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Binz/Berlin Paukenschlag: Der Chef geht

Micha Maass gibt künstlerische Leitung des Binzer Blue Wave Festivals ein Jahr vor Vertragsende ab

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Michael Maass mit Verve am Schlagzeug. Der Cheforganisator des Blue-Wave-Festivals hat seinen Vertrag gekündigt.

Quelle: Foto: Lutz Müller-Bohlen/archiv

Binz/Berlin. Eine Ära geht zu Ende: Micha Maass verabschiedet sich nach 21 Jahren als Künstlerischer Leiter vom Blue-Wave-Festival im Ostseebad Binz. Er rief das Festival 1996 ins Leben, baute es auf und aus und machte es weit über Deutschland hinaus bekannt.

Blue-Wave-Festival Binz

Auf 24 Konzerten spielten 80 Musiker beim letzten Blue-Wave-Festival, das am vergangenen Wochenende stattfand.

In 5 Hotels und Gaststätten fanden Konzerte statt.

Konzerte unter freiem Himmel auf dem Kurplatz, der Hauptstraße oder am Schmachter See konnten Binz-Urlauber bei freiem Eintritt genießen.

Das Blue-Wave-Festival zieht jährlich eine fünfstellige Besucherzahl aus nah und fern an. Unter seiner Leitung wurde es viermal als „Bestes Festival“ bei den German Blues Awards ausgezeichnet.

Darüber hinaus hat er 2006 das im Ostseebad Göhren kurz vor dem Festival jährlich stattfindende Blue Wave Camp etabliert. Dort ist er – auch über 2017 hinaus – neben vielen namhaften Musikerkollegen als Dozent und Organisator tätig.

„Nach 21 Jahren auf der Blauen Welle, 200 nicht verkauften T-Shirts im ersten Jahr, 500 gebuchten Bands, 800 Interviews, 4000 gesichteten Fotos, 20000 geschriebenen Emails, 40000 Telefonaten, vier German Blues Awards als bestes Festival und viel Sand in den Schuhen möchte ich mich von den zahlreichen treuen Blue-Wave-Fans und weltweiten großartigen Musiker-Bekanntschaften als Künstlerischer Leiter des Festivals verabschieden. Ich freue mich auf neue musikalische Herausforderungen als Schlagzeuger. Ich freue mich genauso auf alle kommenden Konzerte und über meine inzwischen fünfköpfige Familie“, verabschiedet sich Maass.

Aber nicht aus Binz. Dort wird er weiterhin regelmäßig beim monatlich stattfindenden „Late Night Blues“ in der Loev-Bar und dem Club „Löwenherz“ im Loev Hotel Rügen zu hören sein, teilt Sprecherin Christiane Dramé mit. Auch das BlueWave-Camp, das jeweils in der Woche vor dem Festival auf dem Campingplatz von Göhren stattfindet, möchte Maass weiterführen. Dort finden jährlich von Profi-Musikern geleitete Workshops zu verschiedenen Instrumenten, für Anfänger und Fortgeschrittene statt. In dieser Zusammenstellung waren Blue-Wave-Festival und Camp zum Rügener Alleinstellungsmerkmal geworden, das einen guten Klang in der bundesweiten Blues-Szene erwarb.

Das Festival läge Maass weiter sehr am Herzen, weswegen sie sich vorstellen könne, dass er für eine Beratung zu Booking oder Marketing zur Verfügung stehen könnte, wenn die Bedingungen stimmen, so die Sprecherin. Der Satz könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Kurverwaltung des Ostseebades sich zuletzt sehr auf eigene Projekte wie den Kultursommer oder andere Festivals konzentrierte. Auch war aus Musikerkreisen gelegentliche Kritik an der Unterbringung während des Festivals zu vernehmen gewesen. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatten Maass und der frühere Kurdirektor Unstimmigkeiten zum Zeitpunkt des Festivals überwinden müssen. Ohne die Kündigung des Vertrages durch Maass hätte die Laufzeit des, seinerzeit noch mit Bürgermeister Karsten Schneider abgeschlossenen, Vertrags erst im kommenden Jahr geendet.

Micha Maass selbst war am Dienstag nicht erreichbar. Auch aus der Binzer Kurverwaltung war noch kein offizielles Statement zu erhalten. Man sei überrascht von der Entscheidung und müsse nun zunächst eine interne Abstimmung herbeiführen, hieß es lediglich.

Uwe Driest

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