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Sassnitzer Lotsenstation kunstvoll in Ton gebrannt

Sassnitz Sassnitzer Lotsenstation kunstvoll in Ton gebrannt

Segeltuch-Designerin Diana Klemm und Keramikerin Dörte Päplow gestalten Ausstellung zur Architektur der Hafenstadt

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Fotografin und Segeltuch-Designerin Diana Klemm (l.) „zaubert“ per Linolschnitt das Motiv der ehemaligen Sassnitzer Lotsenstation auf die Tonplatte, Keramikerin Dörte Päplow formt nach dem Aufdruck den Tellerrand in der Töpferei am Grundtvighaus.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Zur Kaiserzeit dirigierte der Sassnitzer Lotse mit aufgezogenen Fahnen vom markanten Gebäude an der Serpentine der Hafenstraße oberhalb des Stadthafens die Schiffe in den maritimen Anleger. Jetzt haben Fotografin und Segeltuch-Designerin Diana Klemm und Keramikerin Dörte Päplow dem typisch wilhelminischen Bau mit seiner roten Klinkerfassade ein kunstvolles Denkmal gesetzt. Sie modellierten und brannten die ehemalige Lotsenstation in Ton und brachten sie auf Segeltuch. Das Kunstwerk mit dem Motiv des markanten Baus gehört zu den Exponaten einer neuen Ausstellung „Struktur und Form“, die heute in der Töpferei am Grundtvighaus eröffnet wird.

OZ-Bild

Segeltuch-Designerin Diana Klemm und Keramikerin Dörte Päplow gestalten Ausstellung zur Architektur der Hafenstadt

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„Seit Januar sind wir Woche für Woche zusammen losgezogen, um die Sassnitz prägenden Gebäude, aber auch für unsere Hafenstadt typische Details der Architektur aufzuspüren“, erinnert Dörte Päplow, die seit 1998 ihr Kunsthandwerk in der Töpferei am Grundtvighaus ausübt. Die Idee für das Projekt sei ihr gekommen, als sie eine Tasche mit einem aufgedruckten maritimen Motiv entdeckte, die Diana Klemm gefertigt hat, so Päplow. Seit zwei Jahren bereichert Klemm das Kunsthandwerker-Angebot in Sassnitz mit ihren Kreationen. Von Hause aus Grafikerin und Fotografin, haucht sie neuem und altem Segeltuch neues Leben ein und designt daraus unter anderem Unikate Taschen. „Bislang habe ich die allerdings vorwiegend mit Aufdrucken von maritimen Motiven wie Anker oder Möwen verziert“, sagt sie.

Diana Klemm steht in der Werkstatt der Töpferei am Grundtvighaus und drückt einen von der ehemaligen Lotsenstation gefertigten Linolschnitt auf eine kreisrunde Tonplatte. „Auf unseren Streifzügen haben wir viele Motive entdeckt. An der Villa ,Fernsicht‘ in der Altstadt mit ihrer sehenswerten Bäderarchitektur sogar einen in Holz geschnitzten Drachen.“ Diana Klemm hielt das Entdeckte mit der Kamera fest, „kitzelte“ als Grafikerin am Computer anschließend das Wesentliche des Motivs heraus, von denen dann die Linolschnitte gefertigt und diese in Ton oder auf Segeltuch gebracht wurden. „Was hat es mit dem Drachen auf sich? Wohnten in den Häusern, an deren hölzernen Balkonen und Vorbauten wir Brezeln oder Sonnenblumen gefunden haben, tatsächlich mal Bäcker oder Gärtner? Unser Projekt wirft viele Fragen auf“, kommt Diana Klemm ins Schwärmen.

Sassnitz habe sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, finden beide. „Die Stadt wurde nicht zubetoniert, sondern mit öffentlichen Plätzen beschenkt“, lobt Dörte Päplow. Andererseits hätten sie Gebäude abgelichtet und in Ton oder auf Segeltuch gebannt, die heute schon nicht mehr so aussehen, wie zu dem Zeitpunkt, als sie für das Kunstprojekt fotografiert wurden, ergänzt Diana Klemm. „Am ehemaligen Kino fehlt heute zum Beispiel schon ein Fenster. Es ist Opfer des schleichenden Verfalls geworden. Wie gehen wir damit um? Was können wir dagegen unternehmen?“ Die beiden Künstlerinnen wollen Denkanstöße geben und sind einhellig der Meinung, dass die weitere Entwicklung ihrer Heimatstadt nicht allein Sache der Stadtvertreter ist. „Die Einwohner sollten einbezogen werden, unsere Ausstellung die Möglichkeit bieten, darüber ins Gespräch zu kommen“, sagen beide.

Fotoschau

Die Ausstellung „Struktur und Form“ mit Kunstwerken in Ton und Segeltuch der Sassnitzer Grafikerin und Segeltuch-Designerin Diana Klemm und Keramikerin Dörte Päplow wird heute Nachmittag in der Töpferei am Grundtvighaus eröffnet. Zur Vernissage sind Interessenten um 17 Uhr willkommen. Ein DJ sorgt für Musik und es gibt kleine Häppchen. Die Exposition kann täglich, außer sonntags, bis zum 7. Juli in der Zeit von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Eine Fotoschau „Sassnitz“ mit den von Diana Klemm geschossenen Bildern zur Architektur wird zudem im Grundtvighaus gezeigt.

Von Udo Burwitz

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