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Movie-Kids „schlagen“ sich Köpfe blutig

Kloster Movie-Kids „schlagen“ sich Köpfe blutig

Im Vorfeld gab es gegen die Show beim Hafenfest auf Hiddensee Kritik. Die Polizei war in Alarmbereitschaft.

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Die Movie-Kids Robert Krasniqi (18) und Annika Haesters (14) zeigen, wie man für einen Stunt beim Stockkampf richtig steht.

Quelle: Fotos: Kay Steinke (6)/Archiv

Kloster. Filmblut, Crash-Glas, Feuerstunts und eine 30 Meter hohe Feuerwalze im Hafenbecken: Die Stunt- und Schauspielschule Movie-Kids aus Neuss hat sich aktionsreich beim Hafenfest in Kloster am Wochenende vorgestellt. Schauspieler Manfred Kaufmann, Gründer der Movie-Kids, ist seit 14 Tagen angemeldeter Hiddenseer. Mit seinem Schauspielnachwuchs will er langfristig auf der Insel bleiben.

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Kritik gibt es immer bei etwas Neuem. Ich habe mich sehr gefreut, dass mal eine andere Truppe bei der Organisation des Hafenfestes hilft. Kritik können wir üben, wenn mal was schief gegangen ist.“Thomas Gens, Bürgermeister Hiddensee

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Ein Vorhaben, das kürzlich auf Kritik stieß. Vielleicht, weil die Movie-Kids angekündigt hatten, den Hafen in Kloster mit einer gigantischen Explosion zu sprengen. Eine Demonstration blieb aber aus.

„Wir versuchen die Hiddenseer davon zu überzeugen, dass wir nur eine etwas andere Sportart betreiben“, sagte Robert Krasniqi. Der 18-Jährige ist seit fünf Jahren bei den Movie-Kids. Er hat sich auf Prügelszenen spezialisiert. „Am Anfang waren wir etwas geschockt, weil wir die kritischen Stimmen nicht einkalkuliert hatten. Jetzt haben wir doch mehr Leuten gefallen“, sagte Krasniqi, der bewies, dass er sich in Zukunft durch deutsche Blockbuster prügeln könnte.

„Inzwischen hat sich die Kritik gelegt“, sagte auch Annika Haesters. Während der Show hatte ihr Manfred Kaufmann eine Flasche „Crash-Glas“ auf dem Kopf zerschlagen. Dementsprechend viel Filmblut hatte sich die 14-Jährige ins Gesicht geklatscht. „Es schmeckt nach Kaugummi. Bei den Proben hatten wir Pfefferminz“, erklärte sie. „Ich glaube, dass wir viele Zuschauer begeistert haben. Wir zünden ja nicht Hiddensee an, sondern etwas drumherum und uns selbst. Dafür haben wir Pyrotechniker dabei.“ Das Feuer sei echt, aber die Haut brenne natürlich nicht. „Wenn es zur Demo gekommen wäre, hätte ich mit der Show einfach weitergemacht. Um die Leute von unserer Kunst zu überzeugen.“

Auch Hauptkommissar Horst Henk war froh, dass es keine Demo gab. Er hatte sogar die Kollegen auf dem Festland alarmiert. „Vielleicht kommt ja noch was. Die Rügener Kollegen sind jedenfalls informiert. Wenn etwas passieren sollte, würden sie schnell mit dem Boot von Schaprode übersetzen“, sagte er. Im Vorfeld sei schlecht über die Movie Kids gesprochen worden. Ihm lägen aber alle Genehmigungen vor.

Etwas Unzulässiges machten die Kids nicht. „Kinder, die beschäftigt werden, schmeißen keine Scheiben ein“, sagte er. „Die Movie Kids werfen vielleicht mit Flaschen, aber begehen keine Sachbeschädigung“, sagte Henk.

„Dass wir Hiddensee in die Luft sprengen wollten, klingt sehr übertrieben“, findet auch Manfred Kaufmann, Chef der Stuntkids. Er hatte seine zukünftige Frau auf Hiddensee kennengelernt. Deswegen ziehe er mit dem Gewerbe auf die Ostseeinsel. Er sieht Potenzial: „Hier bietet es sich an, mit Kindern zu arbeiten. Die Eltern können Urlaub machen, wir machen was mit den Kids“, sagte er und gab zu:

„Ein Millionär wird man davon nicht.“

Kaufmann registrierte, dass sich Etliche über die Kids freuten. „Es gibt aber auch welche, die wollen Hiddensee so behalten, wie es ist. Die haben schon Vorurteile, bevor sie unsere Show angucken“, meinte Kaufmann. Hiddensee könnte eine Kinderinsel werden, findet er. „Ich glaube nicht, dass Herr Ringelnatz etwas dagegen gehabt hätte. Kinder haben die gleichen Rechte auf Kunst und Kultur. Und wenn wir mit ihnen die ,West Side Story‘ einstudieren, ist das auch Kunst.“

 

 

Video: Angehende Stuntleute zeigen ihr Können auf Hiddensee

Kay Steinke

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