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Mit dem 311er auf der alten F 96 nach Sassnitz

Sassnitz Mit dem 311er auf der alten F 96 nach Sassnitz

Potsdamer testet Wartburg für Amerika-Tour auf der Route 66

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Bürgermeister Frank Kracht heißt Wartburg-Piloten Jörg Tissat nach seiner Tour mit dem historischen 311er auf der legendären, alten F 96 im Sassnitzer Stadthafen willkommen.

Quelle: Stadtverwaltung

Sassnitz. „Willy hat die Testfahrt mit Bravour gemeistert.“ Jörg Tissat strahlt, als er „Willy“ an der Kaikante im Sassnitzer Stadthafen zum Stehen bringt. Der Potsdamer freut sich nicht nur über die gelungene Testfahrt, sondern auch über den Empfang. Bürgermeister Frank Kracht ließ es sich nicht nehmen, den 55-Jährigen zu begrüßen, der mit einem sehenswerten Exemplar der DDR-Fahrzeuggeschichte eine legendäre Transitstraße des Ostens der Republik unter die Räder genommen hat. Mit einem alten 311er „Wartburg Camping“ aus dem Jahre 1957 namens Willy unternahm Jörg Tissat eine „Spritztour“ auf der ehemaligen F 96 von Zittau bis nach Sassnitz.

„In Sassnitz bin ich schon ein paar Mal mit den Kindern gewesen. Zum Beispiel bei Rügen-Fisch und auf dem U-Boot-Museum“, erinnert Jörg Tissat und konnte berichten, dass die zurückgelegte Tour nur eine „Bewährungsprobe“ gewesen sei. „Wir haben Großes vor. Wir wollen im Jubiläumsjahr des Wartburgs mit Willy zu einer Amerika-Tour aufbrechen und die Route 66 unter die Räder nehmen“, so der gelernte Elektriker, der schon zu DDR-Zeiten eine 311er Limousine gefahren ist. Zusammen mit Arnold Schneider und Gert Hoffmann – wie Tissat Wartburg- Fans – will der Potsdamer Ende August auf der Route 66 von New York bis nach Chicago starten und DDR-Fahrzeuggeschichte über die legendäre Straße in den Vereinigten Staaten rollen lassen.

„Der Wartburg hat auch eine Fan-Gemeinde in den USA“, betont Jörg Tissat. Daran habe Willy Witkins seine Aktien, ein amerikanischer Autohändler, der nach der politischen Wende hierzulande 1215 alte Wartburgs kaufte, verschiffte und sie an Liebhaber in Amerika verkaufte. „Nach dem Amerikaner habe ich auch meinen 311er benannt. Der kommt sogar aus Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe ihn vor drei Jahren im Internet ersteigert und aus einem Dorf bei Rostock abgeholt“, erinnert Tissat. Er hatte in den 90er Jahren ein Buch über die Wartburg-Geschichte geschenkt bekommen, in dem er eine Anzeige des Amerikaners fand. „Das war der Auslöser für unser Projekt“, erzählt der Potsdamer, dass auf der Tour ein Zwischenstopp am Grab des inzwischen verstorbenen Willy Witkins eingeplant sei. „Auf sein Grab wollen wir ein Wartburg-Modell im Maßstab 1:87 stellen.“ Zwei Orte in Amerika, die Wartburg heißen, sollen ebenso angesteuert werden wie auch das Wartburg-College in Wawerly, das von deutschen Auswanderern gegründet wurde.

„Fast 10000 Kilometer in sechs Wochen – das wird teuer“, räumt Jörg Tissat unumwunden ein. Um Unterstützer zu gewinnen, hat er die Test-Tour auf der alten F 96 nach Sassnitz unternommen und in Frank Kracht einen Anhänger gefunden. „Da ich in Zittau studiert habe und nun Bürgermeister von Sassnitz bin, ist es für mich auch eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu unterstützen“, so der Rathauschef der Hafenstadt.

Jubiläen in der Wartburg-Geschichte

2 Geburtstage in der Wartburg- Geschichte stehen in diesem Jahr an und bilden den Hintergrund für das von den drei Wartburg- Fans geplante Amerika-Projekt namens „Die Drei mit Willy“. Zum einen wurde vor 120 Jahren, am 3. Dezember 1896, der Grundstein für die Fahrzeug- Fabrik Eisenach gelegt.

60 Jahre ist der Produktionsstart für die Baureihe Wartburg 311 her, die am 2. Januar 1956 begonnen wurde. Bis zum 14. April 1991 wurden 1,6 Millionen Wartburgs im ehemaligen VEB Automobilwerk Eisenach gefertigt. Rund 7000 Exemplare davon waren Anfang 2015 in Deutschland noch zugelassen.

Udo Burwitz

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