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Stadtfest macht nicht nur Kinder glücklich

Stadtfest macht nicht nur Kinder glücklich

Party zu 6. Europatagen sorgt generationsübergreifend für Begeisterung / Einige Gäste wünschen sich mehr Kultur

Bergen Ausgelassen, fröhlich, generationsübergreifend und abwechslungsreich – das Stadtfest zu den 6. Europatagen unterhielt Bergens Bürger und viele Touristen außerordentlich. Und vor allem, dass es diesmal ein großes Angebot für Kinder gab, begeisterte. „Viele Eltern haben ihre Kleinen am Freitag früher aus der Kita abgeholt, um noch zum Stadtfest gehen zu können“, bestätigte Michaela Kleist von der Kita der Awo in Rotensee diesen Eindruck.

Aber nicht nur für die Jüngsten war etwas dabei: Von Riesen-Seifenblasen über begehbare Krabbelkugeln bis zu Zaubershow und Lesung erwarteten den Bergener Nachwuchs jeden Alters Attraktionen. „Schön ist, dass es so weitläufig ist“, fand Ilona Stade , die mit ihrer Schwägerin Ina Probst sowie Tochter und Enkelin auf dem Markt unterwegs war.

„Ich freue mich, dass Bergen so etwas auch einmal für junge Leute auf die Beine stellt“, sagte Michelle Leistert aus Bergen. Die 20-Jährige, die im Callcenter von Lietzow arbeitet, war mit Freund und Familie unterwegs.

Den Rummel richtete Marco Holtz aus Grimmen aus, der den Familienbetrieb bereits in fünfter Generation führt. Neu war in diesem Jahr der umlagerte „Breakdancer“ und das Geister-Hotel. Da hinein trauten sich Lene Ewert und ihre drei Freundinnen aus Sagard. „Man geht bei Dämmerlicht über matschigen Boden, Seile oder über Stäbe. Am Ende erschreckte uns ein Werwolf, so dass wir schnell raus liefen“, erzählte die 15-Jährige Bergenerin.

Susi Edding aus Berlin stand in ihrer Verkaufsbude und brachte Bratwurst und Pommes an die hungrigen Bergener. „Mit dem Umsatz bin ich zufrieden, und wir kommen bestimmt gern wieder“, sagte sie. Die junge Frau war zum ersten Mal auf Rügen.

Doreen Bewersdorf hingegen war es zu laut. Die Anwohnerin quartierte sich über das Wochenende aus, weil sie vor Mitternacht kein Auge zu bekam. „Man hätte uns vielleicht vorher darüber informieren können, wie lange die Bässe der Karussells wummern würden“, meinte sie, und für Ute Karr waren es zu viele Karussells. „Ich würde mir mehr Angebote zum Ansehen und Zuhören wünschen und vielleicht etwas, dass nur mit Bergen zu tun hat.“ Kultur sieht auch Ralf Eckardt als „Bereicherung des reinen Feier-Betriebs“. Er ist in Bergen geboren, lebt heute in Hamburg und sah sich gemeinsam mit Schwester Franziska das Zimmertheater im Museum an, wo Schauspielerin Susann Kloss Szenen zum Thema „Schräge Gäste – Wilde Feste“

vortrug.

Bürgermeisterin Anja Ratzke möchte die Anregungen gern aufgreifen und kulturelle Anteile stärken. „Ich freue mich jetzt schon mal sehr über zwei Einladungen, die Generalkonsulin Cornelia Pieper und der EU-Abgeordnete Werner Kuhn aussprachen, die das Orchester der Rügener Musikschule nach Danzig und Brüssel einladen“, sagte Ratzke.

Darüber hinaus sei bei den Gästen aus den Partnerstädten Palanga, Oldenburg und Goleniòw besonders die Party auf dem Klosterhof am Samstagabend angekommen, die bis 1.30 Uhr angedauert habe und mit einem begeisterten Auftritt der Gruppe Marry No Wane ihren Anfang nahm. Die um Akkordeon-Spielerin Aleksandra Nykowska mit Geige, Gitarre, Bass und Schlagwerk instrumentierte Band spielte Lieder zum Thema Liebe und Leid im Rhythmus von Polka und Walzer. „Auf dem Klosterhof waren am Abend jung und alt zusammengekommen“, sagte die Bürgermeisterin. „Das war einfach nur schön.“

Kinder der Kita Regenbogen sowie von Rugard- und Altstadtschule trugen Lieder und die Jasmunder Plattdänzer Tänze vor, die Rügener Schülergruppe Pilgrim spielte auf, und Sängerin Romy Krempien rockte mit ihrer Gruppe Billy Buschvitz die Bühne an der Marktstraße. Und Akkordeon-Spieler Algirdas Benetis aus Palanga blieb als fulminanter Höhepunkt in Erinnerung.

Auf dem von den Gewerbetreibenden organisierten Roten Sofa unterhielt sich Moderatorin Kathleen Aust sowohl mit Gästen aus den Partnerstädten als auch einheimischen Politikern und Gewerbetreibenden über deren Kindheit in Bergen und Wünsche für die Zukunft. Kristine Kasten erinnerte sich an das heute geschlossene Ausflugslokal in Zittvitz, Eike Bunge , der heute bei der Bahn arbeitet, trieb sich schon als Kind so oft es ging am Bahnhof herum.

Eine kleine von Elke Pahnke (Wäsche & mehr) und Carola Golz (Mode & Mehr) organisierte Modenschau zog allerlei Publikum gesetzten Alters an.

Jens-Uwe Berndt und Uwe Driest

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