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Meerjungfrau bleibt in Putbus am Leben

Putbus Meerjungfrau bleibt in Putbus am Leben

Premiere des Freiluft-Theaters im Schlosspark mit einem abgewandelten Andersen-Märchen

Putbus. Zum ersten Mal kooperierte das Theater Putbus mit dem Greifswalder Theater Phoebus und auch der Aufführungsort war neu – die Wiese vor dem Rosencafé der Fürstenstadt. „Rund um gelungen“ freuten sich die Zuschauer, die trotz des unbeständigen Wetters mit Kind und Kegel gekommen waren. Das Stück, frei nach dem Märchen von Hans Christian Andersen, wurde von den Schauspielern Josefine Schönbrodt und Jan Maria Meissner zu einem Puppenmusical umfunktioniert. Regie führte der Putbusser Theaterdirektor Peter Gestwa.

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Premiere des Freiluft-Theaters im Schlosspark mit einem abgewandelten Andersen-Märchen

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Anders als im Originalmärchen geht die in knapp einer Stunde erzählte Geschichte bei den Kindertheater-Spezialisten von Phoebus gut aus: Die kleine Meerjungfrau wird nicht in Meerschaum verwandelt, sondern darf mit ihrem Prinzen weiter leben, teils als Mensch, teils als Unterwasserwesen. Zum Schluss siegt die Freiheit und natürlich die Liebe. „Ein faszinierendes Stück, voller Tiefe und Poesie“, schwärmte der Münsteraner Christoph Blühm, der mit seiner Freundin die Open-Air-Premiere besuchte und als Urlauber auch die stimmige Atmosphäre im Garten des Rosencafés bewunderte.

Die Kinder, teilweise auf kleinen Liegestühlen sitzend, hatten ihre große Freude an den lebensgroßen, farbenfrohen Puppen, die Erwachsenen genossen das Geschick der beiden Schauspieler, mehrere Figuren gleichzeitig zu spielen, von einem Moment zum anderen die bezaubernd gestalteten Kulissen zu verändern und zusätzlich auch noch das Soundboard zu bedienen – mitreißende Songs, das Gluckern und Rauschen des Meeres und das Brodeln in der Hexenküche.

„Unsere Philosophie ist ganz einfach: Wir wollen mit unserem Theater Leute jeden Alters, von Null bis 100 ansprechen, und so arbeiten wir auch, volles Tempo, ohne Grenzen“, beschreibt der Musiker und Schauspieler Jan Meissner die Arbeitsweise von Phoebus mit derzeit sieben Stücken im Repertoire. Und Regisseur Peter Gestwa ergänzt: „Gut ist Kindertheater dann, wenn Erwachsene mit ihren Kindern ins Theater gehen und so fasziniert sind, dass sie womöglich alleine noch einmal wiederkommen.“

Schon jetzt liebäugelt das Trio Schönbrodt, Meissner und Gestwa mit einer neuen Produktion für das kommende Jahr und auch die Eigentümer vom Rosencafé, das Ehepaar Raulff, sind nicht abgeneigt. Gerd Raulff: „Eine solche Freiluft-Aufführung ist eine absolute Bereicherung für uns, für das Theater und für Putbus.“ Hinzu kommt: Die Mitarbeiter im Rosencafé haben seit Jahren Erfahrungen mit Außenveranstaltungen. Im Sommer findet vor dem Kaffeehaus regelmäßig die Reihe „Musikalisches Picknick“ statt.

Ein Zwei-Personen-Theater

Das Greifswalder Theater Phoebus wurde vor etwa einem Jahr von der Schauspielerin Josefine Schönbrodt und dem Musiker Jan Maria Meissner ins Leben gerufen.

Sieben Stücke , überwiegend Märchen, haben Schönbrodt und Meissner bislang konzipiert, eine wesentliche Rolle spielen selbst gebaute, lebensgroße Puppen und eigene Songs. Am liebsten lassen die Theaterleute auf Reisen ihre Puppen tanzen, auch mit dem neuen Stück „Die kleine Meerjungfrau“ sind sie im Sommer landesweit unterwegs, beispielsweise auf Usedom.

Auf Rügen wird „Die kleine Meerjungfrau“ das nächste Mal im Pavillon am Hafen Lauterbach aufgeführt, am 18. Juli um 16 Uhr. Die Theaterpremiere in Putbus findet am 16.

September statt, danach sind zahlreiche Aufführungen in den Theaterhäusern in Stralsund und Greifswald geplant.

Lena Roosen

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