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Morgen werden im Theater die diesjährigen Putbus-Festspiele eröffnet

Putbus Mit einer Ballett-Gala werden morgen die diesjährigen Putbus-Festspiele eröffnet. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Klaus Möbus, dem neuen Vorsitzenden des Fördervereins für das Theater Putbus, dessen Mitglieder die Veranstaltung seit Jahren organisieren.

Von 1998 bis 2012 haben Sie das Theater in Putbus geleitet, sind dann in den Vorstand des Fördervereins gegangen und haben jetzt dort die Führung übernommen. War das so vorgesehen oder hat es sich einfach so ergeben?

Klaus Möbus: Es läuft in diesem Falle so wie geplant. In meiner Zeit als Theaterdirektor hat unser Haus auch sehr eng mit dem Förderverein zusammengearbeitet. Aber es war immer klar, dass ich in meiner Funktion als Direktor nie dem Vorstand angehören würde. Das muss man klar trennen. Die ehrenamtliche Arbeit habe ich mir für den Ruhestand aufgehoben und jetzt Gerhard Reese abgelöst, den wir nach 20 Jahren an der Spitze des Vereins zum Ehrenvorsitzenden ernannt haben.

Wozu braucht das Theater überhaupt einen Förderverein?

Möbus: Bestimmte Dinge kann ein Theater einfach nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren. Kinder- und Jugendveranstaltungen oder die Weihnachtsmärchen beispielsweise sind so gut wie nie kostendeckend. Trotzdem gehören sie dazu und müssen angeboten werden. Der Verein hat dafür bei Bedarf die Mittel besorgt. Er finanziert auch die Putbus- Festspiele.

Die sind mittlerweile neben der Kabarett-Regatta zur jährlichen Tradition geworden. Aber an den Anfang können sich nur noch wenige erinnern ...

Möbus: Die Veranstaltungsreihe hat ja auch eine bewegte Geschichte. Ihren Ursprung hat sie 1992 in den Rossini-Festspielen unter dem künstlerischen Leiter und Dirigenten Wilhelm Keitel. Später hieß sie dann auch mal „Rügen-Festival“, bis wir gemeinsam mit dessen Förderverein 2002 die Putbus-Festspiele aus der Taufe hoben.

Und es stehen nach wie vor kulturelle Angebote auf dem Plan, die das Theater sonst so nicht unterbreiten könnte?

Möbus: Ja, und wir erweitern damit die Palette. Nehmen wir zum Beispiel die Eröffnungs-Gala am morgigen Donnerstag. Die wird die Staatliche Ballettschule Berlin bestreiten. So ein Gastspiel mit zahlreichen jungen Tänzern, die hier auch untergebracht werden müssen, kann ein Theater nie allein aus den Eintrittspreisen finanzieren. Oder die Musik im Park ...

... die sich zu einem beliebten kulturellen Höhepunkt bei den Rüganern und Gästen gemausert hat ...

Möbus: (lacht) Ja, nach anfänglichen Schwierigkeiten. ,Wo sind denn hier die Stühle‘, haben uns Gäste bei der ersten Veranstaltung gefragt. Mittlerweile kennen und lieben die Insulaner und Gäste das Konzept, bringen sich Stühle und Decken mit und genießen die Musik unter freiem Himmel bei freiem Eintritt.

Und das alles wird aus den Spenden, die der Förderverein sammelt, bezahlt?

Möbus: Ja. Wir haben mittlerweile feste Partner auf der Insel, die uns jedes Jahr unter die Arme greifen, in ganz verschiedener Form. Ein ganz wichtiger ist nach wie vor die Sparkasse, aber auch „Die Linke“ unterstützt uns finanziell. Hotels stellen Zimmer zur Verfügung und kümmern sich um die Gäste. Und „De Blomenpott“ aus Putbus stellt uns die Blumen zur Verfügung, um mal ein anderes Beispiel zu nennen.

Bleibt da am Ende der jeweiligen Festspielsaison noch etwas Geld übrig, um die des kommenden Jahres vorzubereiten?

Möbus: Wir versuchen es jedenfalls. In diesem Jahr wollen wir zur Finanzierung noch eine weitere Möglichkeit heranziehen — und zur „Musik im Park“ Programmhefte verkaufen. Für einen Spendenbeitrag von fünf Euro werden sie zu haben sein. Darin erfahren die Besucher nicht nur etwas über das Programm. Das Heft enthält auch einen Übersichtsplan für den Park und die Veranstaltungsorte. Denn viele Besucher sind auf Rügen zu Gast und wissen nicht, wo sich im Park die „Pergola“ oder das Puppenmuseum befinden. Außerdem soll sich der Erwerb des Hefts für die Gäste auch finanziell lohnen.

Inwieweit?

Möbus: Es enthält Gutscheine für alle Putbusser Galerien und Museen, die an diesem Tag zum Teil länger öffnen, sowie für alle unsere gastronomischen Partner. Gratis ist mit einem dieser Gutschein zum Beispiel der Eintritt zur Vorführung des Films „Die Wunderkinder“, der am Nachmittag in der Jägerhütte gezeigt wird. Der Streifen wurde teilweise in Putbus gedreht und einige Einwohner wirken darin auch als Statisten mit.

Von Interview von Maik Trettin

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