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„Was habe ich, wenn ich aufhöre? Nichts!“

Greifswald „Was habe ich, wenn ich aufhöre? Nichts!“

Thema Alkoholmissbrauch: Klassenzimmerstück „Flasche leer“ feiert Premiere in der Regionalen Schule Ernst-Moritz-Arndt

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Ronny Winter in seiner Rolle als David Aschinger, der wiederum den Alkoholiker Knut spielt.

Quelle: MuT

Greifswald. Schauspieler Ronny Winter steht im Klassenzimmer der 7a, gestikuliert wild: „Wenn ich sage, ich trinke heute drei Bier, kann ich nicht einfach vier trinken?“ Die Schüler lachen und stimmen ihm zu. Winter verkörpert die Rolle des David Aschinger, der das Theaterstück „Flasche leer“ spielen soll. Das Ein-Mann-Stück handelt vom Alkoholiker Knut. Als Requisit hat Winter als Aschinger eine Flasche mit Tee als Whiskey-Ersatz.

Aschinger tritt immer wieder aus der Rolle des Knut heraus, versichert aber dem Publikum, gleich weiterzumachen. Er erzählt jedoch von seinen eigenen Erfahrungen mit Alkohol und spielt immer mal wieder eine Szene, die den Alkoholiker Knut zeigt. Dabei verschwinden die Grenzen zwischen Fiktion und Realität.

„Vom Alkohol schläft man auf dem Klo ein, ist mir auch schon passiert, ähm, ich meine Knut natürlich“, sagt Aschinger. Während des Spiels trinkt der Schauspieler permanent aus der Flasche. „Warum soll ich nichts trinken, wenn es mir dann besser geht?“, schreit er durch die Klasse. Nach dem Schluck wird der Schauspieler ruhiger. Den Schülern ist mittlerweile bewusst, dass sie ein Stück im Stück sehen. Ronny Winter spielt David Aschinger, der Knut spielen soll, dies aber immer unterbricht. Um sein Alkoholproblem zu verheimlichen, fordert Aschinger am Ende die Schüler auf, dem Theaterchef zu sagen, er habe das Stück ganz normal vorgeführt. Zum Abschluss sagt Knut: „Was habe ich, wenn ich aufhöre? Nichts, keine Frau, keine Arbeit, nichts.“

„Flasche leer“ kam positiv an: „Die Gestaltung war witzig, man konnte gut zuhören. Er hat uns direkt angesprochen“, so die Reaktionen der Schüler. „Wir führen das Stück auf, um über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufzuklären“, erklärt Dramaturg Sascha Löschner. „Wir wollen eine Sensibilisierung für den Umgang mit Betroffenen schaffen.“ Die Vorstellung wird siebten und höheren Klassen in Greifswald, Stralsund und Rügen vorgetragen.

 



Laura Weigele

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