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Musik erweckt Insel aus dem Winter

Putbus Musik erweckt Insel aus dem Winter

Auf die Eröffnung des Festspielfrühlings haben Rüganer und Gäste wohl schon lange gewartet: Mit begeistertem Applaus begrüßte das Publikum im Putbuser Marstall das ...

Putbus. Auf die Eröffnung des Festspielfrühlings haben Rüganer und Gäste wohl schon lange gewartet: Mit begeistertem Applaus begrüßte das Publikum im Putbuser Marstall das Fauré Quartett, das mit Werken von Josef Suk und Antonín Dvorák den Auftakt für die fünfte Auflage des Festspielfrühlings gab.

In diesem Jahr steht das Festival unter dem Thema „Die vier Elemente“, bis Sonntag wird es noch 16 Veranstaltungen geben, die jeweils den Themen Wasser, Feuer, Luft oder Erde gewidmet sind. Die Karten buchen die Gäste oft schon lange im Voraus, die hochkarätige künstlerische Leitung des Fauré Quartetts hat die Veranstaltung weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt gemacht. Ingeborg und Reinhold Lauer aus Berlin sind seit 20 Jahren Förderer der Festspiele MV und waren bereits beim ersten Festspielfrühling dabei. „Im zweiten Jahr waren die Karten schon zu schnell ausverkauft. Es ist toll, wie sich die Veranstaltung entwickelt hat“, meint Reinhold Lauer. „Die Musik lockt einen aus dem Haus. Auch wenn die Jahreszeit noch recht dunkel ist“, ergänzt seine Frau.

Und die Festspiele locken erfolgreich. „Das Eröffnungskonzert ist ausgebucht“, berichtet Intendant Markus Fein, während er immer wieder Gäste mit Handschlag begrüßt. „Hallo, na auch wieder da?“ Viele Besucher kommen jedes Jahr und nehmen am liebsten viele Konzerte und auch das Rahmenprogramm mit. Neben Vorträgen, Spaziergängen sind es vor allem die „Zugaben“, die geselligen Runden nach den Konzerten mit den Künstlern, die das Publikum liebt. „Das macht auch für mich als Musiker einen besonderen Reiz aus“, erzählt der Cellist des Fauré Quartetts, Konstantin Heidrich. „Es gibt dem ganzen eine sehr persönliche Note, ermöglicht Begegnungen.“ Sonst gingen die Konzertbesucher ja relativ schnell auseinander, hier sei es anders.

„Der Festspielfrühling ist für viele Gäste Grund, auf die Insel zu kommen“, berichtet Peter Schwarz, Direktor des Cliff-Hotels in Sellin. Schätzungen gehen davon aus, dass über 3000 Menschen extra für die Festspiele nach Rügen kommen. Ursula Kayser aus Göttingen ist für die Festspiele angereist und bereits das dritte Mal dabei. „Hier trifft sich die ganze Familie“, berichtet sie. „ Sogar die Enkel aus Hamburg sind dabei.“ Natürlich lassen sich auch die Rüganer das Frühlingserwachen nicht entgehen. „Ich freue ich mich auf ein Konzert pro Tag“, erzählt Till Jaich, Geschäftsführer der im jaich Wasserwelten in Lauterbach. „Ich liebe die Atmosphäre. Es fühlt sich an, als ob Musiker, Gäste und Mitarbeiter ein Ganzes sind. Eine große Familie.“

In diesem Jahr feiern die Besucher ihr Fauré Quartett — für die letztmalige künstlerische Leitung (die OZ berichtete), für ihr virtuoses Spiel. Mit den ausgewählten Stücken haben die Musiker eine gute Wahl für ein Frühlingserwachen getroffen: Jung und vorwärtsdrängend das Klavierquartett des Josef Suk, strahlend schön und melodisch das Werk seines Mentors Antonín Dvorák.

„Großartig“, strahlt Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke. „Ich habe mich schon die ganze Woche auf diesen Abend gefreut. Es ist ein tolles Ereignis für die Insel.“ Stefanie Wesche aus Greifswald schätzt die Qualität des Fauré-Quartetts. „Dass es die künstlerische Leitung abgibt, finde ich schade“, meint sie.

Zu den Gästen zählt auch der Bürgermeister von Binz, Karsten Schneider „Wir haben ja um diese Jahreszeit nicht viele so hochkarätige Kulturveranstaltungen auf der Insel. Die Gelegenheit sollte man unbedingt nutzen.“

Das Lob gaben die Musiker des Fauré Quartetts gerne zurück. „Man merkt genau, ob das Publikum mit spitzen Ohren lauscht oder nur ein Abonnement absitzt“, erzählt Konstantin Heidrich. „Das bekommen wir auf der Bühne genau mit.“ Silke Schneider fasst ihre Gefühle so zusammen: „Es ist ein bisschen wie der Startschuss in die neue Saison. Man trifft Menschen, die man im Winter vielleicht nicht gesehen hat, alle kommen wieder raus.“ Intendant Markus Fein: „Die Ostsee schwappt im Dreivierteltakt und aus den Autoradios auf der Insel klingt das Fauré-Quartett. Es ist Festspielzeit auf Rügen.“

Von Anne Ziebarth

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16 passionierte Laienkünstler aus vier Ensembles proben mit dem Fauré Quartett / Cliff-Hotel erfreut sich an der musikalischen Belebung des Hotels zum Festspielfrühling

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