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Premiere: Insel-Rocker mit Konzept-Platte

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Coal & Crayon stellen Album vor, das für die Band ein einziger langer Song ist / Deutschland-Tournee steht bevor

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Die Band-Mitglieder von Coal & Crayon haben allen Grund zur Freude: Gemeinsam mit Freunden feierten sie im Bergener Underground die Release-Party zum Erscheinen ihres neuen Albums.

Quelle: Josephine Böhme

Bergen Eine unglaubliche Wärme, Spots aus allen Richtungen, die Blicke der Menge sind gespannt auf die Bühne gerichtet, der Gitarrist haut in die Saiten: der Abend ist eröffnet – und der hatte einiges zu bieten. Von softem Indie-Rock über Alternative bis Post Punk blieben keine Wünsche offen.

Die Insel-Band Coal & Crayon lädt zur Release-Party ihrer neuen Platte in den Bergener Underground. Dabei hatten die Freizeit-Rocker John Killies, Tino Damms, Robert Lefold, Norman Gäthke und Philipp Fouquet Unterstützung im Gepäck. Die Fans durften sich auf musikalischen Support von den Stralsundern Dias, der Dresdner Band Elmar und den Überraschungsgästen Indian Summer Westward HO freuen.

Was waren Eure Erwartungen an den Abend?

Robert: Ehrlich gesagt, hatte ich mit dem ein oder anderem Besucher mehr gerechnet aber es war trotzdem ein super guter Abend. Denn da macht es mehr Spaß vor ein paar Einzelnen zu spielen, die allerdings richtig Bock auf unsere Musik haben, als nur vor einem vollen Saal.

Ihr habt Euer neues Album, dessen Namen noch ein Geheimnis bleiben soll, zum ersten Mal live vor Publikum gespielt. Wie habt Ihr Euch vor dem Auftritt gefühlt und was geht einem danach so durch den Kopf?

Philipp: Ich war wirklich relativ entspannt, könnte man sagen.

Robert: Also ich war schon ein bisschen nervös, aber man könnte es eher als Vorfreude bezeichnen. Was wir so lange im Proberaum geübt haben, konnten wir endlich live spielen. Jetzt ist man echt erleichtert, alles hat super geklappt und ich glaube, dass auch viele Zuschauer glücklich heim gehen.

Tino: Ich finde, mit den Vorbands haben wir eine ziemlich coole Brücke zwischen unseren Musikstilen hinbekommen.

Hab Ihr Euren Vorsatz, das diesmal selbstvertriebene Album als Gesamtkonzept aufzubauen, realisieren können?

Robert: Definitiv. Wir haben versucht, ein zusammenhängendes, in sich geschlossenes Werk zu kreieren und ich denke, das ist uns ziemlich gut gelungen. Es ist keine Aneinanderreihung von Liedern, wie man es in den meisten Fällen von einem Album kennt, sondern es erscheint eher wie ein einziger langer Song.

Wie würdet Ihr Eure neue Platte in einem Wort beschreiben?

Philipp: Vielseitig fasst es ziemlich gut zusammen.

Robert: Aber auch aufwändig.

Wie viel Zeit habt Ihr denn für das Songwriting investieren müssen?

Philipp: Aktiv daran gearbeitet haben wir gut anderthalb Jahre. Anfänglich bestand die Arbeit aus viel schreiben und viel wegschmeißen.

Robert: Es ist auch immer schwierig intensiv zu arbeiten, da wir uns meistens maximal einmal im Monat treffen können. Daher geht auch viel digital, beispielsweise schicken wir uns kurze instrumentale Ideen per Handy oder Ähnliches. Das Meiste und vor allem das Beste entsteht allerdings aus der Dynamik unseres Zusammenspielens, also aus gemeinsamen Proben oder Impulsschreiben.

Deshalb jammen und improvisieren wir gern und häufig.

Eurer Technik- und Genreunabhängigkeit seid Ihr treu geblieben, stets nach dem Motto: Wir passen in keine Schublade! Aber in wie weit habt Ihr Euch seit dem letzten Album weiterentwickelt?

John: Wir sind bandintern viel dynamischer geworden, weshalb auch die Ideen des Einzelnen viel mehr berücksichtigt und verarbeitet wurden. Diesmal stand eher das Gesamte im Vordergrund.

Robert: Umso mehr man das Album auf sich wirken lässt, desto poppiger klingt es diesmal aber auch. Das liegt vor allem an Johns Stimme, denn der Gesang ist ziemlich stilbestimmend für eine Musik.

Durch das Gesamtkonzept entsteht ja auch ein durchgängiger Handlungsstrang. Was ist also die Intuition hinter Euren Songs?

Robert: Das Album ist sehr philosophisch geworden. Es geht im Großen und Ganzen um die Wiederholung von unvermeidbaren Ereignissen und die ewige Wiederkehr. Ein Mensch würde also die gleichen Fehler immer wieder machen beziehungsweise in einer bestimmten Situation immer auf die gleiche Weise handeln, egal in welchem Leben, weil es einfach in der menschlichen Natur liegt.

Die Verantwortung für das Schreiben der Texte liegt noch immer in Johns Händen. Woraus ziehst du deine Inspiration?

John: Größtenteils beeinflussen mich meine Kinder. Unsere Texte reflektieren das Leben und das Älterwerden sowie gesammelte Erfahrungen, allerdings sind Teile auch Fiktion.

Phillip: Wenn ich einmal Ideen einwerfe, sind diese meist ganz unterbewusst entstanden, indem ich einfach aus einem zufällig aufgeschnappten Wort eine Geschichte weiterspinne.

Auf der Skala von 1 bis 10, wie viel Herzblut steckt in Eurer neuen Scheibe?

Tino: Definitiv eine 10. Von jedem von uns sind Alltagserlebnisse und vor allem Empfindungen und Gefühle in den Songs verarbeitet und das überträgt sich natürlich auch auf die Musik, die wir spielen.

Vor vier Jahren die erste Scheibe

10 Jahre ist es her, dass die Band Message in Blood gegründet wurde. Schon im April 2007 erschien die erste gemeinsame EP „Technocracy“.

2012 benannte sich die Gruppe in Coal & Crayon um und besteht aus: John Killies, Tino Damms, Robert Lefold, Norman Gäthke und Philipp Fouquet. „World asleep“ ist das erste Album der Band.

In diesem Jahr erscheint die neue Platte und eine Deutschlandtour ist geplant. Mehr Informationen gibt's auf der Facebookseite der Band unter: www.facebook/coalandcrayon/

Josephine Böhme

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