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Von den Profis lernen: Meisterkurse für Musikliebhaber

Sellin Von den Profis lernen: Meisterkurse für Musikliebhaber

16 passionierte Laienkünstler aus vier Ensembles proben mit dem Fauré Quartett / Cliff-Hotel erfreut sich an der musikalischen Belebung des Hotels zum Festspielfrühling

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Erika Geldsetzer (l.), Fauré Quartett, mit Mitgliedern des Jolando Quartetts.

Quelle: Festspiele Mv

Sellin. Musik liegt in der Luft — morgens gegen neun Uhr im Cliff-Hotel in Sellin. Jorinde Cirkel aus Berlin steht mit ihrer Geige vor dem Yoga-Raum, in dem heute allerdings etwas ganz anderes auf dem Plan steht. Das Fauré Quartett, Künstlerische Leitung des Festspielfrühlings Rügen, gibt in Meisterkursen sein Wissen an Laienmusiker weiter. Insgesamt 16 passionierte Musiker aus vier Ensembles haben sich angemeldet. Sie kommen aus Hamburg, Berlin, München, Bad Nauheim, Parchim, Plau am See und sogar aus Frankreich. Einstudiert haben sie Werke von Mozart, Schubert, Brahms und Dvorák.

Jorinde Cirkel und ihr Jolando Quartett sind nicht zum ersten Mal dabei: „Wir haben den Kurs 2012 schon einmal besucht und waren begeistert. Da wir aus ganz unterschiedlichen Ecken Deutschlands kommen, haben wir uns vorher getroffen, um die Stücke einzuüben. Nun freuen wir uns auf den Unterricht bei Erika Geldsetzer.“

Jeder Musiker des Fauré Quartetts widmet sich in zwei Mal drei Stunden einem Ensemble. Pianist Dirk Mommertz freut sich über das Wiedersehen: „Mittlerweile sind schon fast Freundschaften entstanden, da einige Gruppen immer wieder kommen. Die meisten bleiben gleich mehrere Tage auf der Insel und genießen die Atmosphäre.“

Das scheint auch für die Profis zu gelten, berichtet Festspielintendant Markus Fein, der gerade vom Frühstück kommt: „Ich finde es toll, dass die Musiker sich bei all den Proben und Konzerten die Zeit nehmen, den Geist dieser norddeutschen Landschaft zu erkunden. Gerade traf ich den Cellisten Nicolas Altstaedt, der gerade völlig beglückt und inspiriert von seinem Spaziergang zur Seebrücke Sellin zurückkam, wo er am Freitag spielt. So etwas fließt ja auch in die Interpretation der Werke ein!“

Das Team des Cliff-Hotels wiederum erfreut sich an der musikalischen Belebung des Hotels. Marketingleiterin Viola Kaser: „Überall im Hotel ist Musik zu hören, unsere Gäste sind begeistert!“ Viele dieser Gäste kämen seit dem ersten Festspielfrühling 2012, ergänzt die stellvertretende Hoteldirektorin Maria Küenzlen. Es habe sich ein richtiges Stammpublikum entwickelt, das sich häufig gleich für die gesamte Festivalzeit einbuche. Und noch etwas anderes ist den beiden wichtig: „Der Festspielfrühling belebt einerseits den in dieser Jahreszeit nicht so ausgeprägten Tourismus. Er ermöglicht aber auch den Rügenern und Rüganern in dieser etwas ruhigeren Zeit den Besuch von hochkarätigen klassischen Konzerten, was in der Hochsaison überhaupt nicht denkbar wäre.“

Dass die Konzertbesucher — ob von der Insel oder aus der Ferne angereist — nach den Konzerten persönlich mit den Künstlern ins Gespräch kommen, ist eines der Markenzeichen dieses Festivals. So bekam Erika Geldsetzer von einem Gast zu hören: „Das ist ja ein Highlight nach dem anderen, da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll!“ Solche Rückmeldungen freuen die Künstlerischen Leiter des Festspielfrühlings. Cellist Konstantin Heidrich gibt das Kompliment allerdings auch an die Besucher zurück: „Das Publikum ist hochkonzentriert und lässt sich ganz auf die Konzertprogramme ei

n, die wir zu den vier Elementen zusammengestellt haben und die viel Raum zum Assoziieren lassen.“

Die vier Temperamente in Musik und Literatur

Katja Riemann und die Musiker des Festspielfrühlings widmen sich heute bei dem musikalisch-literarischen Abend „Das Temperament ist des Menschen Dämon“ den vier Temperamenten. „Für mich ist es ein absolutes Highlight, dass Katja Riemann zu uns auf die Insel kommt“, schwärmt Bratscher Sascha Frömbling vom Fauré Quartett und verspricht: „Die Besucher werden die Schauspielerin, die man hauptsächlich aus dem Fernsehen und damit aus einer gewissen Distanz heraus kennt, von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Bei diesem facettenreichen Programm wird sie sich sehr wandelbar zeigen:

Sie wird sich in einem Augenblick cholerisch geben, das Publikum zum Weinen bringen und so sämtliche Gefühle ansprechen“.

Info: Das Konzert im Marstall Putbus beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse (ab 18.30 Uhr)

OZ

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