Zeit überträgt. FOTO: OZ-ARCHIV

Binz. . Fotorealismus war bisher ihr Markenzeichen. Doch nach zehn Jahren hat Sylvia Vandermeer damit gebrochen. Sie hat jetzt eine neue Periode ihres Schaffens begonnen und sich dem magischen Realismus zugewendet, bei dem die reale Wirklichkeit mit der Traumwelt verschmilzt.

OZ-Bild

Die Malerin Sylvia Vandermeer stellt ihre ganz neuen Arbeiten im nächsten Jahr in Shanghai aus

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„Ich habe vorher immer hyperrealistisch gemalt, die Figuren waren statisch, jetzt werden sie dynamisch, die Bewegung steht im Vordergrund“, erzählt die Künstlerin, die in Binz und Wien lebt. Nun hat sie ihren Lebensmittelpunkt nach Rügen verlagert, das turbulente, großstädtische Leben hinter sich gelassen. Sie ist – wie sie sagt – auf die Insel zurückgekehrt. Hat sich hier fallen und völlig neu inspirieren lassen. Angesteckt von der Leichtigkeit des Insellebens, von den Farben, von dem weiten Licht. Von den Emotionen.

„Wenn die Sonne hier abends untergeht und sich der Himmel rosa färbt, das ist schon überwältigend“, sagt die 48-Jährige.

Dieses Rosa ist auch die Farbe, die die neuen Arbeiten dominiert. Für diese hat sie das Großformat gewählt. „So eröffnen sich sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten“, findet Vandermeer, die auch gern mit Gegensatzfarben arbeitet. Für ihre Farbpaste mischt sie Pigmente mit Venetianer Terpentin. „Damit kann man sehr gut feine Strukturen malen“, schwärmt sie.

16 Bilder in einer Größe von zwei mal 1,40 Metern sind in den letzten Monaten schon entstanden. Zwei davon waren bei der sommerlichen Gruppenausstellung in der Galerie Radike/Kittelmann in Bad Doberan zu sehen. Durch diesen Kontakt werden die Arbeiten von Sylvia Vandermeer im nächsten Jahr auf eine große Reise gehen. „Sie werden in Shanghai gezeigt, wo eine neue Galerie entsteht“, freut sich Sylvia Vandermeer, deren Kunst seit Jahren in vielen Ländern unterwegs ist. Gerade wurde der einmillionste Besucher ihrer beiden Wanderausstellungen „Wandlung – Im Fluss des Lebens“ und „Die Betenden“ begrüßt – in Barcelona. Dort ist ihre Schau „Wandlung“ noch bis 30. Dezember in der La Església de las Dominiques de l‘Ensenyament zu sehen, „Die Betenden“ noch bis 26. November in der Stadtkirche Bochum.

„Die Betenden“ wurden schon an 46 Standorten in ganz Europa gezeigt. Begonnen hat die „Tournee“ im Jahre 2012 auf Rügen. Als Auftakt standen damals drei von insgesamt 12 zwei Meter hohen Plexiglasstelen, auf denen betende Menschen abgebildet sind, in der Kirche „Stella Maris“ in Binz.

Es ist die Heimatgemeinde von Sylvia Vandermeer, die gläubige Katholikin ist. Die einzelnen Stelen symbolisieren die Jünger Jesu, die den christlichen Glauben in die Welt trugen. Dargestellt sind zwölf völlig unterschiedliche Menschen in verschiedenen Gebetshaltungen und -situationen, die den Lebenskreis schließen. Ein Kind, das seine erste Kerze anzündet, ein singender Priesterseminarist aus Nigeria, eine Schwangere, ein von schwerer Krankheit gezeichneter Mann, ein Mönch – Menschen, denen Sylvia Vandermeer begegnet ist. Einer davon ist auch der Mönchguter Pastor Olav Metz. Die großen Stelen wurden im letzten Jahr in den neu renovierten Bautzener Dom eingesetzt.

Auch auf Rügen sind die „Betenden“ zu finden: In Form von kleineren Metallplatten in der evangelischen Kirche in Sellin. Arbeiten von Sylvia Vandermeer hängen auch an den Wänden der katholischen Kirche von Binz. Die Künstlerin hat einen fünfzehnzeiligen Kreuzweg gestaltet. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, die auch Biologie und Malerei studierte, beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit der altmeisterlichen Maltechnik. In der katholischen Kirche von Garz hängt ihre „Landung der Heiligen Birgitta auf Rügen“. „Mit dem Bild habe ich die heutige katholische Gemeinde von Rügen porträtiert“, lächelt Sylvia Vandermeer.

Wissenschaft und Kunst

Geboren 1968 in Zeitz studierte Sylvia Vandermeer nach dem Abitur Betriebswirtschaftslehre an der Uni Passau, promovierte und habilitierte sich an der Wirtschaftsuni Wien. Ihr wissenschaftliches und künstlerisches Engagement wurde 2008 durch die Verleihung einer Professur von der Donau-Uni Krems geehrt. Sie absolvierte zusätzlich ein individuelles Diplomstudium an der Uni Wien in den Fachrichtungen Bildende Kunst, Biologie und Psychologie, besuchte die Akademie der Alten Meister in Florenz und Wien (Meisterklasse Michael Fuchs) und fand Aufnahme im Painting Seminar unter der Leitung von Prof. Ernst Fuchs (Meisterklasse Daniel Friedemann).

Gerit Herold

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